G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Grazer Domchor und der Capella Leopoldina (Ltg.: Josef M. Doeller) am 31. 12. 2008 im Grazer Dom

Kleine Zeitung vom 2. 1. 2009: »... Daniel Johannsen (30) sang eine großartige Tenorpartie: Messerscharf faßte er wutschnaubende Energien oder spöttische Fragewendungen oder einzelne Wörter in seine brillante sängerische Rhetorik. Da konnten die anderen Solisten und der Chor nicht (ganz) mithalten. ...«

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Franz Schubert, Winterreise, op. 89, D 911 — Liederabend mit der Pianistin Elena Larina am 22. 11. 2008 im Schloßsaal Bleckede (D)

Lüneburger Landeszeitung vom 24. 11. 2008: »... Im gut besuchten Saal des Elbschlosses formte das österreichische Duo Daniel Johannsen (Tenor) und Elena Larina (Klavier) die plastische Bildhaftigkeit der Lieder mit starker Ausdruckskraft. [...] Die immer schmerzlichere Trennung des Wanderers von allem Lebendigen, die von träumerischen Rückblenden und Visionen gesäumt wird, vollzog das Wiener Duo außerordentlich sensibel.
Der mehrfach preisgekrönte, erst 30-jährige lyrische Tenor Daniel Johannsen interpretierte die Lieder mit warmem, flexiblem Timbre. Mit breit angelegter, von gehauchtem Pianissimo bis dramatisch ausuferndem Fortissimo gehender Dynamik fühlte er sich in die psychischen Hintergründe und in den Symbolgehalt ein, der hinter den Texten steht. Durch blitzsaubere Deklamation, tadellose Intonation und eine Leidenschaft zu erzählerischer Gestaltungsfreude wirkte sein Vortrag mitreißend präsent. Selbst die tiefere, baritonale Lage, die so manches Schubert-Lied auch von einem hohen Tenor verlangt, beseelte Johannsen mit seiner schlanken Stimme glaubhaft.
Daß die in Kiew, Wien und München ausgebildete Liedbegleiterin Elena Larina wie Johannsen Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau besuchte, spiegelte das fein ausgewogene Spiel der ebenfalls mehrfach bei Wettbewerben erfolgreichen Pianistin. Wie sich Johannsens Diktion auf jede Silbe konzentrierte und dennoch das Ganze überblickte, so zeichnete Elena Larina wortillustrierende Details und Stimmungsschwankungen fein nach und erzeugte somit viel Spannung.
Am Ende des Vortrags gab es verdiente Bravos und langen Beifall.«

Wolfgang Herbst in der Elbmarsch-Post (95/2008): »Lieder von Einsamkeit und bedrückender Verzweiflung. [...] Dem Kultur- und Heimatkreis Bleckede war es gelungen, den jungen Wiener Tenor Daniel Johannsen zusammen mit der russischen Pianistin Elena Larina für einen Vortrag der ›Winterreise‹ zu gewinnen. Der erst 30-jährige Johannsen ist bereits ein überaus gefragter Interpret von Schubert-Liedern. [...] Daniel Johannsen fühlt sich ein in Stimmung und Aussage jedes einzelnen Liedes und inszeniert es mit einer unglaublich natürlichen Frische und Eleganz. Das Ausdrucksvermögen seiner geschmeidigen, glanzvollen Stimme scheint keine Grenzen zu haben, und mühelos wechselt Johannsen Dynamik und Tempo der sehr unterschiedlich gestimmten Lieder. Das Lied ›Erstarrung‹ singt er derart dramatisch, daß einem fast kalt wird ums Herz. Der ›Lindenbaum‹ wiederum ist heiter und hell und läßt einen für einen Moment aufatmen. Johannsens Liedvortrag ist derart spannend, daß die Zuhörer gebannt den Leidensweg des Wanderers mitverfolgen und mit ihm alle Höhen und Tiefen durchleiden. Johannsens Begleiterin am Klavier, Elena Larina, wirkte durchgängig ernst, was sicherlich mit ihrem höchst konzentrierten, absolut brillanten Spiel zusammenhing. Es ist zu spüren, daß sie schon viele Konzerte mit Daniel Johannsen gegeben hat, so daß für ihre Verständigung kaum noch ein Blick vonnöten ist. Die Interpreten spielten ohne Pause alle 24 Lieder und ernteten schließlich gelöst lächelnd den herzlichen Dank des begeisterten Publikums.«

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Jubiläumskonzert »25 Jahre Musica Juventutis« am 9. 11. 2008 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 11. 11. 2008: »... Einige Ausnahmemusiker der jüngsten Generation waren am Sonntag, exakt zum Jahrestag des ersten Musica-Juventutis-Abends, zu einem Jubiläumskonzert geladen. Begleitet von der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius Traunfellner brillierte der Tenor Daniel Johannsen in Benjamin Brittens Liedzyklus ›Les Illuminations‹. ...«

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Eröffnungsabend einer Konzertserie mit sämtlichen Bach-Kantaten (künstlerische Leitung: Luca Pianca, Georg Nigl und Wolfgang Mitterer) am 5. 11. 2008 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

Gerhard Kramer in der Wiener Zeitung vom 7. 11. 2008: »... Schon am ersten Abend wurde der Mozart-Saal vom Publikum förmlich gestürmt, wurden die Ausführenden begeistert akklamiert. [...] ›Sieger‹ des Abends aber war Daniel Johannsen: Ein in Timbre, Technik und Diktion idealer Oratorien-Tenor. ...«

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Liederabend (Werke von Fr. Schubert, H. Wolf, G. Fauré, H. Duparc und R. Quilter) mit dem Pianisten Walter Bass am 27. 9. 2008 in der Alten Turnhalle Herrenberg (D)

