Fr. Schubert, Die schöne Müllerin, op. 25, D 795 — Liederabend mit dem Pianisten Helmut Deutsch am 28. 5. 2011 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz

Michael Stallknecht in der Süddeutschen Zeitung vom 31. 5. 2011:
»Phänomenal
Daniel Johannsen in der Hofkirche
München – Daß Daniel Johannsen seit kurzem eine rasche Karriere hinlegt, versteht man bei dieser ›Schönen Müllerin‹ sofort: Der helle, leichte Tenor des 32-Jährigen öffnet sich mühelos, Mischung und Übergang zwischen Brust und Kopf sind perfekt, ohne daß die Höhe je körperlos klänge. Hinzu kommt eine Textverständlichkeit, die einem verblüfft gebannten Publikum in der Allerheiligen-Hofkirche das übliche Mitlesen erspart. Wenn Helmut Deutsch sich für den jungen Österreicher in München persönlich ans Klavier setzt, bereitet er feinst engmaschigen Pianissimo-Boden, indem er so lässig wie meisterlich nur noch das Wichtige zeigt: Fast skizzenhaft blitzt eine Naturimitation hier, ein Harmoniewechsel, eine Baßlinie dort.
Solchermaßen sind die Fundamente, auf denen Johannsen Schuberts Liederzyklus erbaut. Erbaut mit fabelhafter gestalterischer Intelligenz, erbaut mit erstaunlicher farblicher und dynamischer Bandbreite. Johannsen differenziert Strophen, Wörter, ja Konsonaten, indem er bei durchweg zügigen Tempi nie die Linie, die Bezüge zwischen den Liedern, den Bogen vergißt. Das ›Bächlein‹, die ›Äuglein‹, die ›klein Blumen‹: Wer hätte dieses Biedermeier zuletzt beglaubigt? Hier enthält das Kleinste das Ganze. Herzrührend linkisch, naiv, auch trotzig und selbstironisch zeigt Johannsen den Müllerburschen.
Doch dringt er ins innerste Wesen romantischer Ironie, indem Liebe von Anbeginn Wahn ist, Hoffnung selbst dort Schein, wo der Text das Gegenteil sagt. Bisweilen zweifelt man, ob sie existiert, diese schöne Müllerin. Hier zerbricht einer nicht an einer schlecht laufenden Affäre, sondern am Achsenbruch zwischen Ich und Welt. Wo den meisten Interpreten die zweite Hälfte ins Larmoyante rutscht, weil der Höhepunkt mit der ›Ungeduld‹ oder ›Mein!‹ überschritten scheint, spannt Johannsen schlüssig den Bogen ganz auf die letzte Enttäuschung hin, entfaltet auch stimmlich die größte Kraft erst beim Selbstmordentschluß der ›Trocknen Blumen‹.
Dazwischen werden geniale Momente von Beiläufigkeit (›Tränenregen‹), von Zwielicht (›Pause‹), von Kämpfen und doch nicht Wollen die eigentlichen. Johannsen hält das Maß zwischen Verkörpern und Erzählen, überdehnt nirgends ins psychologisch Hysterische, ins expressionistisch Effektheischende. Es ist dieses Musizieren in all seiner ungeheuren Nachdrücklichkeit überwölbt von Geschmack, von Kunst im besten Sinne des Wortes.«




J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245
(Evangelist) — Konzert gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 18. 7. 2017 im Münster Frauenwörth

Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung vom 20. 7. 2017: »... Guttenberg hat ein Pedant, den inbrünstigen Evangelisten Daniel Johannsen, der von der Kanzel herab erzählt, singt, schreit — grandios und mit einer leidenschaftlichen Präzision. Er wird begleitet von einer der drei Continuo-Gruppen, von Anja Lechner (Cello), Peter Schlier (Baß) und Olga Watts am Cembalo, feinsinnige Künstler der Verzierung. ...«

Robert Braunmüller in der Abendzeitung vom 20. 7. 2017: »... Der Evangelist predigt von der Kanzel: Daniel Johannsen berichtet vom Prozeß und der Hinrichtung Jesu nie neutral, sondern mit einer ans Finster-Fanatische grenzenden Leidenschaft. Daß er das mit einer unglaublichen musikalischen Sicherheit und Genauigkeit tut, überhört man fast, so selbstverständlich fügt es sich in seine Interpretation. ...«

Wolfgang Sandner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. 7. 2017: »... Und so wurde die Leidensgeschichte Jesu hier konsequent wiedergegeben. Die angedeuteten szenischen Dispositionen, ein alle menschlichen Widersprüche und Bosheiten rhetorisch virtuos von der Kanzel herab verkündender Evangelist (Daniel Johannsen), ein erhöht postierter Christus, dessen Reich nicht von dieser Welt ist (Tareq Nazmi), die kraftvolldirekten Turbae-Einsätze der Chorgemeinschaft Neubeuern und ein konzentriert besetztes Orchester der KlangVerwaltung mit schnörkelloser Phrasierung, äußerster Vibrato-Zurückhaltung bei wenigen intimen Reduktionen auf historisches Instrumentarium (Oboe d’amore, Viola d’amore, Viola da gamba und Laute) — all das war von einer atmosphärischen Dichte und dramaturgischen Rigorosität, die schier den Atem verschlug. ...«

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Chor-Orchester-Konzert (J. S. Bach: Magnificat, BWV 243 · W. A. Mozart: Requiem, KV 626), gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 25. 10. 2016 in der Verizon Hall des Kimmel Center Philadelphia (im Rahmen einer Nordamerika-Tournée)

David P. Stearns im Philadelphia Inquirer vom 26. 10. 2016: »... Especially tenor Daniel Johannsen, whose sense of expression was so subtle and genuine that he would have to be one of the premiere oratorio singers in Europe. ...«

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Liederabend gemeinsam mit dem Pianisten Simon Bucher am 24. 9. 2016 im Krafft-Areal Schopfheim

Jürgen Scharf im Markgräfler Tagblatt vom 30. 9. 2016: »... Sicher hat der Wiener Tenor Johannsen mit seinem souveränen Berner Klavierbegleiter Simon Bucher an diesem bemerkenswerten Abend einige neue Freunde für die Schoeck-Lieder gewonnen, die nun wissen, daß Schoeck für den romantischen Liedgesang unverzichtbar ist und er zu den drei großen ›Sch’s‹ gehört: Schubert, Schumann, Schoeck. Das ist sicher nicht zu viel gesagt, zumal sich Johannsen enorm für diese etwas entlegenere Musik engagiert und sie mit großer Innerlichkeit, Schlichtheit, aber auch Dramatik, wo nötig, singt. Dabei schafft er mit angenehmer Stimme im Verbund mit seinem sensibel und differenziert spielenden Pianisten ein Klangbild reiner Schönheit. Angefangen beim frühen Reiselied auf einen Text von Eichendorff bis zu einer Liederauswahl aus den späteren Liederzyklen op. 60 (›Das stille Leuchten‹, 1946) mit Liedern nach den wunderbaren Gedichten von Conrad Ferdinand Meyer, denen der Sänger enorme Dichte verleiht, und op. 62 (›Das holde Bescheiden‹) mit Liedern nach Eduard Mörike (1950). Daß der hervorragende Sänger den 1957 verstorbenen Komponisten an den Anfang seines Liederabends stellt, hat das Publikum, dem Schoeck nicht so geläufig ist, herausgefordert, sich dieser interessanten Klangwelt zu öffnen. Als nuancierter Erzähler fasziniert Johannsen schon in den frühen, bekannteren, noch an Brahms und Schumann orientierten Gesängen; besonders scheinen ihm aber die späteren, recht modern klingenden am Herzen zu liegen. Johannsen singt Schoeck, wie danach eine Auswahl von unbekannteren Schubert-Liedern, mit hellem, leichtem, lyrischem Tenor in bester Phrasierung ganz auf Gesangslinie. Bereits zum dritten Mal konnte man bei einem der Stiftungskonzerte seine gesanglichen Qualitäten erleben: präzise Artikulation, weite Legatobögen, gut sitzende Mezza voce und klangschöne Mitte. Die Interpreten ließen sich auch nicht davon beeindrucken, dass ein paar Reihen leer blieben.
Mit der Weltuntergangsstimmung von Schuberts Lied ›Auflösung‹ (›Geh unter, Welt!‹) wollte man das Publikum nicht nach Hause schicken, und es folgte noch die berühmte ›Forelle‹ mit Anspielung auf die in der Nähe vorbeifließende Wiese sowie ›Berthas Lied in der Nacht‹, eine Trouvaille. Aber dann wurde die letzte Zugabe doch wieder zum ›Nachruf‹, in Schoecks bekanntester (Eichendorff-)Vertonung mit einer sangbaren, ausdrucksvollen Melodie. Bei den über 400 nachgelassenen Liedern gibt es für Daniel Johannsen noch viel von Schoeck zu singen!«

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G. Fr. Händel, Jephtha, HWV 70 (Titelpartie) — Szenische Produktion im Rahmen des Festival Retz 2016, Première am 7. 7. 2016 in der Stadtpfarrkirche St. Stephan

Oliver Láng in der Kronen Zeitung vom 9. 7. 2016: »... Regisseurin Monika Steiner inszeniert der Handlung entsprechend und auf den Spielort abgestimmt. In der Stadtpfarrkirche entfaltet sich auf kleinem Raum das tragische Geschehen — und Steiner zeigt es plausibel und glaubwürdig.
Das klappt freilich nur, wenn es auch musikalisch entsprechend aufbereitet wird. Dirgent Ewald Donhoffer ist der richtige Mann, der das Originalklang-Orchester souverän aufspielen läßt und das Werk in einen ruhigen Fluß bringt. Daniel Johannsen als Jephtha singt mit klarem Tenor und setzt dramatische Knotenpunkte; die Damen Bernarda Bobro und Monika Schwabegger punkten ebenso wie Günter Haumer und Nicholas Spanos. Einfaches, feines Musiktheater!«

Barbara Pálffy im Kurier vom 10. 7. 2016: »... Daniel Johannsen agiert als Titelheld großartig: anfangs selbstsicher und fordernd – sein Stamm braucht ihn, den ausgestoßenen Bastard, ja als Heerführer –, zuletzt gebrochen und wieder isoliert. Auch sängerisch kann man die Partie kaum nuancierter, klangschöner, intensiver gestalten. ...«

Karl Masek auf www.der-neue-merker.eu: »... Gekonnte Personenführung ist der Inszenatorin zu attestieren. Daniel Johannsen ist ein anfangs bis zur Arroganz selbstsicherer Krieger Jephtha, mit beinahe buffonesker Körpersprache. Sein biegsamer und absolut stilsicherer Tenor durchmißt alle Lagen bis weit ins Baritonale. Atemlos macht sein Entsetzen in dem Moment, als er nach gewonnener Schlacht seiner Tochter wieder begegnet, sowie das kreatürliche Leiden, das er packend ausdrückt. Eine singdarstellerische Glanzleistung! ...«

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J. Haydn, Die Jahreszeiten, Hob. XXI:3 — Konzert mit dem GewandhausChor und der camerata lipsiensis (Ltg.: Gregor Meyer) am 5. 6. 2016 im Großen Saal des Leipziger Gewandhauses

Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung vom 7. 6. 2016: »... Vor allem von Daniel Johannsens bei aller Leichtigkeit durchsetzungsstarkem Tenor mag man gar nicht genug bekommen. In den Rezitativen baut er auf seine reiche Bach-Erfahrung und entwickelt die Musik ganz aus dem Text heraus. In den Arien wiederum zeigt er sich als instinktiv stilsicherer Periodenbaumeister. Sein geschmeidig geführter Tenor klingt in jeder Lage silbrig weich, und die weit gespannten Bögen gehen in keinem Augenblick zu Lasten des Wortes. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 23. 3. 2016 im Großen Saal der Berliner Philharmonie

Clemens Goldberg im rbb-Kulturradio am 24. 3. 2016: »... Es gibt aber einen so wahrhaftigen, so unglaublich präsenten, so ebenfalls emotionalen, aber nicht kitschigen Evangelisten, daß man dankbar vom Dirigenten abgelenkt wird. Daniel Johannsen singt virtuos, schlank, mit einer ungeheuren Bandbreite an stimmlichen Möglichkeiten, aber vor allem gibt er uns das Gefühl, unmittelbar am Geschehen beteiligt zu sein. Das geht weit, kippt aber nie ins Manierierte. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist) — Konzerte gemeinsam mit dem Kammerchor Maulbronn und dem Barockensemble il capriccio (Ltg.: Jürgen Budday) am 26. und 27. 9. 2015 in der Klosterkirche Maulbronn

Irene Schallhorn im Mühlacker Tagblatt vom 29. 9. 2015: »... Dann aber ergreift Daniel Johannsen als Evangelist das Wort. Er gehört mittlerweile zu den gefragtesten Evangelisten überhaupt und besticht durch klare Sprache und sorgfältigste Textauslegung. Ein Blick in die Noten ist von ihm nahezu nicht zu bemerken. Auswendig singt er die Partie des Evangelisten, was ihm Raum und Möglichkeiten gibt, den Worten des Johannes durch feinste Regungen seiner Mimik größtmögliche Spannung zu verleihen. Er reißt durch seine Darbietung mit und bildet einen fantastischen Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. ...«

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G. Rossini, Der Barbier von Sevilla (Graf Almaviva) — Première am 3. 7. 2015 in der Helmut-List-Halle Graz im Rahmen der styriarte 2015

Markus Thiel in der Opernwelt (8/2015): »... Das Festivalmotto ›…und lachte!‹ meint dagegen in erster Linie Rossinis ›Barbier von Sevilla‹. Gespielt wird die alte Übersetzung des Grazers Ignaz Kollmann. Michael Hofstetter bürstet mit dem Festspiel-Orchester alles auf historisch informiert, und Regisseur Peer Boysen macht mit bizarrer Komik deutlich, welch grausame Intrige da passiert. Aus dem Ensemble ragt Daniel Johannsen als Almaviva heraus. ...«

G. Helbig im Opernglas (8/2015): »... Herrlich auch Daniel Johannsen (Almaviva) mit wohltimbriertem Tenor ...«

Ernst Naredi-Rainer in der Kleinen Zeitung vom 5. 7. 2015: »... Mit blitzenden Koloraturen gestaltet die Sopranistin Marie Friederike Schöder die Rosina als reichlich kratzbürstiges Wesen, das Daniel Johannsen mit leichtem Tenor und subtiler Pianokultur umwirbt. Miljenko Turk glänzt als hinterhältiger Titelheld mit hellem, sehnigem, höhensicherem Bariton ...«

Stefan Ender im Standard vom 5. 7. 2015: »... Der wundervolle Daniel Johannsen könnte auch als Allegorie der Sangeskunst besetzt werden. Geschmeidiger, virtuoser geht’s nicht. Und er spielt auch die verschiedenen Camouflagen des Almaviva ganz wunderbar und begleitet die Angebetete höchstselbst am Klavier. Chapeau! ...«

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»Nacht und Träume« — eine Spurensuche im Liedschaffen Franz Schuberts und Robert Schumanns, gemeinsam mit dem Pianisten Charles Spencer am 14. 6. 2015 im Dresdner Kulturrathaus

Sybille Graf in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16. 6. 2015: »... Diesen Abend darf man ohne Zögern als Glücksfall bezeichnen. Einen, nach dem man wirklich erfüllt den Heimweg antritt. Dem Verein ›Das Lied in Dresden‹ war es gelungen, Daniel Johannsen aufs Podium seiner gleichnamigen Konzertreihe zu holen. Der Österreicher hat in den letzten Jahren unaufgeregt, aber beständig den Weg vom Geheimtipp zum zunehmend gefragten Sänger genommen, besonders als Evangelist in Bach-Werken sammelt er euphorische Kritiken. Neben Konzerten und ausgewählten Opernprojekten ist der Liedgesang dem Tenor – der zunächst Kirchenmusik studierte, erst später Gesang u. a. bei Robert Holl – tatsächlich eine mit großem Ernst und intensiver Beschäftigung angegangene Herzensangelegenheit, keine zwischengeschobene Beschäftigung, weil es sich in der Vita gut ausnehmen könnte, sich auch diesem Genre zu widmen.
Der 36-Jährige entwickelt ausgesuchte Programme, die sich nicht allein als Darbietung schöner, trauriger, berühmter Lieder verstehen, sondern als ein Eintauchen in den Kosmos des Komponisten und seiner Zeit. Den man dann – so auch beim Konzert im Kulturrathaus – in keiner Weise als längst vergangen, sondern stets als unmittelbar berührend empfindet. Dafür läßt Johannsen ausgewählte Texte in die Liedfolge einfließen, im konkreten Fall persönliche Aufzeichnungen Franz Schuberts und Robert Schumanns, denen sich sein gemeinsam mit Charles Spencer am Klavier präsentierter Abend ›Nacht und Träume‹ widmete.
Dunkle, verhaltene Töne also, Träume, die mal schwärmen, mal düstere Visionen ausbreiten, aufgenommen nicht zuletzt auch in ein paar Klavierstücken. Ein Traum Schuberts fand Widerhall in bekannteren – ›Der Wanderer an den Mond‹ etwa oder ›Frühlingstraum‹ – und weniger gängigen Weisen wie ›Am Fenster‹. Und Schumanns ›Lotosblume‹ oder ›Trost im Gesang‹ bezogen eine umso eindringlichere Wirkung aus ihrer Kombination mit Briefen des Komponisten aus seinen letzten Jahren in der Pflegeanstalt in Endenich. In dieser ausgereiften Dramaturgie, ihrer schlüssigen und unbedingt gemeinsamen Umsetzung durch Sänger und Pianisten bis hin in die eben nicht als bloße, brillante Anhängsel dargebotenen Zugaben hinein, lag die eine Stärke des Abends.
Die andere fand sich in der künstlerischen Umsetzung. So frei Charles Spencer auch in den Solostücken agierte — als Liedbegleiter ist er ein sich stets am Sänger orientierender, die Antennen in alle Richtungen sensibilisierender Partner. Schnell hatte er die räumlichen Gegebenheiten ausgehört, wußte punktgenau die Präsenz von Stimme und Klavier auszutarieren. Was bei Daniel Johannsen eine echte Herausforderung ist, denn der Mann zaubert ein Piano an der Grenze zum nur noch zu Erahnenden, das sich quasi allein durch die ihm trotzdem innewohnende Spannung dem Ohr erschließt. Das spricht für seine stupende Technik, hat aber sicher seine Ursache auch in schlicht naturgegebenen Anlagen: einer wunderbar klaren, einfach schön timbrierten Stimme, die sich mühelos durch die Register schwingt. Und dabei sehr wohl auch zu kraftvoller Schwere aufblühen kann, ohne angestrengt oder fester zu werden. Brillante Begabung bringt Johannsen zugleich für die Gestaltung mit. Er lebt die Lieder, kostet Wortwendungen aus, spürt Farben auf. Mit heiligem Ernst, staunender Freude oder leisem Humor. Ein Glücksfall eben.«

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Dasselbe Programm mit Peter Waldner (Fortepiano) am 26. 11. 2014 in der Aula des Innsbrucker Canisianums

Ursula Strohal in der Tiroler Tageszeitung vom 28. 11. 2014: »... Daniel Johannsen – 2013 beim Osterfestival ein herausragender Bach’scher Evangelist – ist ein wunderbarer Liedsänger geworden, der es in der Abendmusikreihe im Canisianum mit seiner Sensibilität und Gedankenkraft schaffte, die Traumstimmung in den zahlreichen Schattierungen der Liedauswahl fortzuspinnen. [...] Johannsens subtile, empfindungsreiche Klang- und Vokalformung ging über in seine Rezitation von Schubert- und Schumann-Texten. Peter Waldner entlockte dem Hammerflügel in den pianistischen Passagen sowie in Solostücken der beiden Komponisten zarteste Valeurs und beredte Klangmalerei. ...«

Thomas Nussbaumer in der Kronen Zeitung vom 28. 11. 2014: »... Johannsen faszinierte von Beginn an. Seine Stimme ist weich und wendig, unglaublich nuanciert im Piano und dann auch bestechend dramatisch. Das Programm war anspruchsvoll und tiefgründig. [...] Johannsen mit äußerst ausbalancierter Gestaltung, auch als Rezitator von Schubert- und Schumann-Prosa, ließ keine Wünsche offen, und desgleichen der zu Hochform auflaufende Peter Waldner, der künstlerische Leiter der ›Innsbrucker Abendmusik‹. ...«

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Wolfgang Amadeus Mozart, Die Entführung aus dem Serail, KV 384 (Belmonte) — Première am 27. 9. 2014 im Stadttheater Gießen (Musikalische Leitung: Michael Hofstetter, Inszenierung: Benjamin Schad)

Manfred Merz in der Gießener Allgemeinen vom 29. 9. 2014: »... Musik und Sänger retten diese Oper. Generalmusikdirektor Michael Hofstetter läßt sein Philharmonisches Orchester Gießen im Originalsound von der Leine — mit Holzflöte, Naturhörnern und -trompeten. Am Anfang zu laut, reguliert Hofstetter die Musik auf das richtige Maß herab. Die leichtfüßige Partitur springt munter voran. Hofstetter knüpft einen feinen musikalischen Teppich, auf dem sich die Sänger elegant bewegen. [...] Aus dem Stadttheater-›Requiem‹ des Sommers in guter Erinnerung, intoniert Johannsen mit bewundernswerter Transparenz und Reinheit, als hätte Mozart ihm die Partie auf den schmalen Leib komponiert.
Auch die übrigen Sänger sind gut disponiert, doch an der Textverständlichkeit hapert es bei allen bis auf Johannsen. ...«

Ursula Hahn-Grimm in der Wetzlarer Zeitung vom 29. 9. 2014: »... Daniel Johannsen ist ein glänzender Tenor, in allen Stimmlagen präsent. ...«

Thomas Schmitz-Albohn im Gießener Anzeiger vom 29. 9. 2014: »... Strahlender Belmonte
Daniel Johannsen ist ein Belmonte, wie man ihn sich nur wünschen kann. Sein schöner lyrischer, weit ausstrahlender Tenor ist einfach hinreißend und voller Glut. Wenn er ›O wie ängstlich‹ singt, geht Mozartliebhabern das Herz auf. ...«

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Chor-Orchester-Konzert mit Kantaten von J. S. Bach (BWV Nos. 6, 31, 42 & 67), gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) im Rahmen der Internationalen Herrenchiemsee Festspiele am 15. 7. 2014 im Münster Frauenchiemsee

Rainer W. Janka im Oberbayrischen Volksblatt vom 17. 7. 2014:
»Mit dem Tenor kam das Licht [...]
Daniel Johannsen hellte mit seinem hellen Tenor das Grabes-Dunkel auf, erfüllte seine Texte mit dramatischer Wärme, setze seinen Tenor wohlakzentuiert und wohlartikuliert, intelligent und authentisch ein und sang echte Verkündigungsfreude: Da wird Musik zur Theologie und Theologie zur Kunst.«

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Franz Schubert.SOAP — Ausgewählte Lieder, Stücke für Männerchor (u. a. Nachthelle), Klavierkammermusik sowie Reiseberichte und Briefe von Franz Schubert als musikalisch-literarischer Kammermusikabend der styriarte am 6. 7. 2014 in der Grazer Helmut-List-Halle (Cornelius Obonya, Rezitation; ensemble federspiel; Männerensemble des Arnold Schoenberg Chors; Robert Schröter und – als musikalischer Leiter – Florian Birsak, Hammerflügel)

Martin Gasser in der Kronen Zeitung vom 8. 7. 2014: »... Unbekanntes und Vertrautes aus dem Leben und dem Werk Schuberts — die erste ›styriarte-Soap‹ erfüllte nicht nur den Zweck, ausgetretene Konzertpfade möglichst elegant zu verlassen. Zu hören waren auch durchwegs ausgezeichnete Interpretationen, von denen manche Modellcharakter beanspruchen können. [...]
Ausgezeichnet ist auch der Tenor Daniel Johannsen, der eine ideale Stimme für die lyrischen Facetten von Schuberts Liedern hat und diese zum feinen Leuchten zu bringen vermag. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzerte mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 17. 4. (Großer Saal der Berliner Philharmonie) und 18. 4. 2014 (Großer Saal der Münchner Philharmonie im Gasteig)