Wolfgang Teubner im Gäuboten vom 29. 9. 2008: »Einzigartiger Liederabend. Sinnlichkeit durch vokale Brillanz.
In der schon langen Geschichte der städtischen Konzertreihe kann man sich nicht an einen solchen Liederabend erinnern: Der junge Tenor Daniel Johannsen und sein Klavierbegleiter Walter Bass tauchten in Herrenbergs Alter Turnhalle mit einer solchen frischen Natürlichkeit und freudigen Zustimmung in die Welt der Romantik ein, daß man im gut besetzten Saal ins begeisterte Schwärmen geriet.
Der 30-jährige Wiener Sänger ist natürlich keine Neuentdeckung mehr. Er ist auf der Karriereleiter schon fast ganz oben angekommen und in der Oper, im Oratorium und im Lied gleichermaßen zu Hause. Privaten Verbindungen nach Herrenberg verdankt man seine Mitwirkung als Evangelist in der Matthäuspassion im März dieses Jahres in der Stiftskirche und, laut eigener Aussage, diesen ›ersten Liederabend im Schwabenland‹.
Die Leichtigkeit seines Singens fasziniert, ebenso die reiche Vielseitigkeit seiner Stimme. Er ist der Typus eines modernen Liedsängers, der es sich leisten kann, auch weithin unbekannte Werke aus seiner Sicht vorzutragen. Sein Singen ist ausgeglichen, so daß sich die Lieder trotz der verschiedenen Stimmungen und Charaktere in einer wohltuenden Einheit befinden. Es scheinen ihm weder im Umfang noch von der Dynamik her Grenzen gesetzt zu sein, es gefallen die wohltuende Gelöstheit und der manchmal sinnliche Glanz seines Timbres. Der biegsame Klang der Stimme erreicht mit bewundernswert sparsamen Mitteln ein wirkungsvolles Farbenspiel. Ein wenig steif wirkt er noch zu Beginn auf dem Podium, seine Körpersprache schien eher etwas unbeholfen. Das änderte sich im Laufe des Abends aber deutlich. Sinnbildlich kann man sagen, daß er nach Öffnen seines Jacketts nicht mehr so zugeknöpft war, es kam sogar der Opernsänger immer mehr hervor, die Bühne wurde zur Szene.
Die sieben ausgewählten Lieder von Schubert zu Beginn, mehrheitlich auf Texte von Goethe, verband nicht unbedingt ein roter Faden, doch stand natürlich die ›Rastlose Liebe‹ im Mittelpunkt des Geschehens. Das war auch so bei den acht Wolf-Liedern auf Mörike-Texte zum Schluß, in denen zwar viel unbeschwerte Fröhlichkeit zu herrschen schien, die permanente Gegenströmung der Melancholie aber auch spürbar gemacht wurde. In die Mitte gestellt dann Lieder aus dem nicht so populären Repertoire. Die Lieder von Gabriel Fauré und seines Landsmannes und Zeitgenossen Henri Duparc führten in intensive emotionelle Bereiche eines sinnenbetörenden Klangreizes, zeigten Farbbilder und Stimmungen voller Poesie. Die hier völlig unbekannten ›Shakespeare Songs‹ des Briten Roger Quilter waren eine dankbar aufgenommene Entdeckung. Die humorig-launige Eleganz und der sprühende Elan kamen unmittelbar an. Johannsen sang die Lieder in den Originalsprachen, das heißt zur musikalischen Beweglichkeit kam hier auch eine geistige, die Texte und ihre Übersetzungen standen den Hörern zur Verfügung.
Der Pianist Walter Bass schien rein äußerlich fast unbeteiligt zu sein: Sein Spiel absolvierte er ohne sichtbaren Aufwand. Doch innerlich war er voll dabei, er steuerte die Atmosphäre der Lieder allein schon in den Vor- und Nachspielen, blieb aber auch während der Begleitung in einem Kraftfeld intensiver Spannung. Man spürte deutlich eine tiefe künstlerische Übereinstimmung mit dem Sänger, dazu zählten die gleiche Leidenschaftlichkeit und die Feinabstimmung in den Gestaltungen.
Die Herrenberger waren einfach hingerissen von diesem Abend und wollten das Ereignis mit ihrem Applaus so lange wie möglich festhalten. Die erste Zugabe führte zurück zu Schuberts ›An die Laute‹, die zweite brachte Wolfs reizende ›Storchenbotschaft‹ und die dritte die heimliche Hymne der Romantik, das Lied ›Du holde Kunst‹ von Schubert. Ein Abend, den man nicht vergessen wird.«

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Antonín Dvorák, Stabat Mater, op. 76 — Konzert mit dem Kammerchor der Herz-Jesu-Kirche Münster und der Neuen Philharmonie Westfalen (Ltg.: Michael Schmutte) am 21. 9. 2008 in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster (Westfalen)

Christoph Broermann in der Münsterschen Zeitung vom 23. 9. 2008: »... Einfühlsam gestaltete Tenor Daniel Johannsen mit schöner Legato-Kultur den sechsten Satz, wo er sein Echo in den Männerstimmen des Chores fand, die durch die Tränenschleier der Violinen tönten. ...«

Arndt Zinkant in den Westfälischen Nachrichten vom 23. 9. 2008: »... Der zweite Satz gehört ganz dem Solistenquartett. Voll und pathosbeladen tönt der Ruf des Basses Josef Wagner: ›Pro peccatis suae gentis‹. Während Altistin Hilke Andersen mit herber ausdrucksvoller Emphase singt, gibt Catalina Bertucci ihren langen Soprantönen viel Scheu und Zebrechlichkeit. Obwohl ganz lyrischer Tenor, bricht Daniel Johannsen als Einziger dynamisch einmal aus, wagt sich in opernhafte Gefilde, was der Musik keineswegs schadet. ...«

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Eduard Künneke, Der Vetter aus Dingsda (Egon von Wildenhagen) — Première an der Volksoper Wien am 4. 9. 2008

Peter Vujica im Standard vom 6. 9. 2008: »Der Dingsda vom Dingsda: ein Triumph der Qualität. Ein sensationeller Saisonstart an der Wiener Volksoper: Eduard Künnekes Operette ›Der Vetter aus Dingsda‹ wurde musikalisch und szenisch zum bejubelten Ereignis
Wien - Daß Eduard Künnekes Vetter aus Dingsda die am besten geglückte Volksopernpremiere sein würde, die man seit langem zu sehen und zu hören bekommen hat, hätte wohl kaum jemand erwartet. Weder, was dieses Kammeroperettchen betrifft, noch seitens der Interpreten zeichnete sich ein Superlativ ab, zu dem diese Produktion letztlich durch das brillante Zusammenspiel von Szene und Musik dann doch wurde. [...]
In diesen hat das Ensemble reichlich Gelegenheit, sein ausgeglichenes Niveau zu beweisen. Rebecca Nelsen gelang es, dieses als Debütantin auf Anhieb zu steigern. Als Julia bringt sie vieles mit, was eine Operettendiva ausmachen würde: eine blendende Erscheinung, sicheres Auftreten, Humor und Mut zur Selbstironie und eine schöne Stimme, die bei Bedarf über erhebliche Strahlkraft verfügt.
Ihr Partner, Daniel Prohaska, ebenfalls neu an der Volksoper, ist kein Unbekannter mehr, hat schon erheblich mehr Routine und weiß sich auch stimmlich wirksam in Szene zu setzen.
Mit Johanna Arrouas und Boris Pfeifer, ebenfalls Debütant an der Volksoper, steht den beiden ein eindrucksvolles Buffopaar gegenüber: in dem mit Gartenzwergen, einem hübschen Häuschen, einem großem Mond, einem Himmelbett und einer Badewanne bestückten bunten Künneke-Universum machen die beiden beste Figur, ebenso wie Isabel Weicken als komische Tante und Daniel Johannsen als komischer Schwerenöter.«

Walter Weidringer in der Presse vom 6. 9. 2008: »... Ewiger Loser im Liebesspiel aber bleibt der hilflos-zackige Offizier Egon, eine undankbare Rolle, in der Daniel Johannsen mit großem Einsatz zwischen Komik und der Gefährlichkeit des künftigen Nazis vermittelt. [...] Unterhaltung ohne Durchhänger.«

Karlheinz Roschitz in der Kronen-Zeitung vom 6. 9. 2008: »... Volksopernchef Robert Meyer hat’s geschafft: Seine bisherigen Premierenerfolge hat er mit dieser Künneke-Produktion weit überholt. Riesenapplaus und Jubel eines begeisterten Publikums. [...]
Tambosi inszeniert ein lieblich skurriles Zaubermärchen. Üppig, frech, lustvoll. [...] Aber selbstverständlich erweist Tambosi sich da auch als gebildeter Arrangeur, der mit Zitaten, Anspielungen und perfekten Vernetzungen nicht spart. [...]
Alexander Drcar sorgt am Pult des Volksopernorchesters für Pepp und Tempo. [...] Erfreulich die Besetzung: Singsschauspieler mit starker Bühnenpräsenz! [...] Daniel Johannsen spielt perfekt das verklemmte Bürschchen von Wildenhagen. ...«

Peter Jarolin im Kurier vom 6. 9. 2008: »So macht die Operette wieder richtig Spaß. [...] Olivier Tambosi hat die erste Premiere der neuen Saison mit viel Witz, Tempo, Ironie, aber auch sehr filmisch inszeniert. Ein großer Wurf. [...] Daß auch die musikalische Seite über weite Strecken überzeugt, liegt an den spielfreudigen Sängern. [...] Daniel Johannsen, Thomas Markus, Stefan Cerny runden das Ensemble ab. ...«

Karl Löbl in der Zeitung Österreich vom 6. 9. 2008: »... Regisseur Olivier Tambosi lässt von Anfang an keinen Zweifel, dass wir die Story nicht ganz ernst nehmen sollen. Er bricht sie mit ironischen Pointen, mit Zitaten aus Revue und theatralischer Gartenlaube. Das hat viel Witz, doch die stummen Szenen und die Prosa sind ähnlich behäbig wie jene 20 reizenden Gartenzwerge, die auf der Bühne herumstehen.
Hinreißend ist die Musik. Jede Nummer ein melodischer Volltreffer, sensibel orchestriert, reich an instrumentalen Pointen. Künneke, Schüler des Spätromantikers Max Bruch, begann als Opernkomponist, wandte sich erst später und eher widerwillig der Operette zu, womit er großen Erfolg hatte. Die gefühlvolle Eleganz, aber auch die rhythmische Delikatesse der Nummern sind beim Dirigenten Alexander Drcar in allerbesten und beredten Händen.
Auf der Bühne ein gutes Ensemble. Rebecca Nelsen hat eine schöne Stimme, artikuliert aber leider so undeutlich, dass man ihren Text kaum versteht. Ganz ausgezeichnet der Tenor Daniel Prohaska, ebenfalls ein Hausdebutant. Seine Bühnenpräsenz macht ihn sofort zum Publikumsliebling. Johanna Arrouas, Isabel Weicken, Boris Pfeifer, Daniel Johannsen geben ihren Rollen Kontur.
Zuletzt einhelliger Beifall, Riesenerfolg.«

Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 6. 9. 2008: »... Alexander Drcar, der auch in Linz dirigierte, war idealer Partner für das junge Sängerensemble. An der Spitze Rebecca Nelsen, die die Julia genau traf und sängerisch zu begeistern verstand. Daniel Prohaska hat sich als ›falscher‹ Vetter August mit seinem prächtigen Tenor in die Herzen des Volksopernpublikums gesungen hat. Ebenso Debütant Boris Pfeifer, der einen veritablen ›echten‹ Vetter gab. Spritzig agil Johanna Arrouas als Hannchen, so richtig vorzüglich tollpatschig Daniel Johannsen als Egon. Carlo Hartmann und Isabel Weicken waren ein Musterbeispiel eines sich ›innig‹ liebenden Onkel-Tanten-Paares. Zu Recht viel Applaus für einen schwungvollen, einmal nicht die Operette mühsam hinterfragenden Abend.«

Markus Hennerfeind in der Wiener Zeitung vom 9. 12. 2008: »Die lähmende Tarzan-Trommel-Einleitung des ›Vetter aus Dingsda‹ an der Wiener Volksoper ließ Schlimmes vermuten – doch es wendete sich flugs alles zum Guten: Regisseur Olivier Tambosi zauberte aus dem blechernen Berliner Lustspiel eine pfiffige, erstaunlich kurzweilige Operettenshow.
Die scharf gezeichneten Charaktere bleiben stets in Bewegung, ohne dass dabei vordergründiger Klamauk den klug versprühten Spielwitz ersetzte. Es tollt sich also gewiss fidel herum auf der bunten Bühne (Friedrich Despalmes) mit den Gartenzwergen, zumal die Operette keinen Chor und kein Ballett hat und die auserlesene Schar von neun Sängerinnen und Sängern alles selber macht.
Die reizende Julia (Andrea Bogner) verfällt dem falschen Roderich / echten August – wie kann sie auch nicht, wenn sie der junge Volksopern-Tenor Ladislav Elgr herrlich schmachtend mit ›Ich bin nur ein armer Wandergesell‹ bezirzt? Um dieses exzellente Paar herum tummeln sich pointenreich Johanna Arrous (Hannchen), Carlo Hartmann (Onkel Josse), Isabel Weicken (seine Frau Wimpel), Daniel Johannsen (Egon), Boris Pfeifer (der echte Roderich) und die beiden Diener Hans und Karl (Thomas Markus und Stefan Cerny).
Darüber – und über das ausgezeichnete Orchester – wachte streng und schwungvoll Elisabeth Attl. Ein Vergnügen!«