Benedikt von Bernstorff im Tagesspiegel vom 19. 4. 2014: »... Mit Daniel Johannsen verfügt die Aufführung zudem über einen herausragenden Evangelisten. Er besitzt einen agilen, höhensicheren Tenor mit sicher fokussierter Kopfstimme. In den dramatischen Ausbrüchen wie in den ins Pianissimo zurückgenommenen Passagen des Sängers hat der Abend seine überzeugendsten Momente.«

Anna Schürmer im Münchner Merkur vom 22. 4. 2014: »... Allerdings war Daniel Johannsen in der zweiten Version ein echtes Erlebnis. Mit enormem Stimmumfang und lebhafter Rezitationsfreude agierte er neben Guttenberg wie ein zweiter, narrativer Dirigent. ...«


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Benjamin Britten, Albert Herring, op. 39 (Titelpartie) — Volksoper Wien, Spielzeit 2013/14

Helmut Christian Mayer auf www.opernnetz.de über die Vorstellung vom 23. 2. 2014 (»B-Première«): »... Die Wiener Volksoper zeigt als Nachtrag zum Benjamin-Britten-Jahr 2013 seine einzige komische Oper Albert Herring, 1947 in Glyndebourne uraufgeführt. Glänzend fällt dabei das Regiedebüt von Brigitte Fassbaender am Haus aus, der ehemals großartigen Sängerin, die diese amüsante Satire auf die scheinheilige und verlogene Moral der Gesellschaft schon 2012 als Abschied ihrer 13-jährigen Intendanz am Tiroler Landestheater herausbrachte. [...] Daniel Johannsen ist ein zuerst, vor allem gegenüber Mädchen, sehr schüchterner Titelheld, völlig unter der Knute der Mutter. Wie er voller Peinlichkeit die ihm aufgezwungene Ernennung zum ›Maienkönig‹ über sich ergehen lassen muß und dabei lächerlich ausstaffiert wird, ist schon köstlich. Zudem singt er mit seinem lyrischen Tenor exzellent. ...«

Elena Habermann im Neuen Merker (3/2014) über dieselbe Vorstellung: »... Albert wird sicher eine Paraderolle von Daniel Johannsen. Er hat eine schöne lyrische Tenorstimme und ist ein wunderbarer Schauspieler mit viel Humor. ...«


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Vokalkammermusikabend der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart mit den vollständigen Liebeslieder-Walzern von Johannes Brahms (opp. 52 & 65) sowie Robert Schumanns Spanischen Liebesliedern, op. 138 — gemeinsam mit Carolina Ullrich (Sopran), Sophie Harmsen (Mezzosopran), Tobias Berndt (Bariton) sowie den Pianisten Marcelo Amaral und Alexander Fleischer (17. 10. 2013, Staatsgalerie Stuttgart)

Verena Großkreutz in den Stuttgarter Nachrichten vom 19. 10. 2013: »... Die Stimmung war dementsprechend blendend im gut gefüllten Konzertsaal der Stuttgarter Staatsgalerie, als beim Liederabend der Hugo-Wolf-Akademie die vier Hände von Marcelo Amaral und Alexander Fleischer am Flügel um die Wette walzten und für eine beschwingte, lebendige, wonnewogende, dennoch auch delikate Grundierung sorgten, auf der sich die Stimmen des jung-dynamischen Gesangsquartett herrlich entfalten konnten. Erstaunlich, wie die vier unterschiedlichen Gesangstimmen harmonierten, wie homogen und gleichzeitig beweglich sie zusammenfanden, wie fein und ironisch sie im Detail gestalteten. [...]
Tenor Daniel Johannsen verfügt nicht nur über eine anmutige Höhe, sondern auch über eine breite Palette fein differenzierender Tonfälle, die er in Schumanns ›O wie lieblich ist das Mädchen‹ virtuos zum Einsatz brachte: unglaublich, wie viele Klangfarben er parat hat, um den Ausruf ›so schön!‹ zu artikulieren. ...«

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Liederabend gemeinsam mit dem Pianisten Thomas Schubert am 5. 10. 2013 im Krafft-Areal Schopfheim

Karin Stöckl-Steinebrunner in der Badischen Zeitung vom 7. 10. 2013: »... Unter dem Titel ›Seliges Land!‹ bereisten Tenor Daniel Johannsen und Pianist Thomas Schubert bei ihrem Liederabend innerhalb der Reihe Klassik im Krafft-Areal in Schopfheim-Fahrnau die Schwäbische Dichterstraße. Robert Schumanns Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner machten den Anfang. Dramatisch zupackend führte Daniel Johannsen die Zuhörer gleich mitten hinein in die ›Lust der Sturmnacht‹, strich mit sanfter Stimme behutsam über ›Erstes Grün‹, zelebrierte mit fließenden Melodiebögen die ›Sehnsucht nach der Waldgegend‹. Thomas Schubert ließ seinen Partner schweben auf einer Begleitwolke, behutsam und einfühlsam trug er den Gesang gleichsam auf Händen. Bei Johannsen ist jedes Lied ein kleines Drama, eine eindrucksvolle Szene. Er besitzt die geniale Fähigkeit, das, was er vor seinem inneren Auge sieht, musikalisch so umzusetzen, daß der Zuhörer sich mitten in dieser Szene wiederfindet und sie mitzuerleben imstande ist. Was Wunder, daß sich das ungläubige Staunen darüber, gerade in Analogie zum Textschluß von einem Engel aus dem Traum geweckt worden zu sein, am Ende in rauschendem Beifall, vermischt mit Bravorufen, Luft machte.
Sicherlich mit Bedacht hatten die Interpreten die etwas ungewohntere Kost des Abends an diese Stelle gesetzt, ein Hölderlin-Porträt, in dem sich Pianist Thomas Schubert zugleich als Komponist vorstellte. In modernem Duktus boten diese sieben Lieder reiche Gestaltungsmöglichkeiten, sowohl für den Tenor, der die Palette vom Beinahe-Sprechgesang über den rezitativischen Evangelistenton bis zum pathetischen Fortissimo bestückte, als auch für das Klavier, dessen Kommentar sich vom leicht verfremdeten Wohlklang über naheliegende Tonmalereien bis hin zum fulminanten, den Aufbruch in die Freiheit symbolisierenden Schluß erstreckte.
Nach der Pause erklang zunächst Heinrich von Herzogenbergs Vertonung von Ludwig Uhlands Ballade ›Das versunkene Kloster‹, danach Mendelssohns ›An die Entfernte‹ nach dem Gedicht von Nikolaus Lenau sowie Schumanns Komposition ›Meine Rose‹ mit einer Textvorlage desselben Lyrikers. Ergreifend innig und mit himmlischen Höhen zelebrierte Johannsen Herrmann Hesses ›Beim Schlafengehen‹ in der berühmten Version aus den ›Vier letzten Liedern‹ von Richard Strauss. Als Schlußpunkt erklangen Lieder von Hugo Wolf nach Gedichten von Eduard Mörike, bei denen Johannsen seine Ausdrucksstärke ausloten konnte. Spitzbübisch versuchte er in der ›Fußreise‹, mit seinem Schöpfer ein leichtes Leben auszuhandeln. Wohl kaum jemals haben die Anwesenden so beredt, so klangvoll den Ausdruck tonloser Verzweiflung erlebt, so treffend zwischen den Zeilen lesen hören wie in den Interpretationen von ›Im Frühling‹ und ›Heimweh‹, sich solch blankem Entsetzen ausgeliefert gesehen wie in ›Der Feuerreiter‹.
Das Publikum erklatschte drei Zugaben. Mit Franz Schuberts ›Forelle‹ nach einem Text von Christian Friedrich Daniel Schubart, der Uraufführung eines Trinkliedes von Johann Peter Hebel aus der musikalischen Feder von Thomas Schubert sowie einer Mörike-Vertonung Hugo Wolfs ergänzte Daniel Johannsen diese Reise an der schwäbischen Dichterstraße.«

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Herrenchiemsee-Festspiele 2013 — Chor-Orchester-Konzerte mit Kantaten von J. S. Bach (Nos. 51, 75 & 79) bzw. M. Hoffmann (Nr. 189), Ltg.: Reinhard Goebel, sowie G. Fr. Händels Messiah in W. A. Mozarts Bearbeitung (Ltg.: Andrew Parrott), gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung am 16. 7. 2013 im Münster Frauenchiemsee sowie am 18. 7. 2013 in der Spiegelgalerie von Schloß Herrenchiemsee

Barbara Zuber in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24. 7. 2013: »... Die Dramaturgie des Musikfestivals auf Schloß Herrenchiemsee, das der Dirigent Enoch zu Guttenberg seit nunmehr dreizeihn Jahren veranstaltet, ist, wie gewohnt, durchdacht. Formbewußt, anspruchsvoll übt man sich in der schweren Kunst, den Geist des unvollendeten Prachtbaus von Ludwig II. durch Musik zu beleben, ohne ihm nostalgisch zu verfallen. [...]
So fährt ein stürmischer musikalischer Wind durch das Münster der nahen Fraueninsel, wenn Reinhard Goebel mit exzellenten Vokalsolisten, dem Orchester und Kammerchor der KlangVerwaltung eine Reihe von Bach-Kantaten aufführt. [...] Den kurzatmigen, zerhäckselten Klang mancher Alte-Musik-Ensembles liebt Goebel ganz und gar nicht. Da können sogar, ganz unverhofft, fast expressionistisch-stachlige Klänge aus der Haß-Arie aufsteigen, die der Tenor Daniel Johannsen in der Kantate ›Die Himmel erzählen die Ehre Gottes‹ (BWV 76) Wort für Wort pointiert. [...]
Die stickige Hitze im Spiegelsaal von Schloß Herrenchiemsee scheint unerträglich, ist aber schnell vergessen, als zwei Tage später Andrew Parrott die französische Ouvertüre zu Händels ›Messias‹ gar prächtig aufspielen läßt. [...] Andrew Parrott hat sich voll und ganz darauf eingelassen und alle mit seinem energischen Elan mitgenommen: die kraftvolle Chorgemeinschaft Neubeuern, das Orchester der KlangVerwaltung und das exzellente Solistenensemble mit Susanne Ellen Kirchesch, Olivia Vermeulen, Theresa Holzhauser, Daniel Johannsen und Jochen Kupfer. ...«

Oberbayrisches Volksblatt vom 18. 7. 2013: »... Nach dieser Kantate setzte sich Goebel neben die Cellistin, dirigierte im Sitzen und überließ die Bühne Daniel Johannsen für die Kantate ›Meine Seele rühmt und preist‹. Mit schönem klarem Tenor verkündete dieser, wortdeutlich artikulierend und wortgenau deklamierend, höchst intelligent dieses Gottes-Lob. Kammermusikalisch farbig, pointiert und in affektvoll-barocker Rhetorik begleiteten ihn die Mitglieder des Orchesters der KlangVerwaltung ...«

Marco Frei im Traunsteiner Tagblatt vom 26. 7. 2013: »... Klar und hell erfüllte zudem der Tenor von Daniel Johannsen den Raum, was nicht zuletzt in der Tenorkantate BWV 189 berückende Hörmomente schenkte. ...«

Michael Stallknecht in der Süddeutschen Zeitung vom 20. 7. 2013: »... Der glockenreine Sopran von Susanne Ellen Kirchesch, die subtile rhetorische Textausdeutung des Tenors Daniel Johannsen und die schnurrenden Baßkoloraturen von Jochen Kupfer kommen merklich aus der barocken Praxis. Parrott, von Haus aus ebenfalls ein Alte-Musik-Spezialist, entwickelt Stärken überraschenderweise überall da, wo er auf die pure romantische Emphase setzen kann. ...«

Oberbayrisches Volksblatt vom 20. 7. 2013: »... Hervorragende, ausdrucksstarke Solisten verstärkten diese Wirkung: Hellstrahlend die Sopranistin Susanne Ellen Kirchesch, lieblich die zweite Sopranistin Olivia Vermeulen, tief timbriert die Altistin Theresa Holzhauser, mühelos schlank, aber auch mit erzenem Verkündigungston der Tenor Daniel Johannsen und pathosgesättigt der Baß Jochen Kupfer, der ein veritables Höllenfeuer entfacht in seiner Arie über die tobenden Heiden. ...«

Marco Frei im Traunsteiner Tagblatt vom 30. 7. 2013: »... Vielfach glänzten auch die Solisten, was allen voran für Daniel Johannsen (Tenor) und Jochen Kupfer (Baß) galt.
Mit seinem hellen, klar-luziden Tenor ließ Johannsen Arien wie ›Alle Tale macht hoch und erhaben‹ zu glaubwürdigen Offenbarungen werden ...«

Christophe Rizoud auf www.forumopera.com (hier in der Übersetzung aus dem Französischen): »... Die Wahl der deutschen Sprache ist es auch, die in Jochen Kupfer den Liedersänger erahnen läßt. Er ist in der Deklamation sehr viel mehr zuhause – und bisweilen beeindruckend – als in den Koloraturen. Aus diesem Grunde bleibt er auch im Schatten des inspirierten Gesangs des Evangelisten Daniel Johannsen, einem beweglichen Tenor mit Durchschlagekraft. ...«

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Festival Retz 2013 — Benjamin Britten, The Prodigal Son, op. 81 (Titelpartie); Première am 4. 7. 2013 in der Retzer Stadtpfarrkirche

Oliver A. Láng in der Kronen Zeitung vom 6. 7. 2013: »... Wie Monika Steiner die Figuren führt, mit kleinen Gesten und Blicken die Charaktere formt, beeindruckt. Ein Kammerspiel, das in seinen Bann ziehen kann. Andreas Schüller bringt Brittens Musik in all ihrer Klarheit, in all den raffinierten Farben und Schattierungen. ... Daniel Johannsen als jüngerer Sohn ist stimmlich und darstellerisch sehr überzeugend. ...«

Barbara Pálffy im Kurier vom 6. 7. 2013: »... Daniel Johannsen zeigt einen Anpassungsverweigerer auf Selbstfindungstrip, der auch auf seinem Weg durch diverse Laster reiner Tor bleibt – entsprechend setzt er auch seine Stimme mit makelloser Klarheit und strahlender Leichtigkeit ein. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248 (Evangelist und Arien) — Konzert mit dem Tenebrae Choir und dem Gewandhausorchester Leipzig (Ltg.: Trevor Pinnock) im Rahmen des Bachfests Leipzig am 16. 6. 2013 im Leipziger Gewandhaus.

Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung vom 18. 6. 2013: »... Und wie Daniel Johannsen als Evangelist die Weihnachtsgeschichte vorträgt, schlank und hell und wortgezeugt, makellos schön und ungeheuer intensiv, wie er seine Arien mit Leben füllt und mit Schönheit, das ist für eine Gänsehaut nach der anderen gut. ...«

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J. S. Bach, Markus-Passion, BWV 247 (Evangelist und Arien; Gesamtrekonstruktion von Alexander Ferdinand Grychtolik, adaptiert von Rudolf Leopld) — Konzert mit dem Ensemble Vokal Origen und Il Concerto Viennese (Ltg.: Thomas Platzgummer) am 29. 3. 2013 im Rahmen des Festivals PSALM 2013 in der Grazer Helmut-List-Halle

Martin Gasser in der Kronen Zeitung vom 31. 3. 2013: »... Von Bachs ›Markus-Passion‹ ist nur der Text erhalten. Trotz erschöpfender Bemühungen um eine Rekonstruktion der Musik muß eine Gesamtaufführung Spekulation bleiben. Wie ergiebig eine solche sein kann, zeigte Rudolf Leopold in der List-Halle: Ein berührender Abend, auch dank eines überragenden Evangelisten. [...]
Das hohe Niveau der Interpretation wurde von Daniel Johannsen als Evangelist gekrönt. Er vermag die Erzählung mit rhetorischen und farblichen Abstufungen und Finessen zu singen und zu berühren — eine überragende Darbietung. ...«

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G. Fr. Händel, Jephtha, HWV 70 (Titelpartie) — Szenische Aufführung am Theater Bonn in einer Wiederaufnahme der stark beachteten Inszenierung von Dietrich Hilsdorf aus der Saison 2004/05

Christoph Zimmermann auf www.der-neue-merker.eu über die Vorstellung vom 15. 12. 2012: »... Charismatisch war jetzt auch Daniel Johannsen, ein junger österreichischer Tenor, als Jephta freilich auf alt geschminkt. Seine schlanke Evangelisten-Stimme alleine vermag der Partie vielleicht nicht alle Schicksalskonturen zu erschließen, aber die vokale Expressivität ist frappierend, die Bühnendarstellung erschütternd. ...«

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Fr. Schubert, Die schöne Müllerin, op. 25, D 795 — Liederabend gemeinsam mit Christoph Hammer (Fortepiano) am 2. 11. 2012 Musikhaus Marthashofen in Grafrath

Klaus Mohr in der Süddeutschen Zeitung vom 5. 11. 2012: »... Mit dem jungen Wiener Tenor Daniel Johannsen und dem Pianisten Christoph Hammer am Flügel von Conrad Graf, gebaut in Wien um 1827/28, hatten sich zwei Musiker gefunden, die sich sprichwörtlich blind verstanden. [...]
Es ist unmöglich, zu beschreiben, was die Künstler alles aktiv unternommen haben, um den wechselnden Ausdrucksgehalt derMusik in den einzelnen Liedern angemessen zum Klingen zu bringen. Und vielleicht ist es gerade die eindrucksvollste interpretatorische Leistung, daß sich so vieles ganz selbstverständlich und unmittelbar dem Hörer mitteilte und daß sich hier fast wie von selbst durch die hohe Sensibilität im Zusammenwirken von Sänger und Pianist reiche Schattierungen ergaben. Der die Zuhörer in seiner dichten Konzentration und Intensität absolut fesselnde Vortrag ließ am Ende eine lange Pause entstehen, bis sich der reiche und dankbare Schlußapplaus eine Bahn brechen konnte.«

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Chor-Orchester-Konzert mit Kantaten von J. S. Bach (BWV Nos. 12, 20, 86 & 130), gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) im Rahmen der Internationalen Herrenchiemsee Festspiele am 17. 7. 2012 im Münster Frauenchiemsee

Oberbayrisches Volksblatt vom 19. 7. 2012: »... der junge Tenor Daniel Johannsen. Wenn er die lodernden Höllenflammen besingt, brennt er fast selbst vor Wortexpressivität, vor Verkündigungswillen, vor Ausdrucksfuror, er schreckt auch vor der Nähe zum Sprechgesang nicht zurück, um die irdischen Qualen zu beschreiben, sein schöner heller Evangelisten-Tenor verharrt nie in bloßer Schönheit. ...«

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»Mozart im Prater« <SOAP #6> — ein launiger Kammermusikabend der styriarte mit Vokal- und Instrumentalwerken von W. A. Mozart am 11. 7. 2012 in der Grazer Helmut-List-Halle (musikalische Leitung vom Hammerflügel aus: Stefan Gottfried)

Herbert Schranz in der Kleinen Zeitung vom 13. 7. 2012: »... Das Lied ›Abendempfindung‹ (1787) kreist um die Vorstellung des Todes, behält sich aber ein galantes Augenzwinkern vor. Das brachte der Tenor Daniel Johannsen wunderbar heraus. Kein Druck auf die Tränendrüse, kein schwelgendes Belcanto, sondern knappes Deklamieren und wohlplatziert gesetzte Höhepunkte mit flüchtigem Aufleuchten seines glanzvollen Stimmpotenzials. ...«

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Chor-Orchester-Konzert mit Werken von J. S. Bach (Kantaten Nos. 205 und 215) und J. A. Hiller, gemeinsam mit dem Leipziger Universitätschor und dem Pauliner Barockensemble (Ltg.: David Timm) im Rahmen des Bachfests Leipzig am 12. 6. 2012 in der Leipziger Peterskirche

Birgit Hendrich in der Leipziger Volkszeitung vom 14. 6. 2012: »... Warmer Schmelz und weich glänzende Höhen zeichnen Johannsens Tenor bis zum Schluß aus, zudem vermag er inniglich zu gestalten. ...«

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Kirchenkonzert im Rahmen des Festival International d’Echternach mit Vokal- und Instrumentalwerken von J. S. Bach und M. Hoffmann am 25. 5. 2012 in der Kirche St. Peter und Paul in Echternach, gemeinsam mit dem Ensemble Le Concert Lorrain (Ltg.: Stephan Schultz)

Loll Weber im Luxemburger Wort vom 29. 5. 2012: »... Der aussagekräftige und interpretatorische Höhepunkt des Abends stand uns aber noch bevor: die makellose Ausführung der Solokantate ›Ich armer Mensch, ich Sündenknecht‹ BWV 55 des 41jährigen Bach. Hier bot der Tenor Daniel Johannsen eine Modellrealisation in Sachen präziser und sinngemäßer Wortdeklamation. Affektbetonter und glaubhafter kann ein Sänger wohl kaum das Schmachten des ›armen Menschen und Sündenknechts‹ (erste Arie) dem Zuhörer vermitteln. Mit Innigkeit und stimmlicher Dezenz formte er die geradezu endlosen Seufzer des ›Erbarme dich‹ (Arie Nr. 2) aus. Da stimmte alles: die sängerische Noblesse, die adäquate Akzentsetzung bei wichtigen Worten (Gott, Zorn), die adäquate Körperhaltung während des Singens wie auch während des stummen Zuhörens. Die gleiche Intensität behielt Johannsen in den Rezitativen bei. Ein exemplarisch ausgestalteter und erfüllter Gesangspart! ...«

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Alessandro Scarlatti, Marco Attilio Regolo (Santippo) — Première am 25. 11. 2011 im Rokokotheater von Schloß Schwetzingen (im Rahmen des vom Theater Heidelberg veranstalteten Festivals »Winter in Schwetzingen«)

Stefan Keim in der Deutschen Bühne (Dezember 2011): »... Regisseurin Eva-Maria Höckmayr transportiert das Stück behutsam in die Gegenwart und bleibt dabei ganz nahe an der Musik. [...] Bühnenbildnerin Nina von Essen nutzt mit großem Geschick die Möglichkeiten der kleinen Bühne im Schwetzinger Rokoko-Theater. Ein Teil des Raumes lässt sich in die Höhe ziehen, was Parallelaktionen ermöglicht, bei denen oft auch Figuren präsent bleiben, die gerade keine Arien singen.
Auch musikalisch präsentiert sich das Ensemble auf der Höhe zeitgenössischer Barockaufführungen. Man spürt in jedem Ton, dass die Heidelberger Philharmoniker sich im Stil der Zeit inzwischen gut auskennen. Kleine Wackler passieren in einem dreieinhalbstündigen Abend, doch vor allem wird leidenschaftlich und emotional musiziert. Dirigent Rubén Dubrovsky verbindet Lust am Affekt mit großem Atem. Besonders schön gelingen die Rezitative, die zum Teil ungewöhnlich instrumentiert sind und nicht einmal einen Anschein von Routine hören lassen. [...]
Hye-Sung Na als trotz Demütigung um ihre Liebe kämpfende Prinzessin und der sehr sauber singende Tenor Daniel Johannsen als im Liebesdurcheinander fast versinkende Spartanerführer komplettieren ein fabelhaftes Ensemble. ...«

Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 28. 11. 2011: »... Außergewöhnlich ist der österreichische Tenor Daniel Johannsen als Santippo. Die Rolle in der Scarlatti-Oper wächst im Laufe des Abends, und so hat man immer mehr von seinem Gesang, je weiter das Stück fortschreitet. Sein Ton ist kraftvoll, aber leicht, die Höhe mühelos, aber auch das mittlere und tiefe Register sind perfekt und tonschön. Dieser Sänger ist ein ganz Großer. ...«

Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen vom 28. 11. 2011: »... Daniel Johannsen glänzt als Santippo mit vielen Tenor-Registern ...«

Hans-Klaus Jungheinrich in der Frankfurter Rundschau vom 28. 11. 2011: »... Daniel Johannsen konnte als Santippo mit angenehmer Tenorstimme aufwarten. ...«

Thomas Molke auf www.omm.de über die Vorstellung vom 23. 12. 2011: »... Daniel Johannsen gestaltet den Spartaner Santippo mit einem in den Höhen stets sicheren Tenor und überzeugt durch eine klare Diktion und glaubhafte Darstellung. ...«

Udo Pacolt auf www.der-neue-merker.eu über die Vorstellung vom 2. 2. 2012: »... Mit einer kraftvollen, lyrischen Stimme wartete der österreichische Tenor Daniel Johannsen als Santippo aus Sparta auf, der mit seiner starken Bühnenpräsenz die Fäden im Stück geschickt zog. ...«