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Ernst Ludwig Leitner, Die Sennenpuppe (Junge) — Uraufführung der Oper (Libretto: Alois Schöpf) im Rahmen der Salzkammergut-Festwochen Gmunden am 8. 8. 2008 im Stadttheater Gmunden

Wiener Zeitung vom 11. 8. 2008: »... Als Regisseur und Bühnenbildner gelingt Erich Hörtnagl mit wenigen Mitteln Wirkungsvolles, die Sänger leisten Überzeugendes. Vom Linzer Landestheater kamen die stimmlich und darstellerisch attraktive Gotho Griesmeier für die Titelrolle und Martin Achrainer als Bauer. Neben dem ordentlichen Hirten von Matthias Helm war es vor allem der jugendlich-frische Tenorgesang des unglücklichen Opfers, mit dem Daniel Johannsen der viel beklatschten Aufführung ein Profil verlieh.«

Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 11. 8. 2008: »Horrortrip auf der sündigen Alm. Ernst Ludwig Leitners Oper ›Die Sennenpuppe‹ wurde mit einem ausgezeichneten Ensemble bei den Salzkammergut-Festwochen im Stadttheater Gmunden uraufgeführt. [...] Allen voran Gotho Griesmeier, die der Sennenpuppe lebendige Züge abgewann und in ihrem Rachefeldzug höchst ausdrucksstark agierte. Darüber hinaus konnte sie die heikle Partie technisch meisterlich realisieren. Der junge Tenor Daniel Johannsen als Hirtenjunge wußte seine beeindruckenden stimmlichen Mittel bestens einzusetzen. Das gelang auch Matthias Helm. Martin Achrainer machte als Bauer ideale Figur und konnte seine doch sehr differenzierte Partie glaubwürdig und emotional umsetzen. ...«

Shirley Apthorp in der Zeitschrift Musical America (Internetausgabe vom 14. 8. 2008; Übersetzung von D. J.): »... Aus der soliden und gut einstudierten Besetzung stach Daniel Johannsens Hirtenjunge am eindrücklichsten heraus, gesungen mit einer strahlenden und klaren Stimme, die gleichermaßen unangestrengt wie unschuldig klang. ...«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Arien) — Konzerte mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung (Ltg.: Enoch zu Guttenberg) am 15. und 16. 7. 2008 im Münster Frauenchiemsee

Rainer W. Janka im Oberbayischen Volksblatt vom 17. 7. 2008: »Predigt statt Pausen-Prosecco. Die Festspiele Herrenchiemsee begannen auch heuer wieder mit einem Konzert im Münster Frauenchiemsee. Doch da wird’s schon schwierig: War es ein Konzert? Oder war es ein Gottesdienst? Eines kann Enoch zu Guttenberg auf den Tod nicht ausstehen: Wenn die Passion, das vertonte Leiden Christi, nur als musikalisches Ereignis, nur als Konzert genossen wird, nein, sie sollte er- und auch durchlitten werden. Deswegen hat Guttenberg die Passion als barockes ›theatrum sacrum‹ inszeniert. [...]
Die von Guttenberg dirigierte Musik nämlich war von hervorragender Qualität und von mitreißender Wirkung. Das Orchester der KlangVerwaltung setzte willig die kräftig-ruppigen rhythmischen und klanglichen Akzente, mit denen Guttenberg die Musik aufrauhte und unter Dauerhochdruck setzte. Diese Passion siedet und glüht vor Bekehrungseifer. Die Chorgemeinschaft Neubeuern steuerte leidenschaftlich durch die hitzigen, oft an der Grenze des Singbaren aufgehetzten Chöre, die Choräle waren bekenntnishaft-wortdeutlich und, wie Guttenberg es liebt, grammatikalisch artikuliert. Insgesamt herrschte ein immer schnelles Tempo.
Was aber Guttenbergs dramatisches Konzept vor allem trug, war die außergewöhnlich gute Solistenriege. [...] Die Tenor-Arien sang Daniel Johannsen mit noch nie so gehörter textbezogener Dramatik, wenn er den erschreckenden Vergleich von Christi blutgetränktem Rücken mit einem Regenbogen als Gottes Gnadenzeichen vorträgt. ...«

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Festival Retz 2008 — Josef Myslivecek, Der Menschensohn (szenische Adaption des Oratoriums La Passione di Nostro Signore Gesù Cristo), Première am 3. 7. 2008 in der Retzer Dominikanerkirche

Oliver A. Láng in der Kronen Zeitung vom 5. 7. 2008: »... Überaus beeindruckend, ja faszinierend ist die Musik Mysliveceks: [...] Dirigent Andreas Schüller zeigt das alles mit dem Orchester. Er wird mit der herausfordernden Akustik der Kirche fertig und zeigt Mysliveceks Klangsprache voll Dramatik, aber auch mit kammermusikalischem Ton. Große Ausdrucksmusik!
Adrineh Simonian ist Petrus mit elegant timbrierter Stimme, weicher Färbung, guter Höhe. Birgid Steinberger als Maria Magdalena: kraftvoll in den Koloraturen, hingebungsvoll in den Arien. Solide die Herren: Daniel Johannsen (Josef von Arimathea) zeigt attraktiven Schmelz und gefällt mit einem ansehnlichen Mozart-Tenor, Günter Haumer (Johannes) bietet eine runde, gut ausgeglichene Stimme. Souverän der Chor. Monika Steiner inzeniert das Oratorium mit einfachen, aber schlüssigen Gesten.«

Kurier vom 5. 7. 2008: »... Erstaunlich homogen das Solistenquartett, Prima inter pares Adrineh Simonian (Mezzo) als Pietro. Eine Glanzleistung ihre Arie ›Tu nel duol felice sei‹. Fein Birgid Steinberger (Sopran) als Maddalena, Daniel Johannsen (Tenor) als Giuseppe d’Arimatea,und Günter Haumer (Bariton) als Giovanni.
Bis auf das Blech gut das Kammermusikalische Ensemble des Festival Retz, firm das Vokalensemble Labyrinthe. Kompetent Andreas Schüller am Pult, dem Werk und dem Raum (Retzer Dominikanerkirche) angemessen die Inszenierung von Monika Steiner.«

Christian Pfeiffer in den Niederösterreichischen Nachrichten (Woche 28/2008) »... Nach Jesu Tod treffen also der zweifelnde Petrus (von zwingender Dramatik Adrineh Simonian), die geschockte Maria Magdalena (mit rückhaltloser Intensität Birgid Steinberger), der eingeschüchterte Johannes (rollenadäquat Günter Haumer) und Joseph von Arimathea (mit ausgeprägter Gesangskultur Daniel Johannsen) aufeinander. [...] Mit sparsamen, aber wirkungsvollen Effekten wurde dieses Stück umgesetzt. [...] So ist dem Festival Retz eine Produktion gelungen, die sich in die Reihe der vorangegangenen Jahre aufs Beste einfügt und eine klare künstlerische Ausrichtung erkennen läßt. ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Konzert mit dem Wiener Singverein und der Capella Leopoldina (Ltg.: Johannes Prinz) am 29. 3. 2008 im Großen Saal des Klagenfurter Konzerthauses

Willi Rainer in der Kleinen Zeitung vom 31. 3. 2008: »... Als Heilsgeschichte leicht und luzid, strahlend inszeniert von Johannes Prinz im Konzerthaus Klagenfurt. Ein mit lautem Jubel bedachtes Erlebnis. [...] Dramaturgisch überhöht vom exzellenten Solistenquartett. Tenor Daniel Johannsen eröffnete expressiv und doch zart und ausgezeichnet artikulierend den Reigen der, gemäß Original, in Englisch gesungenen Perikopen. Markus Volperts geschmeidiger Bass überzeugte durch seine Gestaltung, Lydia Vierlinger zeigte mit ihrem klangschönen Alt, was Passion bedeuten kann und der Sopran Cornelia Horaks glänzte in strahlenden Koloraturen. ...«

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J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244 (Evangelist) — Konzert mit der Wiener Singakademie (anläßlich ihres 150jährigen Bestehens) und dem Orchester Barucco (Ltg.: Heinz Ferlesch) am 8. 3. 2008 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 10. 3. 2008: »... Ein Jubiläum mit Bach feierte auch die Wiener Singakademie: Zum 150. Geburtstag wurde Samstagabend die Matthäuspassion im Konzerthaus gegeben. [...] Daß die Singakademie bis heute der wohl beste Laienchor Österreichs ist, wurde am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Unter der Leitung von Heinz Ferlesch stand der Chor auch im Zentrum der Aufführung. Denn auf große Solisten-Namen wurde verzichtet – in einem Fall mußte freilich verzichtet werden, denn die große María Christina Kiehr mußte kurzfristig absagen. Diese Lücke hat Theresa Dlouhy gefüllt. In beeindruckender Manier! Beweglich, in der Höhe sicher, weich und anpassungsfähig ließ sie die Sopran-Kommentare zur Leidensgeschichte zu einem spirituellen Erlebnis werden. Herausragend auch Daniel Johannsen als Evangelist, Markus Volpert verlieh dem Jesus in jeglicher Hinsicht Tiefe. ...«

Florian Krenstetter in der Kronen Zeitung vom 12. 03. 2008: »KONZERTHAUS: An Bachs ›Matthäuspassion‹ zeigte die Wiener Singakademie an diesem Abend Beachtliches: [...] Tadelloses leisteten die Solisten, allen voran Daniel Johannsen, der mit einem Tenor von leuchtender Strahlkraft die Partie des Evangelisten zwischen dramatischer Darstellung und distanzierter Erzählung ausbalancierte. Idealer Partner war Markus Volpert, dessen voluminöser Bariton Christus Überzeugungskraft verlieh. Nicht weniger berührend der differenziert eingesetzte Sopran von Theresa Dlouhy. [...] Beeindruckende Klangentfaltung und ein hohes Maß an Präzision zeichneten die meisten kammermusikalisch besetzten Arien aus. Dirigent Heinz Ferlesch hielt die Spannung im Chor über die gesamte Länge des Werkes durch. Er zeigte Temperament und Freude am Schönklang. ...«

Ingrid Gerk im Neuen Merker (4/2008): »... Als große Überraschung des Abends erlebte man Daniel Johannsen als Evangelist. Seine schlanke, wohlklingende Stimme und seine klare Deklamation des Textes verliehen der Evangelisten-Partie eine ungeahnte Frische und emotionale Spannung. Er sang ohne barocke Schnörkel und zog gerade durch seine klare, relativ modern wirkende Interpretation das heutige Publikum in seinen Bann, so daß bei deiesem umfangreichen Werk die Spannung bis zum Ende gewahrt blieb. Mit seinem Passionsbericht hielt er quasi die Fäden der in Töne gefaßten Handlung in der Hand und wirkte bei jedem neuen Auftritt wunderbar erfrischend und interessant, so daß er auch die Aufmerksamkeit der zahlreichen jungen Zuhörer auf sich zog. Einen solchen Sänger kann man sich für jede Oratorienaufführung nur wünschen und hoffen, daß man bald Gelegenheit haben wird, Daniel Johannsen wieder im Konzertsaal zu erleben.«

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Jubiläumskonzert der Grazer Domkantorei und der Capella Leopoldina (Ltg.: Josef M. Doeller) im Rahmen des Zyklus »BACH XXI« mit den Kantaten Nos. 16, 58, 65 und 124 von J. S. Bach am 5. 1. 2008 im Grazer Mausoleum

Kleine Zeitung vom 7. 1. 2008: »... Mit der prächtigen Kantate ›Sie werden aus Saba alle kommen‹ erreichte Josef M. Doeller mit der Domkantorei im Mausoleum das 100. Werk (von ca. 200) im Kantatenprojekt Bach XXI. [...] Im Gesangsquartett ragte Daniel Johannsen (Foto) als elastischer, fein ziselierender Tenor hervor. ...«