Friedeon Rosén auf www.der-neue-merker.eu über die Vorstellung vom 2. 2. 2012: »... Den Santippo singt Daniel Johannsen mit sehr klangreichem, jugendlich frischem Tenor. ...«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Paulus, op. 36 — Konzert gemeinsam mit dem Basilika-Chor Waldsassen, dem Chor Rastislav Blansko und dem Festivalorchester Waldsassen (Ltg.: Andreas Sagstetter) am 6. 11. 2011 in der Stiftsbasilika Waldsassen (D)

Michael Thumser in der Frankenpost vom 9. 11. 2011: »... zuallererst Daniel Johannsen mit seinem fabelhaft sitzenden Tenor. Akkurat führt er ihn und verleiht ihm weit tragende Festigkeit; dabei verliert er keine Silbe des Textes, kein Wort in seiner Bedeutung. Als Erzähler und ebenso in seinen reflektierenden Momenten verleiht diese Stimme, biegsam und straff, der Aufführung das Rückgrat ...«

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Liederabend (ausgewählte Werke von Franz Schubert) mit dem Pianisten Thomas Schubert am 15. 10. 2011 im Krafft-Areal in Schopfheim (D)

Karin Steinebrunner in der Badischen Zeitung vom 18. 10. 2011: »... Der österreichische Tenor Daniel Johannsen kann nicht nur treuherzig, glücklich oder verschmitzt schauen — er kann auch so singen. Lieder Franz Schuberts nach Gedichten aus dem Freundeskreis und von Zeitgenossen standen auf seinem Programm im Krafft-Areal in Schopfheim-Fahrnau, und Johannsen machte die in diesen Liedern schlummernden Gefühle auf eine durch und durch faszinierende Art und Weise hörbar.
Nur wenige dieser Lieder bekommt der Konzertbesucher des öfteren zu hören, wie etwa ›Die Forelle‹ oder ›An die Musik‹. Um so genußvoller konnte sich das Publikum an diesem Abend mit allen Sinnen diesen Liedern hingeben, konnte die Texte mitverfolgen, deren jede Silbe Johannsen zu einem Erlebnis machte, indem er sie so deutlich artikulierte, sie so präzise nach ihrem Gewicht innerhalb des Ganzen platzierte, als gäbe es sie nur genau da und sonst nirgendwo auf der Welt. Und so verwundert es auch nicht, daß der Sänger ein Melodram mit dem Titel ›Abschied von der Erde‹ in sein Programm aufgenommen hatte. [...]
Franz Schuberts vielgerühmten ›Ton‹, seine Art, einem Text seine spezifische Atmosphäre abzulauschen und das ganze Lied mit dieser sozusagen zu infizieren, eine Begleitung zu ersinnen, die, im Duktus durch das ganze Stück durchgehalten, diese Atmosphäre absolut setzt und damit der Singstimme die Freiheit zu geben, jeden kleinsten Hauch, jede aufkeimende Emotion darauf zu betten, realisierte Thomas Schubert so großartig, daß die Zuhörer genau das gleiche wohlige Grinsen beschlich — zumindest innerlich. Äußerlich zeigte sich dies durch begeisterte Bravorufe für die beiden Künstler schon nach der ersten Hälfte und erst recht am Ende des Konzertes.«

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J. S. Bach, h-moll-Messe, BWV 232 — Konzerte gemeinsam mit dem Dresdner Kammerchor und dem Dresdner Barockorchester (Ltg.: Hans-Christoph Rademann) im Rahmen der Bachwoche Ansbach am 6. und 7. 8. 2011 in der St.-Gumbertus-Kirche in Ansbach

Thomas Wirth in der Fränkischen Landeszeitung vom 8. 8. 2011: »... Daniel Johannsen meistert den Tenorpart mit markiger Eloquenz. ...«

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J. Haydn, Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae, Hob. XXII:5 — Konzerte gemeinsam mit dem Arnold Schoenberg Chor und dem Concentus Musicus Wien (Ltg.: Nikolaus Harnoncourt) am 9. und 10. 7. 2011 im Rahmen der Styriarte in der Pfarrkirche Stainz

Ernst Naredi-Rainer in der Kleinen Zeitung vom 11. 7. 2011: »... Der helle Tenor von Daniel Johannsen fand in ›Et incarnatus est‹ zu ganz intimer Ausdruckskraft. ...«

Heidemarie Klabacher auf www.drehpunktkultur.at: »... Wenn schon beim ›Benedictus‹ von Haydn als Evangelist und Harnoncourt als Exeget die Rede war, gilt das auch für das ›Et incarnatus est‹ im Credo, eine Tenor-Arie, in die Daniel Johannsen sprichwörtlichen tenoralen Schmelz legte (getragen von den sanft gedämpften Geigen). Dieser Abschnitt scheint im ›homo factus est‹ alle Schmerzen dieser Menschwerdung vorwegzunehmen. Daniel Johannsen ist es gelungen, mit diesem einen fast aggressiven Aufschrei einen dramatischen Kontrast zu seinen samtigen timbrereichen Kantilenen zu erzielen. ...«

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Chor-Orchester-Konzert mit Werken von J. S. Bach (Magnificiat, BWV 243) und G. Fr. Händel, gemeinsam mit dem Wiener Singverein und der Capella Leopoldina (Ltg.: Johannes Prinz) am 19. 6. 2011 im Großen Saal der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Die Presse vom 16. 6. 2011: »... Höhepunkte: der sanft fließende Sopran von Cornelia Horak mit delikater Oboe-d’amore-Begleitung und Daniel Johannsens Sechzehntelgirlanden über gezackten Figuren der Violinen. ...«

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Chor-Orchester-Konzert mit Werken von J. D. Zelenka, J. A. Hasse und J. S. Bach (Kantaten Nos. 1, 6 und 48), gemeinsam mit dem Dresdner Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin (Ltg.: Hans-Christoph Rademann) im Rahmen des Bachfests Leipzig am 14. 6. 2011 in der Leipziger Nikolaikirche

Benedikt Leßmann in der Leipziger Volkszeitung vom 16. 6. 2011: »... Tenor Daniel Johannsen nimmt auf dem Fundament einer kernigen Mittellage seine Höhen mit Leichtigkeit und Freiheit; sprechend und gestaltungsfreudig ist seine Diktion. ...«

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Die arabische Prinzession oder: Das wiedergeschenkte Leben (Jamil) — Première einer Kinderoper nach Werken von Juan Crisóstomo de Arriaga an der Oper Leipzig am 20. 5. 2011

Benedikt Leßmann in der Leipziger Volkszeitung vom 24. 5. 2011: »... Die Leichtigkeit und das sanfte, klassische Pathos fügen sich perfekt mit dem arabischen Märchen zusammen, auf dem die Geschichte basiert. Das Gewandhausorchester unter Andreas Schüller spielt Arriagas erstaunliche Stücke glänzend. Auch die Gesangsleistungen sind überzeugend. Der Kinderchor der Oper, verstärkt um Schüler der Freien Grundschule ›Clara Schumann‹ und präpariert von Sophie Bauer, singt tipptopp. Ebenso die ›Eltern‹: Paula Rummel gibt eine tadellose Amirah, Daniel Johannsen einen herrlichen klaren Jamil. Lobenswert sind auch die zum großen Teil aus dem Jugendchor der Oper besetzten Nebenrollen.
Das Bühnenbild von Marouscha Levy ist märchenhaft und bunt, von Jahrmarkt bis zu Riesen-Quietscheentchen gibt es viel zu sehen. Nicht zuletzt ist es auch eine späte Antwort auf Loriots Klage ›Früher war mehr Lametta‹. Lotte de Beer hat das Stück blitzgescheit und humorvoll inszeniert und setzt sich kindgerecht mit dem Thema des innerfamiliären Streits auseinander. Die Pointen bringen auch die Erwachsenen im (nicht gerade zahlreich erschienenen) Premierenpublikum oft zum Lachen. ...«

Steffen Kühn auf www.leipzig-almanach.de: »... Paula Rummel als Amirah singt und agiert vortrefflich in diesem bunten Spiel, Daniel Johannsen zaubert aus dem einfachen Fischer Jamil die Charakterrolle des unverstandenen
Ehemannes. Andreas Schüller und das Gewandhausorchester lassen sich mit Verve auf die Musik Arriagas ein — diese hohe Qualität ist wichtig bei der eher illustrierenden Partitur des auch als spanischen Mozart bezeichneten 1826 mit nur 19 Jahren verstorbenen Arriaga. ...«

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Cl. Monteverdi, Vespro della Beata Vergine da concerto composta sopra canti firmi, SV 206 (Tenor I) — Konzert gemeinsam mit dem Chorus sine nomine und dem Ensemble Prisma (Ltg.: Johannes Hiemetsberger) am 14. 5. 2011 in der Philharmonie Luxembourg

Johannes Schmidt im Luxemburger Wort vom 16. 5. 2011: »... Hiemetsberger schien indes mehr an der Modernität der Marienvesper gelegen zu sein, die sich besonders in den Concerti äußert. Da hatte er vor allem in dem Tenor Daniel Johannsen einen überzeugenden Anwalt. Mit viel Verve und stimmlichem Schmelz macht dieser das erste Concerto ›Nigra sum‹ zu einer hochsinnlichen Opernszene, sehr klang- und stilvoll unterstützt von einem der drei Lautenisten. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzert gemeinsam mit dem Linzer Jeunessechor und dem Ensemble Sonare Linz (Ltg.: Wolfgang Mayrhofer) am 10. 4. 2011 in der Minoritenkirche Linz

Christine Grubauer im Neuen Volksblatt vom 12. 4. 2011: »... Ein wahrer Glücksgriff war der alles überstrahlende, dramatisch agierende Tenor Daniel Johannsen, der nicht nur die Rezitative, sondern auch die Arien zum Erlebnis werden ließ. Ihm zur Seite als tragende Stimme stand Klemens Sander (Bariton) als Jesus sowie der wendig agierende Bariton Matthias Helm für die Arien und in den Rollen von Pilatus und Petrus. Sowohl die Sopranistin Elisabeth Wimmer als auch Altistin Gerda Lischka kamen aus der Talenteschmiede des Linzer Musikgymnasiums in der Stifterstraße — sie konnten mit der renommierten internationalen Solisten-Besetzung nicht nur mithalten, sondern gestalteten ihre Arien mit klangschöner Sorgfalt und in beeindruckender Innigkeit aus. Die lange Stille am Ende legte Zeugnis ab von der Ergriffenheit des Publikums.«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Elias, op. 70 — Konzert mit dem Chorus sine nomine und dem Wiener Concert-Verein (Ltg.: Johannes Hiemetsberger) am 3. 4. 2011 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Ingrid Gerk auf www.der-neue-merker.eu: »... Der Tenor Daniel Johannsen bestach durch große stimmliche Klarheit und ausgezeichnete Textverständlichkeit, was in dieser Partie sehr wichtig ist. Er verfügt über eine besonders gute Technik. Mühelos ›erklimmt‹ er alle Höhen, die sich dann in besonderer Schönheit entfalten. Schnörkellos, klar und klangschön bis ins kleinste Detail und mit beseeltem Ausdruck gestaltete er den Tenorpart, ein idealer Oratoriensänger. ...«

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Kammerkonzert mit Vokal- und Instrumentalwerken von J. S. Bach, G. Fr. Händel und G. Ph. Telemann (u. a. Kantaten aus der Sammlung Der Harmonische Gottes-Dienst) am 6. 2. 2011 im Gesellschaftshaus Magdeburg, gemeinsam mit dem Ensemble Le Concert Lorrain.

Liane Bornholdt in der Volksstimme vom 8. 2. 2011: »... Nach Magdeburg aber kam der Tenor Daniel Johannsen, und er sang die außerordentlich virtuosen Arien des Konzertes – außer den Telemann-Kantaten erklangen noch drei Werke aus Georg Friedrich Händels ›Neun Deutschen Arien‹ HWV 202—210 – wunderschön.
Hinreißend die leichtgängigen Koloraturen, klangschön das helle Timbre und ausdrucksstark, dynamisch und mit vorzüglicher Textverständlichkeit der Gesang. Eindrucksvoll auch, wie lebendig der Sänger das lange Recitativo der Eingangskantate gestaltete. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248 (Teile I–III; Evangelist und Arie) — Konzert mit dem Bachchor und -orchester Würzburg (Ltg.: Christian Kabitz) am 27. 11. 2010 in der St.-Johannis-Kirche in Würzburg

Frank Kupke in der Main-Post vom 29. 11. 2010: »... Dank des strahlenden und kultiviert singenden Tenors Daniel Johannsen gewann das biblische Geschehen neue Aktualität. Johannsen gestaltete den Evangelisten sagenhaft plastisch. ...«

Fränkische Nachrichten vom 30. 11. 2010: »... der überaus geschmeidige, hellwach und mit lyrischer Beredsamkeit agierende Tenor Daniel Johannsen ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Münchener Bach-Chor und dem Bach Collegium München (Ltg.: Hansjörg Albrecht) am 18. 10. 2010 in der Münchner Philharmonie im Gasteig

Thomas Willmann im Münchner Merkur vom 20. 10. 2010: »... Die Vorteile einer kleinen Besetzung ohne Trägheitsmoment in der impulsstarken Rhythhmik wurden gleich in den eröffnenden Tenor-Nummern (Daniel Johannsen) offensichtlich: Wie viel Trost doch wirklich in ein paar Achtelnoten liegen kann! Wie erdbewegend die Berg-und-Tal-Fahrt einer Stimme, wenn jeder Zacken so scharf gemeißelt ist. ...«

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Chor-Orchester-Konzert mit Werken von L. van Beethoven (Christus am Ölberge, op. 85) und J. Haydn (Missa in Angustiis, Hob. XXII:11), gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) im Rahmen des Beethovenfestes Bonn am 1. 10. 2010 in der Beethovenhalle Bonn

Ulrich Bumann im Bonner General-Anzeiger vom 3. 10. 2010: »... Im Ganzen wirkt das ungemein fesselnd, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Dirigent im Orchester der KlangVerwaltung, der Chorgemeinschaft Neubeuern und auch im rundum beglückend singenden Solisten-Quartett (Miriam Meyer, Franziska Gottwald, Daniel Johannsen und Yorck Felix Speer) musikalische Mitstreiter hat, die oft seit Jahren seinen bedingungslosen Weg der musikalischen Intensität mitgehen. [...] Den Christus-Part hat Beethoven einem Tenor überantwortet, Daniel Johannsen hatte dafür den richtigen, hellen Evangelisten-Ton. ...«

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Liederabend mit Werken von Johannes Brahms, Gustav Jenner, Alexander Zemlinsky und Robert Schumann (»Dichterliebe«, op. 48) zur Eröffnung des Internationalen Brahmsfests Mürzzuschlag, gemeinsam mit dem Pianisten Walter Bass am 8. 9. 2010 im Kunsthaus Mürzzuschlag

Herbert Tomaschek in der Kleinen Zeitung vom 10. 9. 2010: »... Johannsen gestaltete eine beeindruckende Darbietung von Schumanns ›Dichterliebe‹, wobei auch die Ironie des Komponisten und des Textdichters Heine nicht zu kurz kam. Klavierbegleiter Walter Bass gefiel durch prägnante Akzentuierung. Im umfangreichen Programm mit insgesamt 33 Stücken gefielen neben Schumann vor allem Zemlinskys ausdrucksstarke Lieder.«

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Liederabend (Robert Schumann: Liederkreis, op. 24 · Hugo Wolf: Ausgewählte Mörike-Vertonungen · Franz Salmhofer: Heiteres Herbarium) im Rahmen des Carinthischen Sommers, gemeinsam mit dem Pianisten Simon Bucher am 10. 8. 2010 im Barocksaal von Stift Ossiach

Andrea Hein in der Kronen Zeitung vom 12. 8. 2010: »Tenorgenuß für Carinthischen Sommer mit Daniel Johannsen [...]
In der Ossiacher Stiftskirche begeistert er als Erzengel Gabriel schon seit dem ersten Carinthischen Sommertag in Jyrki Linjamas Oper ›Die Geburt des Täufers‹ durch seine stimmlich wie mimisch lebendige Rollengestaltung. Im Barocksaal erwies er sich Dienstag als hinreißender Liedinterpret: Daniel Johannsen, 32, Tenor mit außergewöhnlichem Potenzial.
Wie locker und klar er Höhen erklimmt, wie fein und mühelos er nuanciert und phrasiert, ist mehr als hörenswert. Ob er sich dabei wie vorgestern auf Robert Schumanns Liederkreis op. 24 nach Heine einläßt oder auf fünf ausgewählte Mörike-Vertonungen Hugo Wolfs — was er singt, gelingt! Hatte man jedenfalls den Eindruck, noch bevor diese große Tenorbegabung aus Wien das ›Heitere Herbarium‹ von Franz Salmhofer (nach Waggerl) in Angriff nahm: Pianistisch wieder vom ausgezeichneten Simon Bucher begleitet, machte er seinen Zuhörern mit stimmlicher Bravour, Humor und Spielfreude Klappertopf, Läusekraut und Zittergras akustisch schmackhaft. Großer Jubel und Zugaben. ...«

Helmut Christian in der Kleinen Zeitung vom 12. 8. 2010: »Vom Läusekraut zur hohen Legatokultur
Liederabend mit Daniel Johannsen beim CS.
OSSIACH. ›Das Läusekraut ist so verlaust, daß nur ihm selbst nicht vor ihm graust.‹ Aber nicht nur dieses Kraut, sondern insgesamt 23, von Taubnessel, Nießwurz bis zur Distel, werden im von Franz Salmhofer vertonten ›Heiteren Herbarium‹ nach Gedichten von Karl Heinrich Waggerl humorvoll beschrieben. Der 32-jährige Tenor Daniel Johannsen, als Erzengel Gabriel auch in der Kirchenoper ›Die Geburt des Täufers‹ zu erleben, wußte in diesem Zyklus mit gestalterischer Komik das Publikum zum Lachen zu animieren.
Der gebürtige Wiener bewies mit seinem wunderbar lyrischen Tenor im Barocksaal des Ossiacher Stiftes aber auch im ›ernsten Bereich‹ seine hochstehenden Qualitäten: Mit exemplarischer Wortdeutlichkeit, großer Gestaltungskraft, feinsten Schattierungen, kultivierter Legatokultur und Phrasierung berührte und begeisterte er bei Robert Schumanns ›Liederkreis‹ op. 24 nach Gedichten von Heinrich Heine wie auch bei Hugo-Wolf-Liedern nach Gedichten von Eduard Mörike. Dabei wurde Johannsen vom Schweizer Pianisten Simon Bucher einfühlsam und nur selten zu laut begleitet.«

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Jyrki Linjama, Die Geburt des Täufers (Gabriel) — Kirchenopern-Uraufführung zur Eröffnung des Carinthischen Sommers am 8. 7. 2010 in Stiftskirche Ossiach (Musikalische Leitung: Claudius Traunfellner, Regie: Yoshi Oida)

Andrea Hein in der Kronen Zeitung vom 10. 7. 2010: »... Mitglieder der Wiener Kammerphilharmonie meistern unter Claudius Traunfellner diese gar nicht leichte Geburt mit Engagement und Konzentration. Sehr gut gewählt die Sänger: Ursula Langmayrs Sopran verleiht ›Maria‹, Susannah Haberfelds Mezzo ›Elisabeth‹ Stimme; beweglich (auch im Spiel) und tenoral bestechend klar ›Gabriel‹ Daniel Johannsen, tragend der Bariton von ›Zacharias‹ Daniel Schmutzhard. ...«

Helmut Christian in der Kleinen Zeitung vom 10. 7. 2010: »... Alle Rollen sind exzellent besetzt. [...] Daniel Johannsen singt den zwischen den Welten wandelnden Erzengel Gabriel mit hellem Tenor und sicheren Höhen. ...«

Bernhard Bayer im Standard vom 10./11. 7. 2010: »... Der Tenor Daniel Johannsen (Gabriel) verblüfft in allen Lagen mit großer Sicherheit. ...«

Maja Schlatte in der Neuen Kärntner Tageszeitung vom 10. 7. 2010: »... Die zentrale Rolle spielt dabei die Musik, und sie verdichtet sich nochmals in der Figur des Gabriel: ein Engel, ein Erzähler, ein schalkhafter Puck, eine PR-Abteilung der höheren Kräfte, die wir Gott nennen, ein Glücksbote, dem man auch nicht gleich glauben würde, wenn er den Lotto-Sechser brächte, perfekt verkörpert und gesungen von Daniel Johannsen. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und den Hofer Symphonikern unter der Leitung ihres Ehrendirigenten Enoch zu Guttenberg am 19. 6. 2010 in der St.-Michaelis-Kirche in Hof (Oberfranken)

Michael Thumser in der Frankenpost vom 21. 6. 2010: »... Matthäus, der Evangelist, postiert sich da, wo er in einem lutherischen Gotteshaus hingehört: Von der Kanzel in der Mitte des Mittelschiffs herab referiert der fabelhafte, hoch gestimmte, tragisch tiefe, sarkastisch eloquente Daniel Johannsen; unter ihm die spontan agierende Continuogruppe. Kein Theater führt Guttenberg auf, aber eine Raum-Inszenierung: Das Drama, für das Kirchenraum und Kirchenmusik zur Weltbühne werden, handelt von der Zerstörbarkeit und Erlösungsbedürftigkeit jedes Menschenlebens.
So formen, schöpfen, bildhauern Guttenbergs Hände szenische Details aus jedem Takt. In den Chorälen mit ihrer ungeheuren dynamischen und expressiven Vielfalt fassen die Neubeurer Gäste die Spannbreite jener Entwicklungsmöglichkeiten bündig zusammen. In den Turbae-Chören (den Gruppen- und Massenepisoden) steigern sie sich zu aufgeregter Lebhaftigkeit, ohne durcheinander zu laufen. Auch die reflektierenden Sätze arbeitet Guttenberg voller Zerklüftungen, Aufbrüche, Umschwünge aus. Außergewöhnlich, gar provokant mag mancher die Tempi finden — klüglich indes wählt der Dirigent sie durchweg. ...«

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J. S. Bach, Erwünschtes Freudenlicht, BWV 184 — Konzert mit dem Instrumentalensemble der Schola Seconda Pratica (Ltg.: Rudolf Lutz) am 21. 5. 2010 in der reformierten Kirche Trogen (CH)

Peter Surber im St. Galler Tagblatt vom 25. 5. 2010: »... Solist Daniel Johannsen malt gelassen die Idylle, ruft im zweiten Rezitativ den strahlenden ›Helden aus Juda‹ in Erinnerung und meistert auch die sehr instrumentale, textlich nicht ganz geglückte Arie mit stoischer Ruhe. ...«

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W. A. Mozart, Die Zauberflöte, KV 620 (Tamino) — Neuinszenierung im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, Vorstellung vom 9. 5. 2010

Jakobine Kempkens auf www.der-neue-merker.eu: »... Die 3 Damen (Sandra Moon, Sonja Leutwyler, Ann-Katrin Naidu) töten die Schlange noch im Rokokogewand mit Puder und Perücke.
Doch während der Prüfungen verwandeln sie sich mit Leder und schulterlangen Kostümen in fleischgewordene Versuchungen für den armen Tamino. Dieser wurde mit müheloser Leichtigkeit und strahlender Höhe von Daniel Johannsen, einem Gast aus Wien, gesungen. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit dem Münchener Bach-Chor und dem Bach Collegium München (Ltg.: Hansjörg Albrecht) am 2. 4. 2010 in der Münchner Philharmonie im Gasteig

Michael Stallknecht in der Süddeutschen Zeitung vom 6. 4. 2010: »... Der Dirigent, selbst am Cembalo, verschmilzt schon optisch zur Einheit mit dem dort postierten Evangelisten. Und findet in Daniel Johannsen eine großartige Stimme seiner selbst: Jedes Wort mit Bedeutung füllend, ist Johannsen – wie einst an gleicher Stelle Peter Schreier – der seltene Fall eines Tenors, bei dem Leichtigkeit nicht mangelnde Kraft, sondern wirklich Timbre ist. Der noch junge Sänger verfügt nicht nur über den Mut zu jedem Ausdruck, sondern auch stimmlich über eine Dramatik, die Arioses einzulösen und Rezitative bis zu lastender Schwere zu steigern vermag. ...«

Barbara Angerer-Winterstetter im Donaukurier vom 6. 4. 2010: »... Allen voran singt Daniel Johannsen als Evangelist sein letztes Herzblut aus sich heraus. Gebannt ist man von dieser Textausdeutung, von dieser höhensicheren Stimme und dieser Ausstrahlung. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 20. 3. 2010 in der St.-Marien-Kirche in Gengenbach (D)

Gertrude Siefke in der Badischen Zeitung vom 22. 3. 2010:
»Ergriffenheit und Ausdruckstiefe. Enoch zu Guttenberg dirigiert eine große Matthäus-Passion. [...]
Orchester, Chor und Solisten wurden dem hohen Anspruch gerecht, allen voran der Österreicher Daniel Johannsen als Rezitator und Evangelist, der einen bravourösen Part absolvierte: Da stimmte alles. In der Höhe (und die ist beachtlich) klar und rein, in den tieferen Passagen wohlig rund, deutlich in der Aussprache – und geradezu beseelt wirkend von der Aussagekraft der Bibelworte. ...«

Gottfried Wiedemer in der Mittelbadischen Presse vom 22. 3. 2010: »... Ein idealer Evangelist war Daniel Johannsen, ganz auf Guttenbergs Linie plastischer Textgestaltung. Dramatische Steigerungen und frommes Innehalten machten seine ›Erzählung‹ glaubwürdig. ...«

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Franz Schubert, Winterreise, op. 89, D 911 — Liederabend mit der Pianistin Elena Larina am 9. 2. 2010 im Treffpunkt Storck in Halle (Westfalen)

Detlef Hans Serowy im Haller Kreisblatt vom 11. 2. 2010: »Alle Stadien der Verzweiflung
Großartige Interpretation der ›Winterreise‹ von Franz Schubert im Rahmen der Bach-Tage. [...]
Daniel Johannsen beeindruckte durch seine unerhörte Präsenz, seinen nuancenreichen Gesang und seine schauspielerischen Qualitäten. [...] Der 32-Jährige sang ohne falsches Pathos, stellte das Werk in den Vordergrund und war immer dann am überzeugendsten, wenn er als lyrisches Ich mit der Verzweiflung rang. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzert mit dem Bachchor Halle und dem Ensemble Aperto (Ltg.: Martin Rieker) am 5. 2. 2010 in der St.-Johannis-Kirche in Halle (Westfalen)

Klaudia Genuit-Thiessen im Westfalen-Blatt vom 8. 2. 2010: »Atemberaubend schöne Musik. [...]
Das ist Musik für die Seele! Erst lange Momente nach dem letzten Ton bricht der heftiger Beifall in St. Johannis los. Dann feiern die 450 Zuhörer Solisten, Bachchor und Ensemble Aperto. Bachs Johannes-Passion ist ein grandioser Auftakt zu den 47. Haller Bach-Tagen. [...] Hinreißende Stimme, Artikulation und Modulationsfähigkeit von Daniel Johannsen. Der junge Tenor, der schon mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt zusammenarbeitet, übernimmt die langen Partien des Evangelisten und zu Herzen gehende Arien. Ob Koloraturen oder schnörkellos-klare Passagen – bemerkenswert gut verständlich läßt seine schöne Stimme den langen Bericht des Evangelisten durchs Kirchenschiff schweben, atemberaubend präsent. Vielleicht liegt Halle für ihn am Wegesrand zu einer wirklich großen Karriere. ...«

Christiane Gerner im Haller Kreisblatt vom 8. 2. 2010: »... Das unglaublichste Glück war die Präsenz von Tenor Daniel Johannsen, der quasi die gesamte Handlung als Evangelist beherzt und in höchster Verantwortung in seine Stimme nahm. [...] Es wäre noch so vieles erwähnenswert, doch eines ist sicher: Wie Johannsen den Evangelisten neu erfand, ihm allen Talmi-Glanz weggesungen hat, das war unbeschreiblich. Der nicht enden wollende Applaus und die ›Standing Ovations‹ waren nicht einfach freundlich, sondern ein zutiefst gewollter Dank aller Zuhörer im Kirchenschiff.«

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J. S. Bach, h-moll-Messe, BWV 232 — Konzert mit dem Ensemble vocal de Luxembourg und dem Barockorchester Le Concert Lorrain (Ltg.: Ralf Otto) am 10. 1. 2010 in der Pfarrkirche von Lintgen (Luxemburg)

André Link im Luxemburger Wort vom 12. 1. 2010: »... Ein weiterer Johannsen mit Vornamen Daniel gestaltete einen berückenden Tenorpart mit kristallklarer Diktion, geschmeidigen Modulationen und gezielten dramatischen Akzenten. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248 (Teile I–III und VI; Evangelist und Arien) — Konzertserie mit dem Philharmonischen Chor Prag und dem Israel Philharmonic Orchestra (Ltg.: Peter Schreier) im Dezember 2009 in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem

Hagai Hitron in der Tageszeitung Ha’aretz vom 5. 12. 2009 (Übersetzung aus dem Englischen von D. J.): »... Den Höhepunkt der Produktion bildeten die Solisten, und hier sprechen wir hauptsächlich von den beiden Herren: dem Tenor Daniel Johannsen als Evangelist – mit einer klangvollen, lyrischen Stimme und der Fähigkeit, jede Nuance darzustellen – und dem Baß Andreas Scheibner, nicht weniger eindrucksvoll. Ich bezweifle, ob gewisse Solisten, deren Namen von vielen renommierten Originalklang-Aufnahmen bekannt sind, dermaßen überzeugend gewesen wären in einem so großen Saal wie dem Mann Auditorium. ...«

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J. S. Bach, Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig, BWV 26 — Konzert mit dem Vokal- und Instrumentalensemble der Schola Seconda Pratica (Ltg.: Rudolf Lutz) am 20. 11. 2009 in der reformierten Kirche Trogen (CH)

Charles Uzor im St. Galler Tagblatt vom 23. 11. 2009: »... Daniel Johannsen, umrankt von Flöte (Claire Genewein) und Violine (Renate Steinmann), bietet in der horrend schwierigen Tenorarie mit langen Ausschmückungen, die gleichsam den Atem anhalten, eine musikalische Pracht und trifft Bachs Ausdruck der Freude. Rudolf Lutz geht diese Musik elegant, schlicht und mit Sorgfalt an. Sein Klang ist obertonreich, präzis und durchströmt von Seele. ...«

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G. Fr. Händel, Judas Maccabaeus, HWV 63 — Konzert mit dem Canticum Novum und dem Norddeutschen Barockorchester (Leitung: Michael Schmutte) am 15. 11. 2009 in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster (Westfalen)

Elmar Schilling in den Westfälischen Nachrichten vom 17. 11. 2009: »... Daniel Johannsen war es zu verdanken, daß die Titelpartie des Judas mit einem ungewöhnlich wohlklingenden Tenor veredelt wurde, der gerade in den Höhen aufblühte, in denen für andere Sänger die Luft dünn wird. ...«

Christoph Broermann in der Münsterschen Zeitung vom 17. 11. 2009: »... Daniel Johannsen sang die Titelfigur mit elegantem, präzisem Tenor voller Schattierungen. An seiner Gottesfurcht ließ er ebenso keinen Zweifel wie an seiner Kampfbereitschaft. ...«

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J. Haydn, Die Jahreszeiten, Hob. XXI:3 — Konzert mit der Wiener Singakademie und dem RSO Wien unter seinem Chefdirigenten Bertrand de Billy am 6. 11. 2009 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Wilhelm Sinkovicz in der Presse vom 9. 11. 2009: »... Mit Daniel Johannsen betritt ein junger österreichischer Tenor das Oratorienparkett, der als feinsinnig deklamierender Interpret wohl bald Weltkarriere machen wird: Ob fahle Augenblicke existenzieller Bangigkeit oder saftige Lebensfreude, Johannsen vermag seiner klar und sauber geführten Stimme jegliche nötige Farbe abzugewinnen, um das Konzertpodium zur imaginären Bühne zu machen. ...«

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J. Haydn: Missa in angustiis, Hob. XXII:11 — Konzerte mit der Wiener Hofmusikkapelle (Wiener Philharmoniker, Wiener Sängerknaben, Herren des Wiener Staatsopernchores) unter der Leitung von Sir Neville Marriner am 24. und 25. 10. 2009 im Großen Saal der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Daniel Wagner in der Wiener Zeitung vom 27. 10. 2009: »... Einen guten Teil des Erfolges bewirkten die perfekt gewählten Solisten: Carolyn Sampsons Sopran brachte das ›Gloria‹ zum Leuchten, unterbrochen vom markdurchdringenden ›Qui tollis‹, interpretiert von Publikumsliebling Florian Boesch. Mit der aus der Staatsoper bekannten Altistin Roxana Constantinescu und dem Wiener Nachwuchstenor Daniel Johannsen standen ihnen zwei wohlklingende Begleiter zur Seite. ...«

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Ernst Ludwig Leitner, Die Sennenpuppe (Junge) — Wiederaufnahme der Oper am 21. 10. 2009 im Großen Studio der Universität Mozarteum Salzburg

Gottfried Franz Kasparek auf www.drehpunktkultur.at: »... Schön, daß die Menschen auf der Bühne ihre Gefühle singend ausdrücken dürfen, lyrisch, verzweifelt, arios, auch im Schreien in den Fluß der Musik eingebunden. [...] Ursula Langmayr ist die glaubwürdig agierende Puppe, eine auch gesanglich geerdete böse Fee mit blondem Sex-Appeal. Die mit profunden Stimmen ausgestatteten Baritone Matthias Helm (Hirte) und Günter Haumer (Bauer) sowie der hell timbrierte, fabelhaft akzentuierende Tenor Daniel Johannsen (Junge) schaffen markante Typen wie in einem Drama von Karl Schönherr.«

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Tenore & Traverso — Eine CD mit Arien für Tenor (Daniel Johannsen), Traversflöte (Annie Laflamme) und Basso continuo (Lúcia Krommer, Violoncello; Matthias Krampe, Orgel und Cembalo) aus J. S. Bachs Kantaten und Oratorien sowie mit ausgewählter Instrumentalmusik. Erschienen bei Coviello Classics (COV 20909).

Renate Wagner auf www.der-neue-merker.eu (September 2009): »Für Freunde Alter Musik brechen nun, so scheint es, die goldenen Zeiten an. Lag früher das Schwergewicht der Musikproduktion ausgesprochen bei Klassik und Romantik und nahm Alte Musik nur ein schmales Segment ein, so dreht sich das Interesse der Künstler, Produzenten und wohl auch des Publikums nun um. Und das gewaltig. Man bringt nicht nur die ewig gleichen, bekannten Werke heraus, sondern interessiert sich für ausgesprochene Spezialitäten, die von liebenden Fachleuten sorglich ans Licht geholt werden — wie im Fall dieser CD für die Arien, die Johann Sebastian Bach für Tenor, Traversflöte und Basso Continuo geschaffen hat. Wobei die ›Jubelkraft‹ des Tenors auch in dem besonders vorzüglichen Beiheft dieser CD erklärt wird: ›Nicht von ungefähr fallen der hohen Männerstimme ob ihrer Helligkeit und Strahlkraft seit jeher oft gerade jene Topoi zu, die mit Licht, Glanz und überirdischer, ‘sphärischer’ Kraft im Zusammenhang stehen.‹
›Leuchten‹ ist das Wort, das man im Zusammenhang mit dem Tenor Daniel Johannsen verwenden möchte, der mit erst knapp über 30 schon in der vorderen Reihe von Interpreten Alter Musik steht, was sicherlich auch mit einer profunden diesbezüglichen Ausbildung von frühester Jugend an zusammen hängt. Über Orgel und Chorgesang führte sein Weg zum Sologesang mit Schwerpunkt Barockmusik (wobei sein übriges Spektrum von Schubert bis zur Operette und weiter bis zur Moderne, also das ›volle Programm‹, reicht). Johannsen singt die zehn auf der CD enthaltenen Arien mit so sauber und klar geführter Stimme, daß es ein Vergnügen ist. Dabei erzielt er nicht nur besondere Wortdeutlichkeit, sondern besticht auch durch seine Stimmquälität. Das helle, elastische Strahlen seines Tenors weist ihn als ideale Bach-Stimme im Schreier-Stil aus, wenn er auch nicht so unverkennbar durchdringend ist wie dieser, sondern von angenehm männlicher Färbung in der Mittellage.
Bei zehn Arien, die doch auch verschiedene Stimmungen nachzeichnen, ist es wichtig, nicht alles in dem gleichen sozusagen ›frisch-fröhlichen‹ Bach-Ton der himmelstürmenden Tenor-Freude zu singen, sondern die Möglichkeiten der Differenzierung auszukosten. Daniel Johannsen tut es in Stücken, die teils zeigen – wie er selbst im Beiheft schreibt – ›welch dramatisches Geschick der Thomaskantor auch für die Oper gehabt hätte‹ (wobei er der Stimme Virtuoses an Sprüngen abfordert), die teils die ausgefeilte Koloraturtechnik fordern, teils auch tiefe Schwermut verkünden. Dabei fällt auf, dass auch die als kühler eingeschätzten Protestanten gelegentlich durchaus zu schwerer Selbstanklage neigten, die sich musikalisch ausdrückt.
Bach schrieb für die begleitende Traversflöte, mit der sich Annie Laflamme (auf einem Instrument von 1750) dem Tenor von Daniel Johannsen geradezu bewundernswert anschmiegt, auch einige Solowerke, vor allem die Sonate e-Moll für Flöte und Basso continuo, die hier inmitten der Arien ruht. Das Perlen der Flöte stimmt sich gänzlich auf die jeweilige Stimmung der Stücke ein – hier spürt man, dass man es mit Künstlern zu tun hat, die ihre Interpretationen wirklich genau gedacht erarbeiten. Zusätzlich Lúcia Krommer am Cello, Matthias Krampe an Orgel und Cembalo – diese wenigen Musiker erzeugen für dieses schmale Angebot von Instrumenten den vollen Bach-Klang, der die teils anregende, aber auch teils besänftigende Wirkung erzeugt, die Bach zum großen ›Säuberer‹ macht, im Gehirn des Zuhörenden nämlich, der sich – so er ein Freund der Alten Musik ist – mit Musik dieser Art wirklich in himmlische Gefilde hinüberholen läßt.«

Franz Szabo auf http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik168.html: »Der österreichische Tenor Daniel Johannsen und die kanadische Querflötistin Annie Laflamme musizieren die tragenden Partien in dieser berührend schönen, neuen CD mit Arien für Tenor und Traversflöte. Wie Johannsen in der Einführung schreibt, ordnet Bach der Tenorstimme oft die Rolle des Heilsvermittlers zu. Dazu gehören Bewährung im Glauben und generelles Verhalten im Sinne der ›Nachfolge Christi‹. Auch die konzertierende Traversflöte wird mit einer besonderen Rolle betraut, denn als einziges Instrument bildet sie mit dem Spieler die Gestalt eines Kreuzes, symbolisiert also die Bereitschaft zum Martyrium.
Schlichtheit, Innigkeit, Hoffnung und Vertrauen sind also Glaubensinhalte, die durch die Kunst des Sängers und der Flötistin vermittelt werden müssen. Und hier gelingt den Künstlern eine überzeugend schöne und dennoch uneitle Interpretation von hohem Anspruch. Johannsen ist der ideale Oratoriensänger mit leuchtend klarer Stimme und präziser Diktion; federleicht gen Himmel schwebende Verzierungen – wie im strahlend barocken ›Laß, o Fürst der Cherubinen‹ – gelingen ihm genauso perfekt wie eindringliche Vertiefung in Schmerzens-Chromatik und Leid, besonders gut zu hören in ›Erschüttre dich nur nicht, verzagte Seele‹. Laflamme verschmilzt mit der Querflöte zur idealen einfühlsamen Partnerin, die eigene Solostimme kunstvoll formend oder die Tenorstimme engelsgleich unterstützend. In der e-Moll Sonate für Flöte und b.c., BWV 1034, darf sie, als hörtechnisch angenehm platzierte Zäsur zwischen den Arien, die Farben der Traversflöte mit denen der Cellistin Lúcia Krommer und von Matthias Krampe an Cembalo und Orgel verschmelzen lassen. Die beiden Künstler verleihen vor allem dem Continuopart der Arien die nötige Herzenswärme und ruhige Kraft des Glaubens. Meine Empfehlung wäre, auf gar keinen Fall bis Weihnachten zu warten, um diese prächtige CD anderen oder sich selbst zu schenken!«

Johann Trummer im Mitteilungsblatt der Neuen Bachgesellschaft e.V. (Winter 2009/10): »Um es vorwegzunehmen: eine wunderbare CD. Die Idee ging vom jungen Tenor Daniel Johannsen aus, der die Einführungstexte des vorzüglichen zweisprachigen (dt. und engl.) Booklets verfaßte und sich damit als ein Praxis und Reflexion zusammenführender hervorragender Musiker erweist. Der Preisträger vieler Wettbewerbe (Bach, Schumann, Mozart, Wigmore Hall) musiziert unter Nikolaus Harnoncourt, Jordi Savall, Peter Schreier, ist bei vielen Festivals Europas, u. a. in den großen Wiener Konzertsälen, in Nordamerika und Japan präsent. Mit der vorliegenden CD geht der vielseitige Lied-, Oratorien- und Opernsänger der Symbolik der Tenorstimme bei J. S. Bach in Kombination mit der Traversflöte nach, wofür er in Annie Laflamme eine ebenfalls ausdrucksstarke Solistin fand. Beide haben einen großen Teil ihrer Ausbildung in Wien erhalten.
Der Auslese von Arien sind die Flötensonate in e-Moll, BWV 1034, und aus dem 3. Teil der Klavierübung das Duetto in G-Dur, BWV 804, sowie die Fughetta über ›Allein Gott in der Höh sei Ehr‹, BWV 667, beigegeben, ebenso vorzüglich und lebendig musiziert.«

Carsten Fastner im Falter vom 24. 2. 2010: »Auf der Bühne besticht der junge österreichische Tenor Daniel Johannsen (geb. 1978) nicht zuletzt durch Finesse und Dezenz, und vornehme Zurückhaltung prägt auch sein Debütalbum. Gemeinsam mit der Querflötistin Annie Laflamme hat er zehn nur scheinbar unspektakuläre Arien J. S. Bachs für Tenorstimme mit konzertierender Traversflöte aufgenommen, nicht ohne die so ungewöhnliche wie reizvolle Programmwahl kompetent zu begründen. Dafür gibt’s den Pasticciopreis im Februar. ...«

Hier die Begründung der Ö1-Redaktion im Wortlaut der Radiosendung vom 25. 2. 2010: »Dieser Preis wird an in Österreich lebende Musikerinnen und Musiker verliehen, die mit hohem ideellen Einsatz interessante Musik veröffentlichen. Zu danken ist der Jury, die dieses Vorhaben unterstützt und ihre Fühler nach preiswürdigen Produktionen ausstreckt. Es sind dies Marie Therese Rudolph, Carsten Fastner, Hans Georg Nicklaus und Alfred Solder.
Wir empfehlen am letzten Donnerstag des Monats eine ausgesuchte Produktion. Meine Damen und Herren, das prämierte Projekt im Februar ist das Album ›Tenore & Traverso‹ mit Arien für Tenor, Traversflöte und Basso Continuo. [...] Auf diesem Album paßt einfach alles, es ist ein Kompendium von klug ausgesuchten Bach-Arien und, als wäre dies nicht genug, gibt es zum Drüberstreuen eine zielstrebige und fundierte Argumentation der Beweggründe für die Auswahl gerade dieser Arien im Booklet – und last, but certainly not least: eine leichtfüßige und wohlgestaltete Interpretation dieser Meisterwerke.«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Chor und Orchester der Musica Saeculorum (Ltg.: Philipp von Steinaecker) am 28. 8. 2009 im Brixener Dom

Barbara Fuchs in den Dolomiten vom 2. 9. 2009: »... Steinaecker ist einer jener Musiker, die sich nicht um Interpretationstraditionen kümmern, sondern den musikalischen Ausdruck aus der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Werk entstehen lassen. Das erst vor einem Jahr gegründete Ensemble, dem auch zwei Südtiroler angehören, ist dieser spontan expulsiven Interpretationsweise durchaus gewachsen und arbeitet bereits die ersten Takte der Symphonie holzschnittartig und mit kontrastreichem Tempo heraus. Spontaneität und Authentizität evozierten Gefühle zwischen Hoffnung, Aufbruchsstimmung, Verlangen, Sehnen, Mitleid, Verzweiflung bis zu jenem sich auftürmenden Amen, das einem wunsch- und begierdelosen Ruhepunkt gleichkommt. Der 13-köpfige Chor besticht dabei durch Präzision, Homogenität und Klangfülle, die sich auch im Wechsel mit den Solisten zu behaupten weiß. Mit jugendlichem Ungestüm setzt das Orchester effektvolle Akzente, die gelegentlich der ordnenden Hand des Dirigenten bedürfen. [...] Der junge Tenor Daniel Johannsen entfaltet von Beginn an (Arie Nr. 2 Tröstet, tröstet mein Volk) die ganze Bandbreite seiner farbig timbrierten Stimme und seiner beeindruckenden technischen Virtuosität. ...«

Jean-Luc Caron über die davon veröffentlichte ORF CD 3112 auf www.resmusica.com »... Das Label ORF Edition Alte Musik fügt der opulenten Diskographie nun eine Wiedergabe zu, die uns auf die höchsten Gipfel führt: eine Deutung, die Ohr und Gefühl zu ergreifen versteht. Philipp von Steinaecker ist ihr Meister. [...] Jedenfalls ist es ihm hier, mit diesem ›Messiah‹ voll Ausgewogenheit, Inbrunst, Feinzeichnung und Spiritualität, in unseren Augen ohne Einschränkung und Vorbehalt gelungen, den Hörer in den Zauber zu versetzen, den ein echtes und ewiges Meisterwerk schafft und vertieft. Die Qualitäten des glühenden Chors, die mitreißende Präsenz der Solisten und der Enthusiasmus der
Instrumentalisten machen diese Deutung zum Zenith interpretatorischer Erwartungen. [...] Es ist nicht nötig, weiter zu suchen, denn hier liegt uns ein erstklassiger ›Messiah‹ vor, der beim ersten und auch beim wiederholten Hören überwältigende Augenblicke garantiert.« (Übersetzung von Bernhard Drobig)

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W. A. Mozart, Die Entführung aus dem Serail, KV 384 (Pedrillo) — Première im Ludwigsburger Schloßtheater anläßlich der dortigen Festspiele am 27. 6. 2009

Clarissa Soder in der Bietigheimer Zeitung vom 29. 6. 2009: »Geglückte Entführung
Die fetten Jahre sind wieder da: Mozart opulent für die Schloßfestspiele in Szene gesetzt [...]
Ludwigsburg. Szenisch wie musikalisch wähnte man sich am Premierenabend von Mozarts ›Entführung aus dem Serail‹ gleichermaßen im Serail wie im Himmel. Dafür sorgte nicht allein das Bühnenbild mit seinen sich in barocker Manier auftürmenden Wolkenkulissen, sondern in viel größerem Maße die musikalische Umsetzung der Oper im Türkenkolorit, die von äußerster Finesse, Werkverständnis und mitreißendem Engagement aller Ausführenden gekennzeichnet war. [...] Denn zu der bemerkenswerten Ausstattung und der klugen Regieführung gesellt sich in dieser Inszenierung ein musikalischer Gestaltungswille, der seinesgleichen sucht und den Opernabend unvergeßlich macht. [...] Ganz im Gegensatz zu seinem Buffo-Pendant Pedrillo alias Daniel Johannsen, dessen wendige Stimmführung von ausgeprägtem Spielwillen akkompagniert wird. ...«

Dietholf Zerweck in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 29. 6. 2009: »... Die ganze Aufführung zielt auf die bedingungslose Wahrheit und Untrüglichkeit der Emotionen, wie sie in Mozarts Singspiel der ›Entführung‹ ungeheuer direkt zum Ausdruck kommen. Wenn Blonde ihrem Macho-Verehrer Osmin, der von Guido Jentjens ohne jede billige Komik dargestellt wird, in puncto weiblicher Emanzipation die Leviten liest, gibt es da doch auch eine Sehnsucht nach Zärtlichkeit, in der sich beide begegnen könnten. Schon eher der etwas hölzerne Belmonte (Bernhard Berchtold), der erst im Schlußakt zu jenem Liebenden wird, dessen Gefühle er vorher arienmäßig vor sich her trägt, und der handwerkliche Pedrillo (Daniel Johannsen) sind Komödienfiguren, deren sängerische Intensität sie freilich anderswo verortet. ...«