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»Was Gott tut, das ist wohlgetan« — Konzert im Rahmen des Zyklus »BACH XXI« mit den Kantaten Nos. 8, 78, 99 und 161 von J. S. Bach am 7. 10. 2007 im Grazer Mausoleum

Kleine Zeitung vom 9. 10. 2007: »... Unter Josef M. Doeller interpretierten Capella Leopoldina und Domkantorei inspiriert und mit natürlicher Leichtigkeit die komplexe Musik Johann Sebastian Bachs. Den Gesangssolisten Barbara Fink, Margot Oitzinger, Daniel Johannsen und Mathias Hausmann gelang, virtuos und sensibel begleitet von Sandra Koppensteiner (Traversflöte), Carin van Heerden und Petra Rainer (Oboen), viel Süße ohne Kitsch und Schmerzlichkeit ohne Pathos.«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Elias, op. 70 — Konzert mit dem Kammerchor der Herz-Jesu-Kirche Münster und der Neuen Philharmonie Westfalen (Ltg.: Michael Schmutte) am 16. 9. 2007 in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster (Westfalen)

Markus Küper in den Westfälischen Nachrichten vom 18. 9. 2007: »Überirdische Engelszungen von der Empore.
Münster. Wie viel Oper verträgt ein Oratorium? In dieser Frage scheinen sich Michael Schmutte und Mendelssohn einig zu sein: viel. Deshalb geht es in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen auch mächtig zur Sache: Elias’ zorniger Kampf gegen das gottlose Gesindel, Zeter und Mordio, Regenwunder und Feuerprobe, grausame Bestrafung der Baalspriester, gehässige Intrige, Krisis und Erlösung des Propheten mit grandiosem Himmelsritt! [...]
Ein Theater, in dem vor allem der 80-köpfige Kammerchor an der Herz-Jesu-Kirche mit seinem schlanken, pulsierenden Ton musikalische Urgewalten entfesselte. Schon das einleitende ›Hilf, Herr!‹, oft bloß eine spöttische Karikatur, zeigte Menschen in existenzieller Angst. Wie selbstverständlich beherrscht dieser Chor die dramaturgischen Register. Vom frommen, jedoch nie frömmelnden Choral bis zur prachtvollen Lobpreisung, ist blutrünstiger Pöbel und ergriffene Gemeinde.
Selbst dann, wenn die Opernbühne im zweiten Teil ein wenig in den Schatten der Kanzel rückt und der Elias von Josef Wagner vom unnahbaren Eiferer zum menschlichen Zweifler gereift ist. Ein Psychogramm, das Wagner mit einer vokalen Vielschichtigkeit meisterte, die Mendelssohns Bild vom zornigen, aber von Engelsflügeln getragenen Eiferer sehr gut entsprach.
Wagners Elias ist nicht selbstherrlicher Rache-Priester, sondern ein einsamer, oft verzweifelter und ganz gewiß fehlbarer Kämpfer. Seine große Arie im zweiten Teil – da wird fast körperlich spürbar, mit welcher Energie Wagner seine Ausdrucksmittel konzentriert, um der traurigen Selbstaufgabe des Gescheiterten etwas Echtes, ganz Persönliches mitzugeben: ›Es ist genug!‹ Da singt ein Antiheld sein letztes Amen. Bevor er sein Schicksal in Gottes Hände gibt. Elias ist abgetreten, Gottes Heilsplan bleibt.
Auch die übrigen Solisten waren alles andere als Statisten: Katherina Müller (Sopran) gab der ›Witwe‹ eine innig klagende Stimme, Judith Gennrich (Alt) zeichnete mehr die gekränkte Herrscherin als die grausame Tyrannin und Daniel Johannsen steigerte die Arie ›Dann werden die Gerechten leuchten‹ gar zur gleißenden Apotheose.
›Das Publikum gähnte zum Gotterbarmen‹, hieß es einmal über eine frühe Hamburger Aufführung im Jahre 1847. Nichts lag den gebannt lauschenden, schließlich begeistert applaudierenden Hörern in der Mutterhauskirche ferner als dies.«

Christoph Broermann in der Münsterschen Zeitung vom 18. 9. 2007: »... Das berühmte, spannungsreiche Oratorium erlebte am Sonntagabend in der vollbesetzten Mutterhauskirche der Franziskanerinnen eine triumphale, berührende Aufführung, die sicherlich zu den kulturellen Höhepunkten dieses Jahres gezählt werden kann. [...] Mit Josef Wagner führte ein Elias das Ensemble an, den man sich nicht besser wünschen konnte. Mit ausgeglichener Stimmführung und markanter Farbe, lyrisch im Fundament und heldisch in den Ausbrüchen zeichnete er ein nie übertriebenes Portrait des Propheten. [...] Daneben präsentierte sich der junge Tenor Daniel Johannsen mit einer wunderschönen Stimme und einer ausgezeichneten Phrasierung. [...] Es war eines dieser seltenen Konzerte, wo wirklich alles zusammenpaßte. ...«

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Benedetto Marcello: Joaz — erste Wiederaufführung des Oratoriums nach 300 Jahren im Rahmen der Internationalen Barocktage Stift Melk am 27. Mai 2007 im Kolomanisaal des Stiftes Melk

Franz Szabo auf http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik143.html: »... Was Christoph Hammer und seine ›Neue Hofkapelle München‹ am Abend des Pfingstsonntags, 27. Mai, im Kolomanisaal darbrachten, kann man schlichtwegs nur als sensationell bezeichnen. Benedotto Marcellos Oratorium ›Joaz‹ bescherte zweieinhalb Stunden hochdramatischer, intelligenter, spannender und differenzierter Barockmusik, deren Schönheit alle Anwesenden restlos in ihren Bann schlug. [...] Der österreichische Tenor Daniel Johannsen überzeugte als stimmprächtiger und wortdeutlicher böser Berater mit aufflackernd schlechtem Gewissen. [...] Kaum zu glauben und ein weiterer Beweis für die höchste Qualität dieses Ensembles, daß die Künstler nur wenige Tage an der Erprobung des Stückes arbeiten konnten. [...] Beruhigend zu wissen, dass dieses Oratorium zum oftmaligen Nachhören vom ORF aufgenommen wurde.«