Jürgen Hartmann in der Stuttgarter Zeitung vom 29. 6. 2009: »... Daniel Johannsen und Chen Reiss, beide tadellos singend ...«

Armin Friedl in den Stuttgarter Nachrichten vom 30. 6. 2009: »... Etwa Daniel Johannsen als Pedrillo, der zunächst lange im Hintergrund bleibt, dann aber mit großem Einsatz die Befreiungsaktion einleitet. ...«

Hanns-Horst Bauer in der Südwestpresse vom 30. 6. 2009: »... Blondchen und Pedrillo waren mit Chen Reiss und Daniel Johannsen gut besetzt. ...«

Udo Klebes auf www.der-neue-merker.eu: »... Daniel Johannsen als aufgeweckt, spitzbübisch feiner, liebevoll und charmant gespielter Pedrillo mit hellem, klarem und die Spitzen des ›es sei gewagt‹ tonschön und linientreu durchziehendem Tenor. ...«

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IV. Abend des Zyklus »Bach-Kantaten« (künstlerische Leitung: Luca Pianca, Georg Nigl und Wolfgang Mitterer) am 11. 5. 2009 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

Gerhard Kramer in der Wiener Zeitung vom 13. 5. 2009: »... Am Montagabend ging der Bachkantaten-Zyklus im Mozartsaal des Konzerthauses so zu Ende, wie er begonnen hatte: mit einem vollzählig erschienenen, ungemein interessierten Publikum und seiner enthusiastischen Reaktion zuletzt. [...] Doch am meisten gefiel auch diesmal wieder Daniel Johannsen mit seinen insgesamt drei Arien: Ein in Timbre, Diktion und differenzierter Textausdeutung idealer Oratorientenor. [...] Fazit: Ein Fest für Freunde Bachs und der Alten Musik!«

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G. Fr. Händel, Solomon, HWV 67 — Konzert mit der Wiener Singakademie und dem Orchester Barucco (Ltg.: Heinz Ferlesch) am 26. 4. 2009 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Daniel Wagner in der Wiener Zeitung vom 28. 4. 2009: »... Bereits die Eröffnungsarie des Tenors Daniel Johannsen von den Himmelswonnen wurde zum Höhepunkt. ...«

Renate Wagner auf www.der-neue-merker.eu: »... Die Wiener Aufführung war ein ›Heimspiel‹ für den Dirigenten Heinz Ferlesch, der sowohl das Originalklangorchester Barucco gegründet hat wie auch mit dem Chor Wiener Singakademie seit nunmehr zehn Jahren zusammenarbeitet. Die Vertrautheit dieser Institutionen mit der Musik Händels prägte den Abend, der musikalisch alle Bewegtheit erhielt, die aus der Partitur zu gewinnen war, und dennoch schmaler klang, als man große Barockmusik üblicherweise interpretiert.
Für den Zuhörer war die Konzerthaus-Erstbegegnung mit Tim Mead in der Titelrolle das Ereignis des Abends (wobei hier der groteske Fall eintrat, daß Händel selbst den Solomon für eine Mezzosopranistin geschrieben hat und die Gegenwart einen Countertenor wählt, während sonst so gut wie immer der gegenteilige Weg beschritten wird). Mead hat eine frappant leichte, schmale ›Frauenstimme‹, die nichtsdestoweniger einen kräftigen Kern hat und solcherart auch mit bewundernswertem Nachdruck geführt werden kann. Angesichts seiner Intensität fielen beide Sopran-Partnerinnen ausdrucksmäßig spürbar ab, sowohl Andrea Lauren Brown, die im ersten Akt die Königin und im zweiten die ›wahre Mutter‹ sang, wie auch Sandra Trattnigg (eingesprungen), die im zweiten Akt als falsche Mutter und im dritten als Königin von Saba ziemlich unauffällig war. Hingegen lieferte Daniel Johannsen als Hoherpriester Zadok eine hörenswerte Leistung mit einem schönen Tenor, der gern in höchste Höhen zu klettern scheint und an kunstvollen Gesangsverzierungen Freude spüren ließ. Gerade zweimal durfte Dominik Wörner als Levite seine dunkle Stimme ertönen lassen. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzerte gemeinsam mit dem Philharmonia Chor Stuttgart und dem Orchester Sinfonia 02 (Ltg.: Johannes Knecht) am 10. 4. 2009 im Beethoven-Saal der Stuttgarter Liederhalle

Friedrich Kern in den Stuttgarter Nachrichten vom 14. 4. 2009: »... Herausragend ist Daniel Johannsen als Evangelist. Er erzählt fesselnd. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzerte gemeinsam mit dem Oratorienchor St. Gallen und dem Sinfonieorchester St. Gallen (Ltg.: Eduard Meier) am 4. und 5. 4. 2009 in der St.-Laurenzen-Kirche in St. Gallen (CH)

Bettina Kugler im St. Galler Tagblatt vom 6. 4. 2009: »... Es bleibt ein durch und durch verstörendes, ins Mark fahrendes Szenario, das sich mit Jesu letztem Atemzug in Bachs Partitur auftut: Die Erde bebt, die Felsen bersten, die Gräber öffnen sich; der Vorhang des Tempels zerreißt in zwei Stücke. Was immer an Tumult sich klanglich vorstellen lässt, tobt im Orchester zum hochdramatischen Endzeitreport des Evangelisten: ein theatralischer Effekt, der sich nicht abnutzt. [...] Effektvoll tut dies der junge Tenor Daniel Johannsen schon mit den ersten Rezitativworten; seine Erzählung fesselt sogleich, als habe er eine unsichtbare Bühne zu beleben.
Kammerdrama
Mit geschmeidig-hellem Timbre und klarer Diktion hält Johannsen die Fäden in der Hand, treibt das Geschehen voran und hält im rechten Moment klangschön inne. Er gibt dem Chor Impulse, animiert die Continuogruppe zu mitfühlendem Kammerspiel und gestaltet seine riesige Partie – einschließlich der Tenorarien – mit einer reichen Farbpalette, Ausdauer und Detailfreude. Etwa wenn Petrus weint: Sein lyrischer Tenor läßt da die Schmerzensmelodik eines Schubertlieds aufblühen. Wer in der zweiten Arie nicht den Regenbogen als Gnadenzeichen vor Augen sieht, muß taub sein. ...«

Margrit Zaczkowska in den St. Galler Nachrichten vom 6. 4. 2009: »... Ausdrucksstarke Solisten. Da sie die eigentlichen Träger des Geschehens sind, ist der Anspruch an die Solisten sehr hoch – er wurde hier ausgezeichnet erfüllt. Einziger Nachteil: Die Arien waren nicht, wie üblich, mit einem zweiten Solisten besetzt, so daß der Baß nebst den Partien des psychologisch heiklen Jesus auch diejenigen des Pilatus, und der ohnehin fast pausenlos singende Evangelist auch diejenigen des Petrus zu singen hatte. Beide Solisten bemühten sich stark um Differenzierung ihrer Rollen, vor allem das eindrückliche ›und weinete bitterlich‹ des Petrus gelang hervorragend. Mit der Partie des Evangelisten – einem lyrischen Tenor – steht und fällt eine Passionsaufführung: In Daniel Johannsen, einem österreichischen Sänger, hatte man eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Ihm gelang die Synthese von starkem Ausdruck und schöner Stimme bestens. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzerte gemeinsam mit dem Divertimento Vocale Freiburg und dem Orchester Harmonia Artificiosa Fryburg (Ltg.: Hubert Reidy) am 22. 3. 2009 in der Pfarrkirche Düdingen (CH)

Wolfgang Steiert in den Freiburger Nachrichten vom 24. 3. 2009: »... Der Evangelist Daniel Johannsen, Tenor, prägte diese Passion durch seine kaum zu überbietende gesangliche Qualität und kontrastreiche Ausdrucksfähigkeit ...«

Marie-Alix Pleines in der Freiburger Zeitung La Liberté vom 24. 3. 2009 (Übersetzung von Pierre Schönenberger): »... Das Divertimento Vocale Freiburg hat eine dramatische und glutvolle ›Johannespassion‹ erzählt.
Als von heiligem Feuer beseelter und von eindrücklichem poetischem Schwung erfüllter Evangelist hat Daniel Johannsen die dieses Wochenende vom Divertimento Vocale aufgeführte ›Johannespassion‹ in den Himmel der bedeutenden Passionen von J. S. Bach gehoben.
Mit seinen kaum 30 Jahren beweist der Tenor aus Wien, daß man in Sachen Talent nicht auf ein höheres Alter warten muß. Ähnlich wie Fritz Wunderlich und Peter Schreier beleuchtet er mit einer vollkommenen, deutlichen Aussprache ohne Schwulst und mit erschütternder Kraft die dramatische Entwicklung der Christuspassion. ...«

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G. Fr. Händel, Brockes-Passion, HWV 48 (Arien) — Konzert mit dem Vokalensemble »tonus« und der Capella graecense (Ltg.: Herbert Bolterauer) am 8. 3. 2009 in der Mariahilfer Kirche in Graz

Kleine Zeitung vom 10. 3. 2009: »... Daniel Johannsen (Tenor) als Petrus zeigte Händels opernhaft direkten Ausdrucksstil unglaublich vielschichtig und ergreifend. ...«

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Opern- und Operetten-Galas (Werke von W. A. Mozart, G. Donizetti, Fr. Lehár, E. Künneke u. a.) gemeinsam mit der Sopranistin Katarina Michaelli und dem Pianisten George Peachey im Rahmen der »Embassy Series« im Forum der österreichischen Botschaft von Washington, DC, am 9. und 10. 1. 2009

Bob Anthony im Kultur-Blog www.allartsreview4u.com (Übersetzung von D. J.): »›The Embassy Series‹ war erneut in der österreichischen Botschaft zu Gast, mit einem reizvollen Programm der beiden Sänger Katarina Michaelli (Slowakei) und Daniel Johannsen (Österreich), die eine wunderbare Palette von Opern- und Operettenarien [...] darboten. George Peachey sorgte für die exzellente Klavierbegleitung. [...] Herr Johannsen hatte einen leichteren Tenor, wobei seine Töne dennoch klare Konturen behielten, so daß er niemals forcierte. Vermutlich sind Oratorium und Lied eher sein Spezialgebiet, aber er brillierte mit Arien aus ›Die Entführung aus dem Serail‹ — u. a. auch durch die trällernd österreichische Note seiner deutschen Aussprache. Und er war großartig in der Interpretation seiner Künneke- und Lehár-Arien. Das Publikum spendete jeder solistischen Darbietung großzügigen Applaus, und der Beifall steigerte sich nach den Duetten noch erheblich, zumal sich die beiden Stimmen perfekt mischten. ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Grazer Domchor und der Capella Leopoldina (Ltg.: Josef M. Doeller) am 31. 12. 2008 im Grazer Dom

Kleine Zeitung vom 2. 1. 2009: »... Daniel Johannsen (30) sang eine großartige Tenorpartie: Messerscharf faßte er wutschnaubende Energien oder spöttische Fragewendungen oder einzelne Wörter in seine brillante sängerische Rhetorik. Da konnten die anderen Solisten und der Chor nicht (ganz) mithalten. ...«

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Franz Schubert, Winterreise, op. 89, D 911 — Liederabend mit der Pianistin Elena Larina am 22. 11. 2008 im Schloßsaal Bleckede (D)

Lüneburger Landeszeitung vom 24. 11. 2008: »... Im gut besuchten Saal des Elbschlosses formte das österreichische Duo Daniel Johannsen (Tenor) und Elena Larina (Klavier) die plastische Bildhaftigkeit der Lieder mit starker Ausdruckskraft. [...] Die immer schmerzlichere Trennung des Wanderers von allem Lebendigen, die von träumerischen Rückblenden und Visionen gesäumt wird, vollzog das Wiener Duo außerordentlich sensibel.
Der mehrfach preisgekrönte, erst 30-jährige lyrische Tenor Daniel Johannsen interpretierte die Lieder mit warmem, flexiblem Timbre. Mit breit angelegter, von gehauchtem Pianissimo bis dramatisch ausuferndem Fortissimo gehender Dynamik fühlte er sich in die psychischen Hintergründe und in den Symbolgehalt ein, der hinter den Texten steht. Durch blitzsaubere Deklamation, tadellose Intonation und eine Leidenschaft zu erzählerischer Gestaltungsfreude wirkte sein Vortrag mitreißend präsent. Selbst die tiefere, baritonale Lage, die so manches Schubert-Lied auch von einem hohen Tenor verlangt, beseelte Johannsen mit seiner schlanken Stimme glaubhaft.
Daß die in Kiew, Wien und München ausgebildete Liedbegleiterin Elena Larina wie Johannsen Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau besuchte, spiegelte das fein ausgewogene Spiel der ebenfalls mehrfach bei Wettbewerben erfolgreichen Pianistin. Wie sich Johannsens Diktion auf jede Silbe konzentrierte und dennoch das Ganze überblickte, so zeichnete Elena Larina wortillustrierende Details und Stimmungsschwankungen fein nach und erzeugte somit viel Spannung.
Am Ende des Vortrags gab es verdiente Bravos und langen Beifall.«

Wolfgang Herbst in der Elbmarsch-Post (95/2008): »Lieder von Einsamkeit und bedrückender Verzweiflung. [...] Dem Kultur- und Heimatkreis Bleckede war es gelungen, den jungen Wiener Tenor Daniel Johannsen zusammen mit der russischen Pianistin Elena Larina für einen Vortrag der ›Winterreise‹ zu gewinnen. Der erst 30-jährige Johannsen ist bereits ein überaus gefragter Interpret von Schubert-Liedern. [...] Daniel Johannsen fühlt sich ein in Stimmung und Aussage jedes einzelnen Liedes und inszeniert es mit einer unglaublich natürlichen Frische und Eleganz. Das Ausdrucksvermögen seiner geschmeidigen, glanzvollen Stimme scheint keine Grenzen zu haben, und mühelos wechselt Johannsen Dynamik und Tempo der sehr unterschiedlich gestimmten Lieder. Das Lied ›Erstarrung‹ singt er derart dramatisch, daß einem fast kalt wird ums Herz. Der ›Lindenbaum‹ wiederum ist heiter und hell und läßt einen für einen Moment aufatmen. Johannsens Liedvortrag ist derart spannend, daß die Zuhörer gebannt den Leidensweg des Wanderers mitverfolgen und mit ihm alle Höhen und Tiefen durchleiden. Johannsens Begleiterin am Klavier, Elena Larina, wirkte durchgängig ernst, was sicherlich mit ihrem höchst konzentrierten, absolut brillanten Spiel zusammenhing. Es ist zu spüren, daß sie schon viele Konzerte mit Daniel Johannsen gegeben hat, so daß für ihre Verständigung kaum noch ein Blick vonnöten ist. Die Interpreten spielten ohne Pause alle 24 Lieder und ernteten schließlich gelöst lächelnd den herzlichen Dank des begeisterten Publikums.«

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Jubiläumskonzert »25 Jahre Musica Juventutis« am 9. 11. 2008 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 11. 11. 2008: »... Einige Ausnahmemusiker der jüngsten Generation waren am Sonntag, exakt zum Jahrestag des ersten Musica-Juventutis-Abends, zu einem Jubiläumskonzert geladen. Begleitet von der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius Traunfellner brillierte der Tenor Daniel Johannsen in Benjamin Brittens Liedzyklus ›Les Illuminations‹. ...«

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Eröffnungsabend einer Konzertserie mit sämtlichen Bach-Kantaten (künstlerische Leitung: Luca Pianca, Georg Nigl und Wolfgang Mitterer) am 5. 11. 2008 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

Gerhard Kramer in der Wiener Zeitung vom 7. 11. 2008: »... Schon am ersten Abend wurde der Mozart-Saal vom Publikum förmlich gestürmt, wurden die Ausführenden begeistert akklamiert. [...] ›Sieger‹ des Abends aber war Daniel Johannsen: Ein in Timbre, Technik und Diktion idealer Oratorien-Tenor. ...«

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Liederabend (Werke von Fr. Schubert, H. Wolf, G. Fauré, H. Duparc und R. Quilter) mit dem Pianisten Walter Bass am 27. 9. 2008 in der Alten Turnhalle Herrenberg (D)

Wolfgang Teubner im Gäuboten vom 29. 9. 2008: »Einzigartiger Liederabend. Sinnlichkeit durch vokale Brillanz.
In der schon langen Geschichte der städtischen Konzertreihe kann man sich nicht an einen solchen Liederabend erinnern: Der junge Tenor Daniel Johannsen und sein Klavierbegleiter Walter Bass tauchten in Herrenbergs Alter Turnhalle mit einer solchen frischen Natürlichkeit und freudigen Zustimmung in die Welt der Romantik ein, daß man im gut besetzten Saal ins begeisterte Schwärmen geriet.
Der 30-jährige Wiener Sänger ist natürlich keine Neuentdeckung mehr. Er ist auf der Karriereleiter schon fast ganz oben angekommen und in der Oper, im Oratorium und im Lied gleichermaßen zu Hause. Privaten Verbindungen nach Herrenberg verdankt man seine Mitwirkung als Evangelist in der Matthäuspassion im März dieses Jahres in der Stiftskirche und, laut eigener Aussage, diesen ›ersten Liederabend im Schwabenland‹.
Die Leichtigkeit seines Singens fasziniert, ebenso die reiche Vielseitigkeit seiner Stimme. Er ist der Typus eines modernen Liedsängers, der es sich leisten kann, auch weithin unbekannte Werke aus seiner Sicht vorzutragen. Sein Singen ist ausgeglichen, so daß sich die Lieder trotz der verschiedenen Stimmungen und Charaktere in einer wohltuenden Einheit befinden. Es scheinen ihm weder im Umfang noch von der Dynamik her Grenzen gesetzt zu sein, es gefallen die wohltuende Gelöstheit und der manchmal sinnliche Glanz seines Timbres. Der biegsame Klang der Stimme erreicht mit bewundernswert sparsamen Mitteln ein wirkungsvolles Farbenspiel. Ein wenig steif wirkt er noch zu Beginn auf dem Podium, seine Körpersprache schien eher etwas unbeholfen. Das änderte sich im Laufe des Abends aber deutlich. Sinnbildlich kann man sagen, daß er nach Öffnen seines Jacketts nicht mehr so zugeknöpft war, es kam sogar der Opernsänger immer mehr hervor, die Bühne wurde zur Szene.
Die sieben ausgewählten Lieder von Schubert zu Beginn, mehrheitlich auf Texte von Goethe, verband nicht unbedingt ein roter Faden, doch stand natürlich die ›Rastlose Liebe‹ im Mittelpunkt des Geschehens. Das war auch so bei den acht Wolf-Liedern auf Mörike-Texte zum Schluß, in denen zwar viel unbeschwerte Fröhlichkeit zu herrschen schien, die permanente Gegenströmung der Melancholie aber auch spürbar gemacht wurde. In die Mitte gestellt dann Lieder aus dem nicht so populären Repertoire. Die Lieder von Gabriel Fauré und seines Landsmannes und Zeitgenossen Henri Duparc führten in intensive emotionelle Bereiche eines sinnenbetörenden Klangreizes, zeigten Farbbilder und Stimmungen voller Poesie. Die hier völlig unbekannten ›Shakespeare Songs‹ des Briten Roger Quilter waren eine dankbar aufgenommene Entdeckung. Die humorig-launige Eleganz und der sprühende Elan kamen unmittelbar an. Johannsen sang die Lieder in den Originalsprachen, das heißt zur musikalischen Beweglichkeit kam hier auch eine geistige, die Texte und ihre Übersetzungen standen den Hörern zur Verfügung.
Der Pianist Walter Bass schien rein äußerlich fast unbeteiligt zu sein: Sein Spiel absolvierte er ohne sichtbaren Aufwand. Doch innerlich war er voll dabei, er steuerte die Atmosphäre der Lieder allein schon in den Vor- und Nachspielen, blieb aber auch während der Begleitung in einem Kraftfeld intensiver Spannung. Man spürte deutlich eine tiefe künstlerische Übereinstimmung mit dem Sänger, dazu zählten die gleiche Leidenschaftlichkeit und die Feinabstimmung in den Gestaltungen.
Die Herrenberger waren einfach hingerissen von diesem Abend und wollten das Ereignis mit ihrem Applaus so lange wie möglich festhalten. Die erste Zugabe führte zurück zu Schuberts ›An die Laute‹, die zweite brachte Wolfs reizende ›Storchenbotschaft‹ und die dritte die heimliche Hymne der Romantik, das Lied ›Du holde Kunst‹ von Schubert. Ein Abend, den man nicht vergessen wird.«

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Antonín Dvorák, Stabat Mater, op. 76 — Konzert mit dem Kammerchor der Herz-Jesu-Kirche Münster und der Neuen Philharmonie Westfalen (Ltg.: Michael Schmutte) am 21. 9. 2008 in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster (Westfalen)

Christoph Broermann in der Münsterschen Zeitung vom 23. 9. 2008: »... Einfühlsam gestaltete Tenor Daniel Johannsen mit schöner Legato-Kultur den sechsten Satz, wo er sein Echo in den Männerstimmen des Chores fand, die durch die Tränenschleier der Violinen tönten. ...«

Arndt Zinkant in den Westfälischen Nachrichten vom 23. 9. 2008: »... Der zweite Satz gehört ganz dem Solistenquartett. Voll und pathosbeladen tönt der Ruf des Basses Josef Wagner: ›Pro peccatis suae gentis‹. Während Altistin Hilke Andersen mit herber ausdrucksvoller Emphase singt, gibt Catalina Bertucci ihren langen Soprantönen viel Scheu und Zebrechlichkeit. Obwohl ganz lyrischer Tenor, bricht Daniel Johannsen als Einziger dynamisch einmal aus, wagt sich in opernhafte Gefilde, was der Musik keineswegs schadet. ...«

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Eduard Künneke, Der Vetter aus Dingsda (Egon von Wildenhagen) — Première an der Volksoper Wien am 4. 9. 2008

Peter Vujica im Standard vom 6. 9. 2008: »Der Dingsda vom Dingsda: ein Triumph der Qualität. Ein sensationeller Saisonstart an der Wiener Volksoper: Eduard Künnekes Operette ›Der Vetter aus Dingsda‹ wurde musikalisch und szenisch zum bejubelten Ereignis
Wien – Daß Eduard Künnekes Vetter aus Dingsda die am besten geglückte Volksopernpremiere sein würde, die man seit langem zu sehen und zu hören bekommen hat, hätte wohl kaum jemand erwartet. Weder, was dieses Kammeroperettchen betrifft, noch seitens der Interpreten zeichnete sich ein Superlativ ab, zu dem diese Produktion letztlich durch das brillante Zusammenspiel von Szene und Musik dann doch wurde. [...]
In diesen hat das Ensemble reichlich Gelegenheit, sein ausgeglichenes Niveau zu beweisen. Rebecca Nelsen gelang es, dieses als Debütantin auf Anhieb zu steigern. Als Julia bringt sie vieles mit, was eine Operettendiva ausmachen würde: eine blendende Erscheinung, sicheres Auftreten, Humor und Mut zur Selbstironie und eine schöne Stimme, die bei Bedarf über erhebliche Strahlkraft verfügt.
Ihr Partner, Daniel Prohaska, ebenfalls neu an der Volksoper, ist kein Unbekannter mehr, hat schon erheblich mehr Routine und weiß sich auch stimmlich wirksam in Szene zu setzen.
Mit Johanna Arrouas und Boris Pfeifer, ebenfalls Debütant an der Volksoper, steht den beiden ein eindrucksvolles Buffopaar gegenüber: in dem mit Gartenzwergen, einem hübschen Häuschen, einem großem Mond, einem Himmelbett und einer Badewanne bestückten bunten Künneke-Universum machen die beiden beste Figur, ebenso wie Isabel Weicken als komische Tante und Daniel Johannsen als komischer Schwerenöter.«

Walter Weidringer in der Presse vom 6. 9. 2008: »... Ewiger Loser im Liebesspiel aber bleibt der hilflos-zackige Offizier Egon, eine undankbare Rolle, in der Daniel Johannsen mit großem Einsatz zwischen Komik und der Gefährlichkeit des künftigen Nazis vermittelt. [...] Unterhaltung ohne Durchhänger.«

Karlheinz Roschitz in der Kronen-Zeitung vom 6. 9. 2008: »... Volksopernchef Robert Meyer hat’s geschafft: Seine bisherigen Premierenerfolge hat er mit dieser Künneke-Produktion weit überholt. Riesenapplaus und Jubel eines begeisterten Publikums. [...]
Tambosi inszeniert ein lieblich skurriles Zaubermärchen. Üppig, frech, lustvoll. [...] Aber selbstverständlich erweist Tambosi sich da auch als gebildeter Arrangeur, der mit Zitaten, Anspielungen und perfekten Vernetzungen nicht spart. [...]
Alexander Drcar sorgt am Pult des Volksopernorchesters für Pepp und Tempo. [...] Erfreulich die Besetzung: Singsschauspieler mit starker Bühnenpräsenz! [...] Daniel Johannsen spielt perfekt das verklemmte Bürschchen von Wildenhagen. ...«

Peter Jarolin im Kurier vom 6. 9. 2008: »So macht die Operette wieder richtig Spaß. [...] Olivier Tambosi hat die erste Premiere der neuen Saison mit viel Witz, Tempo, Ironie, aber auch sehr filmisch inszeniert. Ein großer Wurf. [...] Daß auch die musikalische Seite über weite Strecken überzeugt, liegt an den spielfreudigen Sängern. [...] Daniel Johannsen, Thomas Markus, Stefan Cerny runden das Ensemble ab. ...«

Karl Löbl in der Zeitung Österreich vom 6. 9. 2008: »... Regisseur Olivier Tambosi lässt von Anfang an keinen Zweifel, dass wir die Story nicht ganz ernst nehmen sollen. Er bricht sie mit ironischen Pointen, mit Zitaten aus Revue und theatralischer Gartenlaube. Das hat viel Witz, doch die stummen Szenen und die Prosa sind ähnlich behäbig wie jene 20 reizenden Gartenzwerge, die auf der Bühne herumstehen.
Hinreißend ist die Musik. Jede Nummer ein melodischer Volltreffer, sensibel orchestriert, reich an instrumentalen Pointen. Künneke, Schüler des Spätromantikers Max Bruch, begann als Opernkomponist, wandte sich erst später und eher widerwillig der Operette zu, womit er großen Erfolg hatte. Die gefühlvolle Eleganz, aber auch die rhythmische Delikatesse der Nummern sind beim Dirigenten Alexander Drcar in allerbesten und beredten Händen.
Auf der Bühne ein gutes Ensemble. [...] Johanna Arrouas, Isabel Weicken, Boris Pfeifer, Daniel Johannsen geben ihren Rollen Kontur.
Zuletzt einhelliger Beifall, Riesenerfolg.«

Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 6. 9. 2008: »... Alexander Drcar, der auch in Linz dirigierte, war idealer Partner für das junge Sängerensemble. An der Spitze Rebecca Nelsen, die die Julia genau traf und sängerisch zu begeistern verstand. Daniel Prohaska hat sich als ›falscher‹ Vetter August mit seinem prächtigen Tenor in die Herzen des Volksopernpublikums gesungen hat. Ebenso Debütant Boris Pfeifer, der einen veritablen ›echten‹ Vetter gab. Spritzig agil Johanna Arrouas als Hannchen, so richtig vorzüglich tollpatschig Daniel Johannsen als Egon. Carlo Hartmann und Isabel Weicken waren ein Musterbeispiel eines sich ›innig‹ liebenden Onkel-Tanten-Paares. Zu Recht viel Applaus für einen schwungvollen, einmal nicht die Operette mühsam hinterfragenden Abend.«

Markus Hennerfeind in der Wiener Zeitung vom 9. 12. 2008: »Die lähmende Tarzan-Trommel-Einleitung des ›Vetter aus Dingsda‹ an der Wiener Volksoper ließ Schlimmes vermuten – doch es wendete sich flugs alles zum Guten: Regisseur Olivier Tambosi zauberte aus dem blechernen Berliner Lustspiel eine pfiffige, erstaunlich kurzweilige Operettenshow.
Die scharf gezeichneten Charaktere bleiben stets in Bewegung, ohne dass dabei vordergründiger Klamauk den klug versprühten Spielwitz ersetzte. Es tollt sich also gewiss fidel herum auf der bunten Bühne (Friedrich Despalmes) mit den Gartenzwergen, zumal die Operette keinen Chor und kein Ballett hat und die auserlesene Schar von neun Sängerinnen und Sängern alles selber macht.
Die reizende Julia (Andrea Bogner) verfällt dem falschen Roderich / echten August – wie kann sie auch nicht, wenn sie der junge Volksopern-Tenor Ladislav Elgr herrlich schmachtend mit ›Ich bin nur ein armer Wandergesell‹ bezirzt? Um dieses exzellente Paar herum tummeln sich pointenreich Johanna Arrous (Hannchen), Carlo Hartmann (Onkel Josse), Isabel Weicken (seine Frau Wimpel), Daniel Johannsen (Egon), Boris Pfeifer (der echte Roderich) und die beiden Diener Hans und Karl (Thomas Markus und Stefan Cerny).
Darüber – und über das ausgezeichnete Orchester – wachte streng und schwungvoll Elisabeth Attl. Ein Vergnügen!«

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Ernst Ludwig Leitner, Die Sennenpuppe (Junge) — Uraufführung der Oper (Libretto: Alois Schöpf) im Rahmen der Salzkammergut-Festwochen Gmunden am 8. 8. 2008 im Stadttheater Gmunden

Wiener Zeitung vom 11. 8. 2008: »... Als Regisseur und Bühnenbildner gelingt Erich Hörtnagl mit wenigen Mitteln Wirkungsvolles, die Sänger leisten Überzeugendes. Vom Linzer Landestheater kamen die stimmlich und darstellerisch attraktive Gotho Griesmeier für die Titelrolle und Martin Achrainer als Bauer. Neben dem ordentlichen Hirten von Matthias Helm war es vor allem der jugendlich-frische Tenorgesang des unglücklichen Opfers, mit dem Daniel Johannsen der viel beklatschten Aufführung ein Profil verlieh.«

Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 11. 8. 2008: »Horrortrip auf der sündigen Alm. Ernst Ludwig Leitners Oper ›Die Sennenpuppe‹ wurde mit einem ausgezeichneten Ensemble bei den Salzkammergut-Festwochen im Stadttheater Gmunden uraufgeführt. [...] Allen voran Gotho Griesmeier, die der Sennenpuppe lebendige Züge abgewann und in ihrem Rachefeldzug höchst ausdrucksstark agierte. Darüber hinaus konnte sie die heikle Partie technisch meisterlich realisieren. Der junge Tenor Daniel Johannsen als Hirtenjunge wußte seine beeindruckenden stimmlichen Mittel bestens einzusetzen. Das gelang auch Matthias Helm. Martin Achrainer machte als Bauer ideale Figur und konnte seine doch sehr differenzierte Partie glaubwürdig und emotional umsetzen. ...«

Florian Oberhummer in der Salzburger Volkszeitung vom 11. 8. 2008: »... Die sehr homogen wirkende Sängerriege (Daniel Johannsen, Matthias Helm, Martin Achrainer und Gotho Griesmaier) erweist sich als glückliche Besetzung für das Kammerwerk, den Boden legt die Bläserphilharmonie mit energiegeladenem, ungemein farbenreichem Spiel. ...«

Shirley Apthorp in der Zeitschrift Musical America (Internetausgabe vom 14. 8. 2008; Übersetzung von D. J.): »... Aus der soliden und gut einstudierten Besetzung stach Daniel Johannsens Hirtenjunge am eindrücklichsten heraus, gesungen mit einer strahlenden und klaren Stimme, die gleichermaßen unangestrengt wie unschuldig klang. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Arien) — Konzerte mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 15. und 16. 7. 2008 im Münster Frauenchiemsee

Rainer W. Janka im Oberbayischen Volksblatt vom 17. 7. 2008: »Predigt statt Pausen-Prosecco. Die Festspiele Herrenchiemsee begannen auch heuer wieder mit einem Konzert im Münster Frauenchiemsee. Doch da wird’s schon schwierig: War es ein Konzert? Oder war es ein Gottesdienst? Eines kann Enoch zu Guttenberg auf den Tod nicht ausstehen: Wenn die Passion, das vertonte Leiden Christi, nur als musikalisches Ereignis, nur als Konzert genossen wird, nein, sie sollte er- und auch durchlitten werden. Deswegen hat Guttenberg die Passion als barockes ›theatrum sacrum‹ inszeniert. [...]
Die von Guttenberg dirigierte Musik nämlich war von hervorragender Qualität und von mitreißender Wirkung. Das Orchester der KlangVerwaltung setzte willig die kräftig-ruppigen rhythmischen und klanglichen Akzente, mit denen Guttenberg die Musik aufrauhte und unter Dauerhochdruck setzte. Diese Passion siedet und glüht vor Bekehrungseifer. Die Chorgemeinschaft Neubeuern steuerte leidenschaftlich durch die hitzigen, oft an der Grenze des Singbaren aufgehetzten Chöre, die Choräle waren bekenntnishaft-wortdeutlich und, wie Guttenberg es liebt, grammatikalisch artikuliert. Insgesamt herrschte ein immer schnelles Tempo.
Was aber Guttenbergs dramatisches Konzept vor allem trug, war die außergewöhnlich gute Solistenriege. [...] Die Tenor-Arien sang Daniel Johannsen mit noch nie so gehörter textbezogener Dramatik, wenn er den erschreckenden Vergleich von Christi blutgetränktem Rücken mit einem Regenbogen als Gottes Gnadenzeichen vorträgt. ...«

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Festival Retz 2008 — Josef Myslivecek, Der Menschensohn (szenische Adaption des Oratoriums La Passione di Nostro Signore Gesù Cristo), Première am 3. 7. 2008 in der Retzer Dominikanerkirche

Oliver A. Láng in der Kronen Zeitung vom 5. 7. 2008: »... Überaus beeindruckend, ja faszinierend ist die Musik Mysliveceks: [...] Dirigent Andreas Schüller zeigt das alles mit dem Orchester. Er wird mit der herausfordernden Akustik der Kirche fertig und zeigt Mysliveceks Klangsprache voll Dramatik, aber auch mit kammermusikalischem Ton. Große Ausdrucksmusik!
Adrineh Simonian ist Petrus mit elegant timbrierter Stimme, weicher Färbung, guter Höhe. Birgid Steinberger als Maria Magdalena: kraftvoll in den Koloraturen, hingebungsvoll in den Arien. Solide die Herren: Daniel Johannsen (Josef von Arimathea) zeigt attraktiven Schmelz und gefällt mit einem ansehnlichen Mozart-Tenor, Günter Haumer (Johannes) bietet eine runde, gut ausgeglichene Stimme. Souverän der Chor. Monika Steiner inzeniert das Oratorium mit einfachen, aber schlüssigen Gesten.«

Kurier vom 5. 7. 2008: »... Erstaunlich homogen das Solistenquartett, Prima inter pares Adrineh Simonian (Mezzo) als Pietro. Eine Glanzleistung ihre Arie ›Tu nel duol felice sei‹. Fein Birgid Steinberger (Sopran) als Maddalena, Daniel Johannsen (Tenor) als Giuseppe d’Arimatea und Günter Haumer (Bariton) als Giovanni.
Bis auf das Blech gut das Kammermusikalische Ensemble des Festival Retz, firm das Vokalensemble Labyrinthe. Kompetent Andreas Schüller am Pult, dem Werk und dem Raum (Retzer Dominikanerkirche) angemessen die Inszenierung von Monika Steiner.«

Christian Pfeiffer in den Niederösterreichischen Nachrichten (Woche 28/2008) »... Nach Jesu Tod treffen also der zweifelnde Petrus (von zwingender Dramatik Adrineh Simonian), die geschockte Maria Magdalena (mit rückhaltloser Intensität Birgid Steinberger), der eingeschüchterte Johannes (rollenadäquat Günter Haumer) und Joseph von Arimathea (mit ausgeprägter Gesangskultur Daniel Johannsen) aufeinander. [...] Mit sparsamen, aber wirkungsvollen Effekten wurde dieses Stück umgesetzt. [...] So ist dem Festival Retz eine Produktion gelungen, die sich in die Reihe der vorangegangenen Jahre aufs Beste einfügt und eine klare künstlerische Ausrichtung erkennen läßt. ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Wiener Singverein und der Capella Leopoldina (Ltg.: Johannes Prinz) am 29. 3. 2008 im Großen Saal des Klagenfurter Konzerthauses

Willi Rainer in der Kleinen Zeitung vom 31. 3. 2008: »... Als Heilsgeschichte leicht und luzid, strahlend inszeniert von Johannes Prinz im Konzerthaus Klagenfurt. Ein mit lautem Jubel bedachtes Erlebnis. [...] Dramaturgisch überhöht vom exzellenten Solistenquartett. Tenor Daniel Johannsen eröffnete expressiv und doch zart und ausgezeichnet artikulierend den Reigen der, gemäß Original, in Englisch gesungenen Perikopen. Markus Volperts geschmeidiger Bass überzeugte durch seine Gestaltung, Lydia Vierlinger zeigte mit ihrem klangschönen Alt, was Passion bedeuten kann und der Sopran Cornelia Horaks glänzte in strahlenden Koloraturen. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist und Arien) — Konzerte mit der Kantorei und dem Collegium Musicum (Ltg.: Ulrich Feige) am 15. und 16. 3. 2008 in der Stiftskirche Herrenberg (D)

Wolfgang Teubner im Gäuboten vom 17. 3. 2008: »... Mit dem Wiener Tenor Daniel Johannsen war ein Evangelist gewonnen worden, der in stimmlicher und gestalterischer Hinsicht derzeit ohne Konkurrenz sein dürfte. Seine technischen Mittel für Spannung und Spontaneität in den Rezitativen und in den anspruchsvollen Arien scheinen unbegrenzt zu sein. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit der Wiener Singakademie (anläßlich ihres 150jährigen Bestehens) und dem Orchester Barucco (Ltg.: Heinz Ferlesch) am 8. 3. 2008 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 10. 3. 2008: »... Ein Jubiläum mit Bach feierte auch die Wiener Singakademie: Zum 150. Geburtstag wurde Samstagabend die Matthäuspassion im Konzerthaus gegeben. [...] Daß die Singakademie bis heute der wohl beste Laienchor Österreichs ist, wurde am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Unter der Leitung von Heinz Ferlesch stand der Chor auch im Zentrum der Aufführung. Denn auf große Solisten-Namen wurde verzichtet – in einem Fall mußte freilich verzichtet werden, denn die große María Christina Kiehr mußte kurzfristig absagen. Diese Lücke hat Theresa Dlouhy gefüllt. In beeindruckender Manier! Beweglich, in der Höhe sicher, weich und anpassungsfähig ließ sie die Sopran-Kommentare zur Leidensgeschichte zu einem spirituellen Erlebnis werden. Herausragend auch Daniel Johannsen als Evangelist, Markus Volpert verlieh dem Jesus in jeglicher Hinsicht Tiefe. ...«

Florian Krenstetter in der Kronen Zeitung vom 12. 03. 2008: »KONZERTHAUS: An Bachs ›Matthäuspassion‹ zeigte die Wiener Singakademie an diesem Abend Beachtliches: [...] Tadelloses leisteten die Solisten, allen voran Daniel Johannsen, der mit einem Tenor von leuchtender Strahlkraft die Partie des Evangelisten zwischen dramatischer Darstellung und distanzierter Erzählung ausbalancierte. Idealer Partner war Markus Volpert, dessen voluminöser Bariton Christus Überzeugungskraft verlieh. Nicht weniger berührend der differenziert eingesetzte Sopran von Theresa Dlouhy. [...] Beeindruckende Klangentfaltung und ein hohes Maß an Präzision zeichneten die meisten kammermusikalisch besetzten Arien aus. Dirigent Heinz Ferlesch hielt die Spannung im Chor über die gesamte Länge des Werkes durch. Er zeigte Temperament und Freude am Schönklang. ...«

Ingrid Gerk im Neuen Merker (4/2008): »... Als große Überraschung des Abends erlebte man Daniel Johannsen als Evangelist. Seine schlanke, wohlklingende Stimme und seine klare Deklamation des Textes verliehen der Evangelisten-Partie eine ungeahnte Frische und emotionale Spannung. Er sang ohne barocke Schnörkel und zog gerade durch seine klare, relativ modern wirkende Interpretation das heutige Publikum in seinen Bann, so daß bei diesem umfangreichen Werk die Spannung bis zum Ende gewahrt blieb. Mit seinem Passionsbericht hielt er quasi die Fäden der in Töne gefaßten Handlung in der Hand und wirkte bei jedem neuen Auftritt wunderbar erfrischend und interessant, so daß er auch die Aufmerksamkeit der zahlreichen jungen Zuhörer auf sich zog. Einen solchen Sänger kann man sich für jede Oratorienaufführung nur wünschen und hoffen, daß man bald Gelegenheit haben wird, Daniel Johannsen wieder im Konzertsaal zu erleben.«

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Jubiläumskonzert der Grazer Domkantorei und der Capella Leopoldina (Ltg.: Josef M. Doeller) im Rahmen des Zyklus »BACH XXI« mit den Kantaten Nos. 16, 58, 65 und 124 von J. S. Bach am 5. 1. 2008 im Grazer Mausoleum

Kleine Zeitung vom 7. 1. 2008: »... Mit der prächtigen Kantate ›Sie werden aus Saba alle kommen‹ erreichte Josef M. Doeller mit der Domkantorei im Mausoleum das 100. Werk (von ca. 200) im Kantatenprojekt Bach XXI. [...] Im Gesangsquartett ragte Daniel Johannsen (Foto) als elastischer, fein ziselierender Tenor hervor. ...«

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»Was Gott tut, das ist wohlgetan« — Konzert im Rahmen des Zyklus »BACH XXI« mit den Kantaten Nos. 8, 78, 99 und 161 von J. S. Bach am 7. 10. 2007 im Grazer Mausoleum

Kleine Zeitung vom 9. 10. 2007: »... Unter Josef M. Doeller interpretierten Capella Leopoldina und Domkantorei inspiriert und mit natürlicher Leichtigkeit die komplexe Musik Johann Sebastian Bachs. Den Gesangssolisten Barbara Fink, Margot Oitzinger, Daniel Johannsen und Mathias Hausmann gelang, virtuos und sensibel begleitet von Sandra Koppensteiner (Traversflöte), Carin van Heerden und Petra Rainer (Oboen), viel Süße ohne Kitsch und Schmerzlichkeit ohne Pathos.«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Elias, op. 70 — Konzert mit dem Kammerchor der Herz-Jesu-Kirche Münster und der Neuen Philharmonie Westfalen (Ltg.: Michael Schmutte) am 16. 9. 2007 in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster (Westfalen)

Markus Küper in den Westfälischen Nachrichten vom 18. 9. 2007: »Überirdische Engelszungen von der Empore.
Münster. Wie viel Oper verträgt ein Oratorium? In dieser Frage scheinen sich Michael Schmutte und Mendelssohn einig zu sein: viel. Deshalb geht es in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen auch mächtig zur Sache: Elias’ zorniger Kampf gegen das gottlose Gesindel, Zeter und Mordio, Regenwunder und Feuerprobe, grausame Bestrafung der Baalspriester, gehässige Intrige, Krisis und Erlösung des Propheten mit grandiosem Himmelsritt! [...]
Ein Theater, in dem vor allem der 80-köpfige Kammerchor an der Herz-Jesu-Kirche mit seinem schlanken, pulsierenden Ton musikalische Urgewalten entfesselte. Schon das einleitende ›Hilf, Herr!‹, oft bloß eine spöttische Karikatur, zeigte Menschen in existenzieller Angst. Wie selbstverständlich beherrscht dieser Chor die dramaturgischen Register. Vom frommen, jedoch nie frömmelnden Choral bis zur prachtvollen Lobpreisung, ist blutrünstiger Pöbel und ergriffene Gemeinde.
Selbst dann, wenn die Opernbühne im zweiten Teil ein wenig in den Schatten der Kanzel rückt und der Elias von Josef Wagner vom unnahbaren Eiferer zum menschlichen Zweifler gereift ist. Ein Psychogramm, das Wagner mit einer vokalen Vielschichtigkeit meisterte, die Mendelssohns Bild vom zornigen, aber von Engelsflügeln getragenen Eiferer sehr gut entsprach.
Wagners Elias ist nicht selbstherrlicher Rache-Priester, sondern ein einsamer, oft verzweifelter und ganz gewiß fehlbarer Kämpfer. Seine große Arie im zweiten Teil – da wird fast körperlich spürbar, mit welcher Energie Wagner seine Ausdrucksmittel konzentriert, um der traurigen Selbstaufgabe des Gescheiterten etwas Echtes, ganz Persönliches mitzugeben: ›Es ist genug!‹ Da singt ein Antiheld sein letztes Amen. Bevor er sein Schicksal in Gottes Hände gibt. Elias ist abgetreten, Gottes Heilsplan bleibt.
Auch die übrigen Solisten waren alles andere als Statisten: Katherina Müller (Sopran) gab der ›Witwe‹ eine innig klagende Stimme, Judith Gennrich (Alt) zeichnete mehr die gekränkte Herrscherin als die grausame Tyrannin und Daniel Johannsen steigerte die Arie ›Dann werden die Gerechten leuchten‹ gar zur gleißenden Apotheose.
›Das Publikum gähnte zum Gotterbarmen‹, hieß es einmal über eine frühe Hamburger Aufführung im Jahre 1847. Nichts lag den gebannt lauschenden, schließlich begeistert applaudierenden Hörern in der Mutterhauskirche ferner als dies.«

Christoph Broermann in der Münsterschen Zeitung vom 18. 9. 2007: »... Das berühmte, spannungsreiche Oratorium erlebte am Sonntagabend in der vollbesetzten Mutterhauskirche der Franziskanerinnen eine triumphale, berührende Aufführung, die sicherlich zu den kulturellen Höhepunkten dieses Jahres gezählt werden kann. [...] Mit Josef Wagner führte ein Elias das Ensemble an, den man sich nicht besser wünschen konnte. Mit ausgeglichener Stimmführung und markanter Farbe, lyrisch im Fundament und heldisch in den Ausbrüchen zeichnete er ein nie übertriebenes Portrait des Propheten. [...] Daneben präsentierte sich der junge Tenor Daniel Johannsen mit einer wunderschönen Stimme und einer ausgezeichneten Phrasierung. [...] Es war eines dieser seltenen Konzerte, wo wirklich alles zusammenpaßte. ...«

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Benedetto Marcello: Joaz — erste Wiederaufführung des Oratoriums nach 300 Jahren im Rahmen der Internationalen Barocktage Stift Melk am 27. 5. 2007 im Kolomanisaal von Stift Melk

Franz Szabo auf http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik143.html: »... Was Christoph Hammer und seine ›Neue Hofkapelle München‹ am Abend des Pfingstsonntags, 27. Mai, im Kolomanisaal darbrachten, kann man schlichtwegs nur als sensationell bezeichnen. Benedotto Marcellos Oratorium ›Joaz‹ bescherte zweieinhalb Stunden hochdramatischer, intelligenter, spannender und differenzierter Barockmusik, deren Schönheit alle Anwesenden restlos in ihren Bann schlug. [...] Der österreichische Tenor Daniel Johannsen überzeugte als stimmprächtiger und wortdeutlicher böser Berater mit aufflackernd schlechtem Gewissen. [...] Kaum zu glauben und ein weiterer Beweis für die höchste Qualität dieses Ensembles, daß die Künstler nur wenige Tage an der Erprobung des Stückes arbeiten konnten. [...] Beruhigend zu wissen, dass dieses Oratorium zum oftmaligen Nachhören vom ORF aufgenommen wurde.«

In Benjamin Ballifhs Rezension im Online-Musikportals www.classiquenews.com heißt es über die CD mit dem Konzertmitschnitt (ORF SACD 2011382) unter anderem: »... Chapeau für den Tenor Daniel Johannsen in der Rolle des Baalspriesters Mathan! Er begeistert durch seine flüssige und ergreifende Interpretation, gepaart mit flammendem Impetus: Seine erste Arie direkt nach der Ouverture – der Priester ist angesichts des Besuchs der Königin von Judäa im Baalstempel in großer Sorge – bildet einen wirklichen Höhepunkt dieser Aufnahme. Der Sänger überstrahlt sogar das Instrumental-Ensemble, das sich seinerseits trefflich auf die leidenschaftliche und dramatische Akzentuierung versteht. ...« (Übersetzung: Angelika Eberhardt)

Johan van Veen schreibt über die CD auf www.musica-dei-donum.net: »... Was für eine große Freude, daß Christoph Hammer dieses feine Oratorium aufgenommen hat; da es sich um einen Konzertmitschnitt handelt, bemerkt man hie und da natürlich ein paar kleine technische Mängel. [...] Insgesamt bin ich vom Niveau der Darbietung sehr angetan. Die Besetzung ist gut ausgewählt: Daniel Johannsen beeindruckt ganz besonders mit seinen Rezitativen, die in einer wahrhaft deklamatorischen Art und Weise dargebracht werden. [...] Ich empfehle diese CD wärmstens, denn sie veranschaulicht, welch ausgezeichneter Vokalkomponist Marcello war. Diese Produktion macht Appetit auf seine Opern und andere Gesangswerke.« (Übersetzung: D. J.)