In Benjamin Ballifhs Rezension im Online-Musikportals www.classiquenews.com heißt es über die CD mit dem Konzertmitschnitt (ORF SACD 2011382) unter anderem: »... Chapeau für den Tenor Daniel Johannsen in der Rolle des Baalspriesters Mathan! Er begeistert durch seine flüssige und ergreifende Interpretation, gepaart mit flammendem Impetus: Seine erste Arie direkt nach der Ouverture – der Priester ist angesichts des Besuchs der Königin von Judäa im Baalstempel in großer Sorge – bildet einen wirklichen Höhepunkt dieser Aufnahme. Der Sänger überstrahlt sogar das Instrumental-Ensemble, das sich seinerseits trefflich auf die leidenschaftliche und dramatische Akzentuierung versteht. ...« (Übersetzung: Angelika Eberhardt)

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Operetten-Gala (Werke von J. Strauß Sohn, Fr. Lehár, E. Kálmán u. a.) gemeinsam mit der Sopranistin Amanda Gosier und dem Pianisten George Peachey im Rahmen der »Embassy Series« im Forum der österreichischen Botschaft von Washington, DC, am 19. 5. 2007

Michael Lodico in der Washingtoner Zeitung IONARTS vom 22. 5. 2007 (Übersetzung von D. J.): »... Die satirischen Rollen lagen dem österreichischen Tenor Daniel Johannsen am besten. Er sang mit schallender Stimme, natürlicher Flexibilität im Tempo und einem überzeugenden Gesichtsausdruck, wobei er sich (gemäß einem deutschsprachigen Konzertbesucher, der neben mir saß) auch durchaus einiger Dialektwendungen bediente. Eingedenk seiner ursprünglichen Ausbildung zum Kirchenmusiker und Organisten, empfand man, daß Johannsen die Orchesterparts bzw. Klavierauszüge seiner Arien völlig beherrscht, was ihm erlaubt, die vokalen Linien mit der Begleitung sehr gut in Einklang zu bringen. Behutsam changierte er die Sehnsuchtsempfindungen in den einladenden Rufen am Beginn und Ende von ›Komm in die Gondel‹ aus Johann Strauß’ ›Eine Nacht in Venedig‹. Eine deutliche Wehmut machte sich im Publikum breit (und zwar nicht nur bei den gebürtigen Österreichern), als Johannsen ›Grüß mir mein Wien‹ aus Emmerich Kálmáns ›Gräfin Mariza‹ anstimmte. ...«

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G. Fr. Händel, Messiah, HWV 56 — Abschlußkonzert des styriarte-Osterfestivals »PSALM 2007« gemeinsam mit dem Chor pro musica Graz und recreation – großes Orchester Graz (Ltg.: Roy Goodman) am 8. 4. 2007 im Stefaniensaal des Grazer Congress

Eva Schulz in der Kleinen Zeitung vom 10. 4. 2007: »... Ein bestens disponiertes Orchester, intensive Solisten, ein gut studierter Chor und ein höchst souveräner Dirigent machten am Ostersonntag Georg Friedrich Händels ›Messias‹ zum vollendeten Genuß. [...] Daniel Johannsen begeisterte mit warmem Timbre und schlankem, lyrischem Tenor. ...«

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H. Distler, Choralpassion, op. 7 (Evangelist) — Konzert mit dem Kammerchor Audite Nova (Ltg.: Gertrud Zwicker) am 17. 3. 2007 in der Mariahilferkirche Graz

Clemens Anton Klug in der Kleinen Zeitung vom 19. 3. 2007: »Hugo Distler: Bis heute unterschätzt. GRAZ. Eine frühe Choralpassion Hugo Distlers war in der Mariahilferkirche Zentrum für den Kammerchor Audite Nova. Basierend auf einer synoptischen Leidensgeschichte, läßt das Werk dem Verhör durch Pilatus besondere Aufmerksamkeit zukommen. Jeden der sieben Teile beschließt ein Choral, nicht – wie bei Bach üblich – aus dem allgemeinem Liedgut, sondern von Distler selbst komponiert. Makellos als Evangelist Daniel Johannsen, Wilfried Zelinka und Ewald Nagl ließen ihren profunden Stimmen stilistische Fürsorge angedeihen. Gertrud Zwickers Chor zeigte bis in kleinste Phrasen höchste Gestaltungsfreude.«

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J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245 (Evangelist und Arien) — Konzerte gemeinsam mit der Kantorei Oberschützen, dem Chor des Evang. Musikgymnasiums Oberschützen und dem Orchester Progetto semiserio (Ltg.: Erik Barnstedt) am 10. und 11. 3. 2007 in der evang. Pfarrkirche Oberschützen

Andreas Zapfel im Kurier vom 22. 3. 2007: »... Zwei Mal volles Haus gab es bei den Aufführungen der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach am 10. und 11. März in der evangelischen Pfarrkirche in Oberschützen. Die Kantorei und der Chor des evangelischen Musikgymnasiums und fünf renommierte Solisten sangen begleitet von einem Orchester auf Barockinstrumenten und geleitet von Erik Barnstedt mit großem Engagement die Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu nach dem Evangelisten Johannes.
Es gelang ihnen mit Hilfe dieser wunderbaren Musik, die Herzen der vielen Zuhörer zu erreichen. Dazu trugen in besonderem Maße auch die beiden Solisten Daniel Johannsen und Markus Volpert (beide Absolventen des Musikgymnasiums) bei.«

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R. I. Mayr, Musica Sacra — Eine ORF-CD der Reihe »Alte Musik« (Bestell-Nr. 2009817 bzw. ORF SACD 477) mit geistlichen Konzerten des Schärdinger Barockkomponisten Rupert Ignaz Mayr (1646 – 1712), die im Rahmen des Jubiläumskonzerts »25 Jahre Brunnenthaler Konzertsommer« Ende Juni 2006 entstand. Unter der Leitung von Christoph Hammer musizierten die Neue Hofkapelle München sowie Ulrike Hofbauer (Sopran), Matthias Lucht (Altus), Daniel Johannsen (Tenor) und Dominik Wörner (Baß).