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Operetten-Gala (Werke von J. Strauß Sohn, Fr. Lehár, E. Kálmán u. a.) gemeinsam mit der Sopranistin Amanda Gosier und dem Pianisten George Peachey im Rahmen der »Embassy Series« im Forum der österreichischen Botschaft von Washington, DC, am 19. 5. 2007

Michael Lodico im Washingtoner Kultur-Blog IONARTS (Übersetzung von D. J.): »... Die satirischen Rollen lagen dem österreichischen Tenor Daniel Johannsen am besten. Er sang mit schallender Stimme, natürlicher Flexibilität im Tempo und einem überzeugenden Gesichtsausdruck, wobei er sich (gemäß einem deutschsprachigen Konzertbesucher, der neben mir saß) auch durchaus einiger Dialektwendungen bediente. Eingedenk seiner ursprünglichen Ausbildung zum Kirchenmusiker und Organisten, empfand man, daß Johannsen die Orchesterparts bzw. Klavierauszüge seiner Arien völlig beherrscht, was ihm erlaubt, die vokalen Linien mit der Begleitung sehr gut in Einklang zu bringen. Behutsam changierte er die Sehnsuchtsempfindungen in den einladenden Rufen am Beginn und Ende von ›Komm in die Gondel‹ aus Johann Strauß’ ›Eine Nacht in Venedig‹. Eine deutliche Wehmut machte sich im Publikum breit (und zwar nicht nur bei den gebürtigen Österreichern), als Johannsen ›Grüß mir mein Wien‹ aus Emmerich Kálmáns ›Gräfin Mariza‹ anstimmte. ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Abschlußkonzert des styriarte-Osterfestivals »PSALM 2007« gemeinsam mit dem Chor pro musica Graz und recreation – großes Orchester Graz (Ltg.: Roy Goodman) am 8. 4. 2007 im Stefaniensaal des Grazer Congress

Eva Schulz in der Kleinen Zeitung vom 10. 4. 2007: »... Ein bestens disponiertes Orchester, intensive Solisten, ein gut studierter Chor und ein höchst souveräner Dirigent machten am Ostersonntag Georg Friedrich Händels ›Messias‹ zum vollendeten Genuß. [...] Daniel Johannsen begeisterte mit warmem Timbre und schlankem, lyrischem Tenor. ...«

Kronen Zeitung vom 10. 4. 2007: »... Sopran Dana Marbach und Tenor Daniel Johannsen [...] schlängelten sich sicher durch die Koloraturen und fanden immer wieder faszinierende Phrasierungen ...«

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H. Distler, Choralpassion, op. 7 (Evangelist) — Konzert mit dem Kammerchor Audite Nova (Ltg.: Gertrud Zwicker) am 17. 3. 2007 in der Mariahilferkirche Graz

Clemens Anton Klug in der Kleinen Zeitung vom 19. 3. 2007: »Hugo Distler: Bis heute unterschätzt. GRAZ. Eine frühe Choralpassion Hugo Distlers war in der Mariahilferkirche Zentrum für den Kammerchor Audite Nova. Basierend auf einer synoptischen Leidensgeschichte, läßt das Werk dem Verhör durch Pilatus besondere Aufmerksamkeit zukommen. Jeden der sieben Teile beschließt ein Choral, nicht – wie bei Bach üblich – aus dem allgemeinem Liedgut, sondern von Distler selbst komponiert. Makellos als Evangelist Daniel Johannsen, Wilfried Zelinka und Ewald Nagl ließen ihren profunden Stimmen stilistische Fürsorge angedeihen. Gertrud Zwickers Chor zeigte bis in kleinste Phrasen höchste Gestaltungsfreude.«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzerte gemeinsam mit der Kantorei Oberschützen, dem Chor des Evang. Musikgymnasiums Oberschützen und dem Orchester Progetto semiserio (Ltg.: Erik Barnstedt) am 10. und 11. 3. 2007 in der evang. Pfarrkirche Oberschützen

Andreas Zapfel im Kurier vom 22. 3. 2007: »... Zwei Mal volles Haus gab es bei den Aufführungen der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach am 10. und 11. März in der evangelischen Pfarrkirche in Oberschützen. Die Kantorei und der Chor des evangelischen Musikgymnasiums und fünf renommierte Solisten sangen begleitet von einem Orchester auf Barockinstrumenten und geleitet von Erik Barnstedt mit großem Engagement die Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu nach dem Evangelisten Johannes.
Es gelang ihnen mit Hilfe dieser wunderbaren Musik, die Herzen der vielen Zuhörer zu erreichen. Dazu trugen in besonderem Maße auch die beiden Solisten Daniel Johannsen und Markus Volpert (beide Absolventen des Musikgymnasiums) bei.«

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R. I. Mayr, Musica Sacra — Eine ORF-CD der Reihe »Alte Musik« (ORF SACD 477) mit geistlichen Konzerten des Schärdinger Barockkomponisten Rupert Ignaz Mayr (1646 – 1712), die im Rahmen des Jubiläumskonzerts »25 Jahre Brunnenthaler Konzertsommer« Ende Juni 2006 entstand. Unter der Leitung von Christoph Hammer musizierten die Neue Hofkapelle München sowie Ulrike Hofbauer (Sopran), Matthias Lucht (Altus), Daniel Johannsen (Tenor) und Dominik Wörner (Baß).

Die renommierte französische Fachzeitschrift DIAPASON (1/2007) prämiert diese Aufnahme mit vier (von fünf erreichbaren) Stimmgabeln, und der Rezensent Jean-Luc Macia empfiehlt sie folgendermaßen: »... Die CD beginnt mit vier knappen Motetten, die zugleich an Schütz und die Vielfalt der venezianischen Musik erinnern: vier Solisten dialogisieren oder vereinen sich zu einem kleinen Chor, begleitet von Violinen und dem Continuo in glühendem Konzertieren. Dann folgt ein großartiges Confitebor tibi, Domine für Tenor, Violinen und Baß, das wie aus Monteverdis Feder geflossen zu sein scheint: Koloraturen, frenetische Verzierungen, leuchtende Melodien, variantenreiche Rhythmik, stürmische Virtuosität der Violinen und eine ansprechende Sensibilität schaffen eine gefühlsstarke, bisweilen sogar verführerische Atmosphäre. Das in sich geschlossenste Stück beschließt die Platte: Consideratio Fructus peccati, Mors animae. [...] Dieses Werk ist ebenso wie die vorhergehenden Motetten von den Instrumentalisten (exzellente Violinen) und vier Sängern mit Leidenschaft, Frische und Stilsicherheit interpretiert worden. Eine schöne Aufnahme.« (Übersetzung: Bernhard Drobig)

Des weiteren rezensiert David Vickers im Londoner Musikjournal Gramophone (nach eigenen Angaben »the world’s best classical music magazine«) wie folgt: »... Die flexible und dennoch liebliche Stimme des Tenors Daniel Johannsen klingt auch in den unmenschlich schweren Passagen von Confitebor tibi herausragend gut. ...« (Übersetzung: D. J.)

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G. Fr. Händel, Judas Maccabaeus, HWV 63 — Eine ORF-CD der Reihe »Alte Musik« (ORF SACD 478) mit einem Konzertmitschnitt vom 16. 11. 2006 aus dem Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Unter der Leitung von Heinz Ferlesch musizierten die Wiener Singakademie, die Altenburger Sängerknaben, das Barockensemble Barucco sowie Cornelia Horak (Sopran), Hermine Haselböck (Mezzosopran), Thomas Künne (Altus), Daniel Johannsen (Tenor), Günther Friederich und Klemens Sander (Baß).

Johan van Veen rezensiert auf www.musica-dei-donum.net: »... Daniel Johannsen macht das Meiste aus seinem Part, er bewältigt die Koloraturen seiner Arien mit Leichtigkeit und beeindruckt auch in den Rezitativen, die wirklich deklamatorisch gesungen sind. ...« (Übersetzung: D. J.)

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248 (Teile I–III; Evangelist und Arie) — Konzert mit der Bochumer Kantorei und Mitgliedern der Bochumer Symphoniker (Ltg.: Arno Hartmann) am 23. 12. 2006 in der Christuskirche Bochum

Christoph Dittmann in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 27. 12. 2006: »... Eine glückliche Hand bewies Dirigent Arno Hartmann wie so oft bei der Auswahl der Solo-Stimmen. Dagmar Linde berührte mit ihrem warmen, wohlklingenden Alt (phantastisch: die Arie ›Schlafe, mein Liebster‹). Daniel Johannsen war ein absolut sicherer und zudem kraftvoller Tenor. Und auch die Sopranistin Ursula Fiedler und auch der Bassist Falkio Hönisch hatten ihren Anteil an einer gelungenen Aufführung des Oratoriums. ...«

Hanns Küster in den Ruhr-Nachrichten vom 27. 12. 2006: »... Ebenso gut ausgewählt waren die Solisten. Ursula Fiedlers Sopran strahlte mit dem Weihnachtsstern um die Wette, und Dagmar Lindes Alt hinterließ Gänsehaut in der Arie ›Bereite dich, Zion‹. Auch Daniel Johannsen begeisterte. Artikuliert erzählte er als Evangelist von den Vorgängen im Heiligen Land, und in der Tenorarie glänzte er mit Strahlkraft in der Mittellage. Falko Hönisch (Baß) verbreitete mit baritonalem Timbre eine feierliche Stimmung. ...«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Christus, op. 97, sowie Lobgesang, op. 52 — Konzert im Rahmen der »Concerts de l’Avent« gemeinsam mit dem Ensemble Vocal de Villars-sur-Glâne und dem Wiener Concert-Verein (Ltg.: Philippe Morard) am 10. 12. 2006 in der Pfarrkirche von Villars-sur-Glâne (CH)

Marcel Crottet in den Freiburger Nachrichten vom 12. 12. 2006: »... Daß auch Rezitative – von Daniel Johannsen ausdrucksvoll und gut verständlich vorgetragen – als musikalische Feinheiten empfunden werden können, weiß man nicht erst seit Mendelssohn. [...] Die anschließende Kantate war ein einziger Ohrenschmaus. Ist das der Grund, daß das Werk in Fachkreisen als nicht über alle Zweifel erhaben gilt? Donnernde, an Intensität kaum zu überbietende Chöre mit Pauken, Trompeten und 32-füßiger Orgeluntermalung wechseln mit fast zur Sentimentalität hinneigenden Duetten. Dabei blieben Solisten und Chor stets über dem orchestralen Klangteppich.
Philipp Morard dirigierte mit einfachen, klaren Gesten und wirkte als Chef bescheiden. Der Wiener Concert-Verein musizierte mit traumwandlerischer Sicherheit, und der bis in jedes Detail vorbereitete Chor konnte mit den Profis Schritt halten. Die Solisten beeindruckten durch ein mächtiges Stimmvolumen, vor allem die Sopranistin Cornelia Horak. Daniel Johannsen brillierte mit einer feinen Diktion und einem warmen Timbre, wodurch er sich wohltuend vom monumentalen Gesamteindruck abhob.
Es war ein Konzert, das den Gefühlen freien Lauf ließ, den wunderschönen Melodien zufolge auch hie und da einen wohlig-kalten Rückenschauer provozierte und vor allem eines zum Ziele hatte: mit hervorragenden Musikern den Menschen Freude zu bereiten, welche nach Schönheit und Wohlbehagen dürsteten.«

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J. S. Bach, h-moll-Messe, BWV 232 — Konzert mit dem Kammerchor der Frauenkirche und den Dresdner Kapellsolisten (Ltg.: Matthias Grünert) am 3. 10. 2006 in der Frauenkirche zu Dresden

M. Hanns in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 5. 10. 2006: »... Zur schönsten Arie des Abends darf das milde, in sich ruhende ›Benedictus‹ gekürt werden. Daran hatten der junge Tenor Daniel Johannsen und die Instrumentalisten Jens-Jörg Becker (Flöte) und Andreas Priebst (Cello) gleichermaßen Anteil. ...«

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Duo-Liederabend (gemeinsam mit Dominik Wörner, Baßbariton, sowie Barbara Baun und Simon Bucher, Klavier) mit Liedern und Kammermusik von W. A. Mozart und R. Schumann — zur Eröffnung des 16. Kirchheimer Konzertwinters am 29. 9. 2006 in der prot. Kirche von Kirchheim/Weinstraße

Roland Happersberger in der Rheinpfalz vom 2. 10. 2006: »Ein Liederabend von außerordentlicher Qualität [...], der fast zwei Stunden lang spannend und packend blieb.
Die Eröffnung bereits nahm ungemein für sich ein: Johannsen erschien mit einem Blumentopf in der Hand und sang Mozarts berühmtes ›Veilchen‹ nach Goethe, eigentlich das einzige Mozartlied auf einen namhaften Text. Johannsen traf genau den rechten Ton, die Mitte zwischen schlichtem und kunstreichem Ausdruck, gefiel durch seine natürlich und klar klingende Stimme und die kaum merkliche Ironie, die er bisweilen, wenn ein Text dies einem jetzigen Betrachter nahelegt, leicht über sein Singen streute. Solcherart sang er auch die ›Verschweigung‹, ein unterhaltsames Liedchen auf einen im pseudoantikischen Hirtenstil tändelnden Text von Weiße. [...]
Schon in diesen vier Mozartliedern bewiesen Johannsen, Wörner und Baun eine Kompetenz und Harmonie, die keine Wünsche offen ließ. [...]
Es folgten zwölf weitere Vertonungen Schumanns nach Heine, in denen Wörner und Johannsen, Bucher und Baun sich abwechselten und manchmal – es waren stets besonders intensive Momente – zu viert zu hören waren. Insgesamt kann man sagen, daß beide Musikerpaare einander herrlich ergänzten: Zu Johannsens leichtem, schlankem, in der Textausdeutung agilem Tenor, der über herrliche Spitzentöne verfügt, bildete Wörners sonorer, kraftvoller, dramatisch gestaltender Baßbariton einen wirksamen Kontrast, während die kompetente Klavierbegleitung Bauns und Buchers sich nur in interpretatorischen Nuancen zu unterscheiden schien. [...]
Und dann der ›Belsazar‹, ohnehin eine der packendsten Balladen, die es gibt: Mit welcher Sicherheit, mit welchem dramatischen Instinkt, mit welcher Schönheit des Klanges Johannsen das machte, ist nicht zu schildern. In der großen Generalpause stockte dem Publikum der Atem. [...]
Nach den Heineliedern wäre man schon mehr als zufrieden gewesen. Dennoch vermochten auch die spanischen Liebeslieder nach Geibel ebenso wie die vierhändigen, vorzüglich gespielten Ballszenen zu entzücken.«

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Preisträgerkonzert des 9. Internationalen Mozart-Wettbewerbs Salzburg am 16. 8. 2006 im Großen Saal des Mozarteums — als Träger des »Sonderpreises für die beste Liedinterpretation« sang ich, am Klavier begleitet von Elena Larina, zwei Mozart-Lieder

Karl Winkler in der Internet-Kulturzeitung DrehPunktKultur (http://www.drehpunktkultur.at/txt06-8/0887.htm): »Die Sänger-Kür zum Abschluß. Eines ist sicher: Mozartstimmen gibt es nach wie vor, und im glücklichsten Fall wissen sie Ausdrucksfähigkeit, Eleganz und die heute auf der Opernbühne geforderte Kraft aufs Schönste zu verbinden. [...] Zwei Mozart-Lieder, einerseits ein Ruhepunkt, andererseits – überraschend zwischen den Opernszenen und doch auch wieder ganz logisch auf Mozartsche Rezitative vorbereitend – ein Ereignis der leiseren Art. Der Österreicher Daniel Johannsen, noch keine 30 Jahre alt, erwies sich, überaus wortdeutlich, schon als fertiger Liedsänger. In der Tiefe gleicht er einem schlanken Bariton; je höher die Lage, desto runder klingt der elastische Tenor. In ›Das Traumbild‹ KV 530 und der fast schon Schubertschen ›Abendempfindung‹ KV 523 hat er auch Pianissimo-Augenblicke gewagt. Jederzeit ist er aber ebenso zu Forte-Expansionen bereit und fähig, eine kraftvolle Höhe hat er eher angedeutet, aber immerhin so, daß man ihn sich beispielsweise als Don Ottavio sehr gut vorstellen kann. ...«

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Joseph Haydn, Die Jahreszeiten (Lukas) — Abschlußkonzerte der styriarte 2006 am 29. und 30. 7. 2006 im Grazer Stefaniensaal (Ltg.: Jordi Savall)

Kleine Zeitung vom 31. 7. 2006: »In aufklärerischer Gesinnung, geleitet ganz vom deklamierten Wort, dirigierte Jordi Savall Haydns ›Jahreszeiten‹ im Stefaniensaal. [...] So peitschte der Sommersturm durch den exzellenten Chorus sine nomine (Johannes Hiemetsberger), und auch Cornelia Horak (Hanne) und Daniel Johannsen (Lukas) strotzten vor Gestaltungskraft. ...«

Peter Stalder im Standard vom 2. 8. 2006: »Jordi Savall und recreation beschließen die styriarte mit Haydns ›Jahreszeiten‹ […] Von Beginn an läßt der Spanier dieses Kaleidoskop an Wetter-, Wald- und Wiesenskizzen in bunten Farben leuchten. Mal brachial-burschikos, mal sanft und luftig spürt er diesen tonmalerischen Schilderungen nach. Selten vernimmt man das dumpfe Donnergrollen und die losbrechende Gewittermusik des Sommers so bedrohlich. Über die Naturstimmungen hinaus versteht es Savall, in den lyrischen Passagen jeglichem noch so verlockenden luftigen Zuckerwatteklang abzuschwören und einzelne Stimmen mit großer dynamischer Präsenz kontrastreich zu isolieren. […] Mit Cornelia Horak, Daniel Johannsen und Mathias Hausmann waren die solistischen Landleute erstklassig besetzt. Der eigentliche Protagonist dieses Abschlußkonzertes der diesjährigen steirischen Festspiele war aber der von Johannes Hiemetsberger sorgfältig einstudierte chorus sine nomine, der äußerst intonationssicher agierte und selbst in den Tutti-Stellen phonetisch bestens verständlich blieb.«

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José María Sánchez-Verdú, Gramma — Jardines de la escrituraUraufführung eines Musiktheaters im Rahmen der Münchener Biennale (als Co-Produktion mit dem Luzerner Theater) am 18. 5. 2005 in der Muffathalle München; Luzerner Première am 27. 5. 2006. Musikalische Leitung: Rüdiger Bohn, Konzept und Regie: Sabrina Hölzer

Gabriele Luster im Münchner Merkur vom 20. 5. 2006: »... ›Gramma oder Die Gärten der Schrift‹ überraschte als vierte und gelungene Biennale-Uraufführung am Donnerstagabend in der Münchner Muffathalle sogar langjährig Erprobte. […] Aus dem Nichts gesellen sich die Stimmen dazu von vier auf hoher Empore verteilten Ensemblesängern und vier Solisten — Daniel Johannsen, Tenor, Howard Quilla Croft und Tom Sol, Bariton bzw. Sprecher, und von Sopranistin Simone Stock, der der Komponist verzaubernde Ariosi als klagende Venus gönnt. […] Die geniale Umsetzung, die Sánchez-Verdús fragile Musik ebenso schont wie den optisch überreizten Zuschauer, gewährt (Gedanken-)Raum und animiert dazu, dem Komponisten zur philosophischen Auseinandersetzung durch Musik und Sprache hindurch zu folgen: in den Disput um Schrift und Erinnerung, um Vergessen und Bewahren. Ein intensiver, bei aller Gedankenschwere schwebend nachklingender Biennale-Genuß, auf den sich die Luzerner als Koproduzenten freuen dürfen.«

Mirko Weber im Tagesspiegel vom 21. 5. 2006: »Wunder gibt es immer wieder, aber nach zwei Wochen Münchner Musikbiennale war eigentlich nicht mehr damit zu rechnen. Zu sehr hatten sich die Beteiligten in jeweils eigenen Produktionsgängen verirrt, wo hinein sie sich gemäß dem Biennale-Motto ›Labyrinth-Widerstand‹ begeben sollten. […] Dann aber ereignet sich am Schluss der Biennale etwas, was es in dieser Form auf dem Musiktheater noch nicht gegeben hat. Und hingegeben ist man stumm. ›Ich bitte Sie, mir zu folgen‹, steht auf dem weißen Blatt Papier, das auf einem schwarzen Pult liegt. Darunter ein Buch. Jeder der 200 Zuhörer in der Münchner Muffathalle hat dieses Buch, hat ein Pult, hat eine Leselampe. Das Buch ist groß, weiß und gefüllt mit Buchstaben und Bildern. ›Wenn es dunkel wird, hören Sie Klänge, gelesen aus Schrift‹, steht weiterhin auf dem Zettel, und dann noch, dass der Klang am Ende in sein Zeichen zurückkehre und dem Zuhörer ewig bleibe. Zudem dürfe er das Buch (inklusive vorab gefertigtem CD-Mitschnitt der Komposition) mit nach Hause nehmen. […] Thematisch verknüpfen sich eine Ulysses-Episode mit der Geschichte von Venus und Adonis, Sentenzen von Augustinus, Platon, Homer und Ovid. Man blättert Seite um Seite und wünscht schon nach fünf Minuten, es ginge wieder an den Anfang des Buches zurück. Kostbarste Momente vergehen im Nu. Die Biennale entlässt ihr Publikum aus dem Labyrinth in die Freiheit der Selbstbestimmung und José M. Sánchez-Verdú, der gerade an einer neuen Oper für Madrid arbeitet, liefert dazu autonomes Material. Freiheit ist immer die Freiheit der Andershörenden. Eine Offenbarung!«

Hanspeter Renggli im Bund vom 29. 05. 2006: »Bezaubernde Klanginstallation. […] Ein faszinierendes räumliches Aufführungskonzept auf engem Raum bindet das Publikum in die Hörinstallation des Luzerner Theaters ein. Schrift, Bild, Klang und Licht verfliessen zu einer Einheit. […] Das Publikum sitzt inmitten des klanglichen Geschehens. Die achtzehn Musikerinnen und Musiker des Luzerner Sinfonieorchesters, vier Gesangs- resp. Sprechsolisten (Simone Stock, Daniel Johannsen, Howard Quilla Croft, Tom Sol) und ein Vokalensemble realisieren unter der musikalischen Leitung von Rüdiger Bohn in dem einstündigen Stück eine faszinierende Palette an Klängen und Geräuschen. Die Übergänge der vokalen Ausdrucksformen von Atem- und Stimmgeräuschen über Flüstern, Sprechen und mannigfaltige Gesangsvarianten sind fliessend. […] Ein Muss für alle Theaterneugierigen!«

Alfred Zimmerlin in der Neuen Zürcher Zeitung vom 29. 5. 2005: »Es gibt viel zu hören in der Kammeroper ›Gramma — Jardines de la escritura‹ (›Gärten der Schrift‹) des 1968 geborenen spanischen Komponisten José Maria Sánchez-Verdú. Feine, sehr leise Klänge, zerbrechlich, oft an den Rändern dessen, was mit Musikinstrumenten erzeugbar ist. Unaufdringlich schweben sie im Raum, Geräusche mischen sich zu differenzierten Farben, Linien entstehen, Ordnungen. Und dann erscheint Gesang, Bedeutungsfelder öffnen sich, Geschichten werden erzählt. Aber in Sprachen, die man nicht unbedingt versteht: Griechisch, Latein. Die Autoren, welche der Komponist in seinem Libretto versammelt hat, repräsentieren viertausend Jahre Kulturgeschichte: die Thora, Homer, Platon, Ovid, Augustinus, Dante bis James Joyce. Eine lange Sequenz beschäftigt sich mit der Trauer von Venus über Adonis, aus dessen Blut sie – zum Gedächtnis und zwecks ewiger Erinnerung – Blumen spriessen lässt. […] Die musikalische Aufführung ist phantastisch, das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Rüdiger Bohn schafft grosse Intensität. Fabelhaft, wie sich die Solistinnen und Solisten – Simone Stock, Daniel Johannsen, Howard Quilla Croft, Tom Sol – und ein Vokalensemble in die Texturen des Orchesters einfügen. …«

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J. S. Bach, Sie werden aus Saba alle kommen, BWV 65 — Konzert mit dem ensemble frauenkirche (Ltg.: Matthias Grünert) am 14. 1. 2006 in der Frauenkirche zu Dresden

J. Kocourek in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15. 1. 2006: »... Grünert – selbst an Cembalo und Truhenorgel spielend – leitete sein Ensemble zu einer überaus lebendigen und plastischen Interpretation, mit einem klar durchhörbaren, fast etwas zurückhaltenden Chor – zumindest dem Sopran hätte man etwas mehr Leuchtkraft gewünscht – und gut zusammenwirkenden Instrumentalisten, schön die spielfreudig-virtuosen Soloviolinen. Daniel Johannsen überzeugte als Tenorsolist, Olaf Bär gelang eine harmonische Einfügung seiner Baßstimme in das Ensemble. ...«

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G. Fr. Händel, Israel in Egypt — Konzert mit der Wiener Singakademie und dem Barockorchester barucco (Ltg.: Heinz Ferlesch) am 8. 12. 2005 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 10. 12. 2005: »Die Musikstadt Wien findet manchmal ihren Sinn, wo die Scheinwerfer oft gar nicht suchen. An einem Feiertagsabend im Konzerthaus. Kein Neujahrskonzert, keine falschen Mozart-Perücken-Klischees, keine große Operngala. Ein Oratorienkonzert, bestritten von einem Laienchor, besser: dem traditionsreichen Hauschor des Wiener Konzerthauses, der Wiener Singakademie. Ohne Gage, einfach aus Begeisterung für die Sache wird hier Musik aktiv gelebt. Das hört man, das spürt man. […] Mehr als solide die Auswahl der Solisten: der Sopran von Cornelia Horak, Markus Forsters Altus, Daniel Johannsens Tenor, Josef Wagners Bass sowie Katerina Beranova (Sopran) und Klemens Sander (Bass). […]«

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Donaufestwochen im Strudengau 2005 — Wolfgang Amadeus Mozart, Zaide (Sultan Soliman), gemeinsam mit dem L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg

Franz Zamazal in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 8. 8. 2005: »Das Kernstück der Donaufestwochen im Strudengau auf Schloss Greinburg bildet die Oper [...] mit einem engagierten jungen Ensemble aus klangvollen Stimmen. ...«

Rainer Elstner in der Wiener Zeitung vom 9. 8. 2005: »... Eine musikalisch gelungene Produktion auf Schloss Greinburg. [...] Stimmlich [...] ist das junge Ensemble von großer Kompaktheit. [...] Daniel Johannsen setzte als übertrieben tollpatschiger Sultan Soliman komische Akzente. ...«

Der Standard vom 9. 8. 2005: »... Unter den Sängern, die alle aus Österreich und Bayern stammen, lassen vor allem Daniel Johannsen als Sultan Soliman und Dieter Kschwendt-Michel als Osmin aufhorchen.«

Die Presse vom 10. 8. 2005: »... Die jährliche Opernproduktion auf Schloss Greinburg ist das Glanzstück der Donaufestwochen im Strudengau. Zumal, wenn die musikalische Qualität so hervorragend gerät wie bei Mozarts Singspiel ›Zaide‹. [...] Mit mitreißender Verve realisierte Intendantin Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo-Barockorchester die schillernde Partitur und konnte sich auf ein tadelloses Ensemble verlassen: Maximilian Kiener erfüllte die Tenor-Kantilenen des Gomas mit schwärmerisch-frischer Innigkeit und dessen etwas altertümlichen Sprechtext mit glaubwürdig naiver Aufrichtigkeit. Daniel Johannsen als nicht minder klangvoller tenoraler Sultan, der leuchtend klare Sopran von Barbara Kraus (Zaide), Matthias Helms sympathischer Allazim sowie Dieter Kschwendt-Michel als diabolischer Osmin standen ihm kaum nach. ...«

Leopold Kogler in den Niederösterreichischen Nachrichten vom 10. 8. 2005: »Oper einmal anders, freigespielt von überbordenden optischen Beigaben, statt dessen Konzentration auf die lyrischen Arien und zauberhaften Klänge sowie auf Dramatik — das ist das Generalthema. [...] Im Zentrum stehen der stimmlich und darstellerisch hervorragende Daniel Johannsen als wütender Sultan und die sympathische Barbara Kraus in der Titelpartie der Zaide. ...«

Franz Szabo auf http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik117.html: »... Den Instrumentalisten ebenbürtig die Sänger: [...] Der Oratorien-erprobte Bariton Matthias Helm, Bach, Händel und Monteverdi sind ihm ein besonderes Anliegen, interpretierte den großmütigen Allazim mit überzeugender Herzensschlichtheit und sängerischem Elan. Ihm ebenbürtig der junge Wiener Tenor Daniel Johannsen, bereits auf Konzert-, Lied- und Opernbühnen aller Epochen zuhause, mit der Gestaltung des machtgewohnten Sultans als perfekte Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Lebensbedrohung. Und schließlich beeindruckte der Wiener Bariton Dieter Kschwendt-Michel als Verkörperung sadistischer, buckelnder und tretender Gewalt, gleichermaßen sängerisch wie körperlich bedrohend. ...«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Lobgesang, op. 52 — Abschlußkonzert der Chorakademie Krems am 16. 7. 2005 in der Alten Reitschule von Schloß Grafenegg gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Kammerorchester und dem Akademiechor (Ltg.: Erwin Ortner)

Walter Dobner in der Presse vom 19. 7. 2005: »... So hörte man neben dem Chor der Teilnehmer der Akademie auch drei Solisten: die bereits mit Mozart souverän reüssierende Ildikó Raimondi, den ab kommender Saison zum Ensemble der Wiener Volksoper zählenden hellklaren Sopran Daniela Fally sowie den Dietrich-Fischer-Dieskau- und Robert-Holl-Schüler Daniel Johannsen, der sich durch klare Artikulation, plastische Gestaltung und weit gespanntes Volumen für größere Aufgaben empfiehlt. Er war die Entdeckung dieses Chorakademie-Finales. ...«

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Konzert im Rahmen von »Musica Juventutis« am 20. 2. 2005 im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses gemeinsam mit Daniel Pilz (Viola da gamba), Ewald Donhoffer (Cembalo) und barocker französischer Kammermusik (Brossard, Campra und Montéclair)

Wilhelm Sinkovicz in der Presse vom 22. 2. 2005: »... Wie breit die Palette österreichischen Musikantentums ist, bewies der jüngste Abend des von Norbert Brunner gegründete, verdienstvollen Konzerthaus-Reigens ›Musica juventutis‹. [...] Der Tenor Daniel Johannsen demonstrierte im Verein mit Daniel Pilz (Gambe) und Ewald Donhoffer (Cembalo), wie sich fein modellierter Gesang von verhaltener Expressivität mit ebensolchem Instrumentalklang zu barocker Kammermusik feinster Prägung verdichten kann. Das Musikland feiert fröhliche Urständ, lernt man da. ...«

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J. Haydn, Die Schöpfung (Uriel) — Konzert im Rahmen der »Concerts de l’Avent« gemeinsam mit dem Ensemble Vocal de Villars-sur-Glâne und dem Wiener Concert-Verein (Ltg.: Philippe Morard) am 17. 12. 2004 in der Pfarrkirche von Villars-sur-Glâne (CH)

Philippe Mottet-Rio in der Freiburger Zeitung La Liberté vom 21. 12. 2004: »Eine triumphale Haydn-Schöpfung. [...] Wie ein Adler. Der Tenor Daniel Johannsen, ein perfekter Evangelist, gestaltete jede Silbe seines Textes ohne Anstrengung, seine Stimme hob sich vom Ensemble ab — mit der Leichtigkeit eines Adlers. ...«

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J. J. Fux, Julo Ascanio, Re d’Alba (Teucro) — halbszenische Aufführung im Rahmen der 29. »Tage Alter Musik« des WDR in Herne, gemeinsam mit dem Ensemble Ars Antiqua Austria (Ltg.: Gunar Letzbor), am 14. 11. 2004 im Kulturzentrum Herne (Direktübertragung auf WDR 3)

Udo-Gustav Kleff in der Zeitschrift theater pur (Heft 1 / 2005): »... Unter der Leitung des Soloviolinisten Gunar Letzbor spielte die ›Ars Antiqua Austria‹ [...] eine strenge, vielfach beschwingte Musik in dem ›vermischten Styl‹, den Fux bevorzugte [...]. Wunderbar der Tenor Daniel Johannsen in der Rolle des Vertrauten Ascanios. ...«


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Mitwirkung an den Operngalas der Kammeroper Schloß Rheinsberg (als Wettbewerbspreis) am 8., 9. und 10. 7. 2004 (begleitet vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt unter der Leitung von Heribert Beissel); auf dem Programm standen Belmontes Arie »Ich baue ganz auf deine Stärke« aus der Entführung sowie die »Romanza« des Nemorino aus Donizettis L’elisir d’amore.

Peter Buske in der Märkischen Oderzeitung vom 10. 7. 2004: »... Als exzellenter Mozart-Stilist offenbart sich Daniel Johannsen, der einzige Vertreter der Tenorgilde an diesem Abend. ...«

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»Ballo.mortale« — Produktion in der Wiener Kammeroper (Première am 19. 2. 2004): Cl. Monteverdi, Il Combattimento di Tancredi e Clorinda (Testo)

Gerhard Kramer in der Presse vom 21. 2. 2004: »... Für die Festivaleröffnung haben es Regisseur Philipp Harnoncourt und Gambist Lorenz Duftschmid als musikalischer Leiter unternommen, drei halbszenische Werke Claudio Monteverdis mit dem ›Lamento d’Arianna‹ zu einem Abend zu amalgamieren. Eine angesichts so viel grandioser Musik sehr verdienstvolle Idee, leider belastet durch das Streben nach allzu großer Vollständigkeit und damit allzu großer Länge. [...] Da hieß es also Geduld haben bis zum in der Tat beeindruckenden Höhepunkt des Abends, dem ›Combattimento di Tancredi e Clorinda‹. Wie bei der Uraufführung anno 1624 im venezianischen Palazzo Mocenigo agierten Held und Heldin in vollem Waffenschmuck; klug ausbalanciert zwischen Realismus, Stilisierung und leiser Verfremdung gelang dem Regisseur der Zweikampf, tief berührend die Erkennungsszene zwischen dem Kreuzritter und seiner Geliebten, Taufe und Tod. [...] Inhomogen leider die Besetzung: Nur der leichte, intelligent geführte Tenor von Daniel Johannsen, der jugendliche Bariton von Matthias Helm und der helle Sopran von Agnes Scheibelreiter waren allen Anforderungen gewachsen. ...«

Brigitte Suchan in der Wiener Zeitung vom 23. 2. 2004: »... Schön und im Gedächtnis bleibend ist der Eindruck des gemeinsamen Musizierens, den Dirigent, Ensemble und Regisseur gleichermaßen enthusiastisch vermitteln und somit den Aufführungstraditionen folgen. Das junge Ensemble widmet sich der alten Musik erfrischend unvoreingenommen und liebt und leidet, dass es Monteverdi wohl gefallen hätte. [...] Besonders erwähnenswert scheinen mir Barbara Jernejcic als Arianna, Camilla Singh als Venus und bei den Herren der junge Tenor Daniel Johannsen und Matthias Helm als Theseus und Tancredi.«

Judith Schmitzberger im Kurier vom 23. 2. 2004: »... Das Schöne an der Produktion sind die Musik Monteverdis und ein hervorragendes Ensemble. [...] Der wiegende Duktus des Orchesters kommt den jungen Sängern zugute, allen voran Tenor Daniel Johannsen, Sopranistin Agnes Scheibelreiter und Bariton Matthias Helm. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Evangelist und Arien) — Konzert mit dem canticum novum Münster und dem Barockorchester L’arco Hannover (Ltg.: Michael Schmutte) am 11. 1. 2004 in der Petrikirche Münster (Westfalen)

Nicolas Hellenkemper in den Westfälischen Nachrichten vom 13. 1. 2004: »Nach drei Stunden Musik fand der Beifall kein Ende. [...] Daniel Johannsen gestaltete die Rezitative kraftvoll und höhensicher. Aber auch die Kantilenen in den Arien lagen ihm. Und in der schnellen Arie ›Frohe Hirten‹ flogen die Koloraturen im Wechsel mit der Flöte nur so durch den Raum. ... «

Stephan Oerter in der Münsterschen Zeitung vom 13. 1. 2004: »... Der junge österreichische Tenor Daniel Johannsen gestaltete seine Rezitative und die koloraturreichen Arien wunderbar transparent und meisterte alle Höhen mühelos. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Evangelist und Arien) — Konzerte mit der Evangelischen Kantorei Linz und deren Instrumental-Collegium (Ltg.: Kristian Schneider) am 20. 12. (Kantaten I – III) und 21. 12. (Kantaten IV – VI) 2003 in der Martin-Luther-Kirche Linz

Oberösterreichische Nachrichten vom 23. 12. 2003: »... Es gelang eine musikalisch ausgezeichnete und bewegende Interpretation. [...] Aus dem hochwertigen Solistenensemble ragte Daniel Johannsen mit hellem Tenor heraus: als Evangelist eindringlich, als Solist für die Arien mühelos. ...«

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Gedenkfeier anläßlich von Franz Schuberts 175. Todestag am 19. 11. 2003 im Steinernen Saal des Bundeskanzleramtes (auf Einladung von Dr. Wolfgang Schüssel)

Werner Beninger in der Presse vom 21. 11. 2003: »... Daniel Johannsen, ein Schüler Robert Holls, begleitet von Margit Fussi, trug mit der richtigen Melancholie Lieder mit zum politischen Grübeln verführenden Titeln vor wie ›Wohin?‹, ›Halt!‹, ›Der Einsame‹, oder ›Im Abendrot‹. Diese romantische Verzauberung genossen Nationalratspräsident Andreas Khol, Kunststaatssekretär Franz Morak [...] sowie viele Erstbesucher im Kanzleramt. ...«

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W. A. Mozart, Requiem — Konzert mit der Bochumer Kantorei und den Bochumer Symphonikern (Ltg.: Arno Hartmann) am 13. 11. 2003 in der Christuskirche Bochum

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 15. 11. 2003: »... die solistischen Glanzleistungen von Elisabeth Kulman (Sopran), Annely Peebo (Alt), Daniel Johannsen (Tenor) und Thomas Laske (Bass), die durch stimmliche Geschmeidigkeit, Expressivität in den Soli und sensible Ausgeglichenheit in den Ensemble-Passagen beeindruckten. ...«

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Konzert mit Werken von J. S. Bach und G. Fr. Händel gemeinsam mit Carlos Mena (Countertenor) sowie dem bach consort wien (Ltg.: Rubén Dubrovsky) am 21. 10. 2003 im Palau de la música catalana in Barcelona

Lluis Trullén in der Revista musical catalana vom November 2003 (Übersetzung von R. Dubrovsky): »... Bei seinem ersten Auftritt auf der Iberischen Halbinsel zeigte der bach consort wien sein gesamtes musikalisches Talent, das ihm, trotz seines kurzen Bestehens von nur vier Jahren, einen vorrangigen Platz in der Welt der Alten Musik eingeräumt hat. [...] Aufschlußreich wurde die Suche nach einem ausbalancierten, aber zugleich kontrastreichen Klangbild in den Versionen der Kantaten von Bach und Händel, die der Tenor Daniel Johannsen sowie der Countertenor Carlos Mena anboten. Es wird sich lohnen, die Karrieren beider Sänger, 1978 und 1971 geboren, weiterhin zu verfolgen. Aufgrund ihres besonderen Timbres und einer zweifelsfreien Technik konzertierten sie bereits mit wichtigen Ensembles und erlangten große internationale Anerkennung. [...] Bei Daniel Johannnsen muß man hervorheben, daß seine Stimme aufgrund der Farbe und der Leichtigkeit, mit der er alle Höhen erreicht, optimal ist, um den komplexesten Rollen des Barockoratoriums gerecht zu werden. [...] Eine der vielversprechendsten (de facto schon verwirklichten) Stimmen für Barockmusik und gewisses klassisches und romantisches Repertoire. ...«

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Operetten-Festspiele Bad Ischl 2003 — Johann Strauß, Die Fledermaus (Dr. Blind); Franz Lehár, Der Graf von Luxemburg (Sergej Mentschikoff)

Balduin Sulzer in der Kronen Zeitung vom 13. 7. 2003: »... Michael Wagner, Thomas E. Bauer, Daniel Johannsen und Lisa Felkel als vortrefflich gestaltende Chargen. ...«

Gerhard Rohde in den Salzburger Nachrichten vom 14. 7. 2003: »... Die Mitspieler springen gern und engagiert auf den komödiantisch-entfesselten ›Zug‹ auf: [...] in einer präzis gezeichneten Rolle Daniel Johannsen als Advokat Dr. Blind. ...«

Oberösterreichische Nachrichten vom 14. 7. 2003: »... Weitere Solisten im hochwertigen Ensemble: [...] Daniel Johannsen mit Komik ohne Übertreibung. ...«

Anton Stiepka in der Bad Ischler Rundschau vom 16. 7. 2003: »... Daniel Johannsen überzeugt als stotternder Advokat Dr. Blind. ...«

Margit Bachler-Rix in der Ischler Woche vom 16. 7. 2003: »... Daniel Johannsen (Wien) verlieh dem aufdringlichen Notar, Dr. Blind, unverkennbare Züge. ...«
Und in der Ausgabe vom 23. 7.: »... Schließlich seien noch die Gesangskünstler Daniel Johannsen, als Notar Sergej Mentschikoff, Dirk Konnerth, als russischer Botschaftsrat, und Kamen Petrov, als Munizipialbeamter Pélégrin, gebührend gewürdigt. Sie bildeten ein profiliertes Dreigespann und sorgten für eine eigene Note. ...«

Wilhelm Sinkovicz in der Presse vom 22. 7. 2003: »... Alles steht im Dienst der gemeinsamen Sache [...], wie die jeweils exakt getimten Auftritte von Michael Heim (Alfred), Thomas Bauer (Falke) und Daniel Johannsen (Blind). ...«

Aus dem »Kulturbericht Oberösterreich«, Folge 8, August 2003: »... In den weiteren größeren und kleineren Rollen liefen im Sinne eines Ensembles ohne Schwachstellen gute, deutlich kontinuierte Figuren: [...] Daniel Johannsen (Dr. Blind). ...«

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Wolfgang Sauseng, Passio Iesu secundum Ioannem (Evangelist) — Konzerte mit dem Chorus sine nomine (Ltg.: Johannes Hiemetsberger ) am 12. 4. (UA, Krems), 15. und 17. 4. 2003 (Wien)

Manfred A. Schmid in der Wiener Zeitung vom 17. 4. 2003: »... Die Aufführung unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger ist schlichtweg mustergültig zu nennen [...], der Tenor Daniel Johannsen ist ein großartiger Evangelist. [...] Ein tief berührendes Kirchenkonzert. ...«

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»Laß, o Welt, o laß mich sein...« — Liederabend mit Elena Larina, Klavier, am 3. 3. 2003 im Kulturzentrum Oberschützen

Oberwarter Zeitung Woche 11/2003: »... Daniel Johannsen und Elena Larina begeisterten das Publikum. [...] Der strahlende Tenor des jungen Daniel Johannsen bewältigte bravourös das schwierige Programm, kongenial und sehr einfühlsam begleitet von der jungen russischen Pianistin Elena Larina. ...«

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Peter Planyavsky (»P. P. Bach«), Der zufriedengestellte Autobus (Evangelist und Fremdenführer) — Konzerte mit dem Kärntner Madrigalchor Klagenfurt unter der Leitung des Komponisten am 27. 2. (Klagenfurt) und 1. 3. 2003 (Spittal an der Drau)

Marianne Fischer in der Kleinen Zeitung vom 1. 3. 2003: »... Ein Autobus samt Touristen (der Madrigalchor narrisch guat in Form) und Fremdenführer (mit wortdeutlichem, schlankem Tenor Daniel Johannsen), ein Polizist (Sepp Strobl) und eine Grüne (Christina Posch) machen sich nach launigen Querelen gemeinsam auf zum Heurigen. ...«

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»Nun schlag die Laut in zwey / Das Spilen ist vorbey...« — Konzert mit dem Ensemble conSequenza. (Ltg.: Thomas Engel) am 15. 11. 2002 in der Feldkircher Pforte

Anna Mika in der Neuen Vorarlberger Tageszeitung vom 17. 11. 2002: »... Und damit sollen auch die SängerInnen dieses Abend gewürdigt werden. Sie alle, Barbara Fink (Sopran), Markus Forster (Altus) und Samuel Zünd (Bariton), machten ihre Sache gut, doch der Tenor Daniel Johannsen war ihnen allen überlegen. Seine Stimme ist hell und leicht timbriert und klingt trotzdem weich, und alles, was er singt, bringt er mit selbstverständlicher Natürlichkeit und umfassender Identifikation. So wurde die Tenorkantate ›O süßer, o freundlicher, o gütiger Herr Jesu Christe‹ von Heinrich Schütz zum Brennpunkt des Programmes. ...«

Vorarlberger Nachrichten am 18. 11. 2002: »... Bemerkenswert gestaltete der Tenor textdeutende musikalische Passagen, die unmittelbar in die prägnanten Artikulationen des Ensembles überführten. ...«

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Hugo Distler, Choralpassion, op. 7 (Evangelist) — Konzerte mit dem Concentus Vocalis Wien (Ltg.: Herbert Böck) am 8. 3. (Salzburg) und 9. 3. 2002 (Rankweil)

Salzburger Nachrichten vom 11. 3. 2002: »... Ein markanter Teil am beeindruckenden Gelingen kam vom Evangelisten Daniel Johannsen, der mit seinem biegsamen Tenor deklamatorische Aussagekraft und sensible Gesangskultur auf persönliche Weise zu verbinden wusste. ...«

Vorarlberger Nachrichten vom 11. 3. 2002: »... Für die großen Partien [...] hatte man dennoch auf erfahrene Solisten wie Daniel Johannsen (Evangelist) und Josef Wagner (Jesus) zurückgegriffen. Ein guter Griff. ...«

Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 12. 3. 2002: »... Zuvorderst ist da Daniel Johannsen als ein unglaublich facettenreicher Evangelist zu nennen. ...«

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Heinrich Schütz, Weihnachts-Historie (Evangelist) — Konzert mit dem Wiener Motettenchor (Ltg.: Claudia Kettenbach) in der Luth. Stadtkirche Wien am 18. 12. 2001

Herbert Müller in der Wiener Zeitung vom 20. 12. 2001: »... Allen voran muss der tüchtige Tenor Daniel Johannsen für seine anstrengende Partie des Evangelisten gelobt werden. ...«

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Joseph Haydn, Die Schöpfung (Uriel) — Konzert mit dem Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner) beim Musikfestival St. Gallen (Stmk.) am 2. 9. 2001

Wolfgang Stern in der Kleinen Zeitung vom 4. 9. 2001: »... Julia Bauer (Sopran), Daniel Johannsen (Tenor) und vor allem Anton Scharinger (Baß) trugen als Solisten zum Erfolg der begeisternden Aufführung bei. ...«

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Joseph Haydn, Die Jahreszeiten (Lukas) — Konzert mit dem Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner) beim Musikfestival St. Gallen (Stmk.) am 26. 8. 2000

Walther Neumann in der Kleinen Zeitung vom 28. 8. 2000: »... mit besten Musikern aus nah und fern [...] und drei gleichwertigen Vokalsolisten: Geradezu ideal harmonierten der renommierte Wiener Bassist Anton Scharinger, der junge burgenländische Tenor Daniel Johannsen (22) und die aus Bayern stammende Sopranistin Julia Bauer. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Kantaten I – III; Evangelist und Arie) — Konzert mit der Kantorei der Heilandskirche Graz (Ltg.: Matthias Krampe) am 18. 12. 1999 in Graz

Kleine Zeitung vom 20. 12. 1999: »... Unter den Solisten stachen insbesondere die wohlgefällige und deklamationsgenaue Stimme des Nachwuchstenors Daniel Johannsen und der dunkle, voluminöse Alt von Elvira Soukop hervor. ...«