Die renommierte französische Fachzeitschrift DIAPASON (1/2007) prämiert diese Aufnahme mit vier (von fünf erreichbaren) Stimmgabeln, und der Rezensent Jean-Luc Macia empfiehlt sie folgendermaßen: »... Die CD beginnt mit vier knappen Motetten, die zugleich an Schütz und die Vielfalt der venezianischen Musik erinnern: vier Solisten dialogisieren oder vereinen sich zu einem kleinen Chor, begleitet von Violinen und dem Continuo in glühendem Konzertieren. Dann folgt ein großartiges Confitebor tibi, Domine für Tenor, Violinen und Baß, das wie aus Monteverdis Feder geflossen zu sein scheint: Koloraturen, frenetische Verzierungen, leuchtende Melodien, variantenreiche Rhythmik, stürmische Virtuosität der Violinen und eine ansprechende Sensibilität schaffen eine gefühlsstarke, bisweilen sogar verführerische Atmosphäre. Das in sich geschlossenste Stück beschließt die Platte: Consideratio Fructus peccati, Mors animae. [...] Dieses Werk ist ebenso wie die vorhergehenden Motetten von den Instrumentalisten (exzellente Violinen) und vier Sängern mit Leidenschaft, Frische und Stilsicherheit interpretiert worden. Eine schöne Aufnahme.« (Übersetzung: Bernhard Drobig)

Des weiteren rezensiert David Vickers im Londoner Musikjournal Gramophone (nach eigenen Angaben »the world’s best classical music magazine«) wie folgt: »... Die flexible und dennoch liebliche Stimme des Tenors Daniel Johannsen klingt auch in den unmenschlich schweren Passagen von Confitebor tibi herausragend gut. ...« (Übersetzung: D. J.)

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248 (Teile I–III, Evangelist und Arie) — Konzert mit der Bochumer Kantorei und Mitgliedern der Bochumer Symphoniker (Ltg.: Arno Hartmann) am 23. 12. 2006 in der Christuskirche Bochum

Christoph Dittmann in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 27. 12. 2006: »... Eine glückliche Hand bewies Dirigent Arno Hartmann wie so oft bei der Auswahl der Solo-Stimmen. Dagmar Linde berührte mit ihrem warmen, wohlklingenden Alt (phantastisch: die Arie ›Schlafe, mein Liebster‹). Daniel Johannsen war ein absolut sicherer und zudem kraftvoller Tenor. Und auch die Sopranistin Ursula Fiedler und auch der Bassist Falkio Hönisch hatten ihren Anteil an einer gelungenen Aufführung des Oratoriums. ...«

Hanns Küster in den Ruhr-Nachrichten vom 27. 12. 2006: »... Ebenso gut ausgewählt waren die Solisten. Ursula Fiedlers Sopran strahlte mit dem Weihnachtsstern um die Wette, und Dagmar Lindes Alt hinterließ Gänsehaut in der Arie ›Bereite dich, Zion‹. Auch Daniel Johannsen begeisterte. Artikuliert erzählte er als Evangelist von den Vorgängen im Heiligen Land, und in der Tenorarie glänzte er mit Strahlkraft in der Mittellage. Falko Hönisch (Baß) verbreitete mit baritonalem Timbre eine feierliche Stimmung. ...«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Christus, op. 97, sowie Lobgesang, op. 52 — Konzert im Rahmen der »Concerts de l’Avent« gemeinsam mit dem Ensemble Vocal de Villars-sur-Glâne und dem Wiener Concert-Verein (Ltg.: Philippe Morard) am 10. 12. 2006 in der Pfarrkirche von Villars-sur-Glâne (CH)

Marcel Crottet in den Freiburger Nachrichten vom 12. 12. 2006: »... Daß auch Rezitative – von Daniel Johannsen ausdrucksvoll und gut verständlich vorgetragen – als musikalische Feinheiten empfunden werden können, weiß man nicht erst seit Mendelssohn. [...] Die anschließende Kantate war ein einziger Ohrenschmaus. Ist das der Grund, daß das Werk in Fachkreisen als nicht über alle Zweifel erhaben gilt? Donnernde, an Intensität kaum zu überbietende Chöre mit Pauken, Trompeten und 32-füßiger Orgeluntermalung wechseln mit fast zur Sentimentalität hinneigenden Duetten. Dabei blieben Solisten und Chor stets über dem orchestralen Klangteppich.
Philipp Morard dirigierte mit einfachen, klaren Gesten und wirkte als Chef bescheiden. Der Wiener Concert-Verein musizierte mit traumwandlerischer Sicherheit, und der bis in jedes Detail vorbereitete Chor konnte mit den Profis Schritt halten. Die Solisten beeindruckten durch ein mächtiges Stimmvolumen, vor allem die Sopranistin Cornelia Horak. Daniel Johannsen brillierte mit einer feinen Diktion und einem warmen Timbre, wodurch er sich wohltuend vom monumentalen Gesamteindruck abhob.
Es war ein Konzert, das den Gefühlen freien Lauf ließ, den wunderschönen Melodien zufolge auch hie und da einen wohlig-kalten Rückenschauer provozierte und vor allem eines zum Ziele hatte: mit hervorragenden Musikern den Menschen Freude zu bereiten, welche nach Schönheit und Wohlbehagen dürsteten.«

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J. S. Bach, h-moll-Messe, BWV 232 — Konzert mit dem Kammerchor der Frauenkirche und den Dresdner Kapellsolisten (Ltg.: Matthias Grünert) am 3. 10. 2006 in der Frauenkirche zu Dresden

M. Hanns in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 5. 10. 2006: »... Zur schönsten Arie des Abends darf das milde, in sich ruhende ›Benedictus‹ gekürt werden. Daran hatten der junge Tenor Daniel Johannsen und die Instrumentalisten Jens-Jörg Becker (Flöte) und Andreas Priebst (Cello) gleichermaßen Anteil. ...«

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Duo-Liederabend (gemeinsam mit Dominik Wörner, Baßbariton, sowie Barbara Baun und Simon Bucher, Klavier) mit Liedern und Kammermusik von W. A. Mozart und R. Schumann — zur Eröffnung des 16. Kirchheimer Konzertwinters am 29. 9. 2006 in der prot. Kirche von Kirchheim/Weinstraße

Roland Happersberger in der Rheinpfalz vom 2. 10. 2006: »Ein Liederabend von außerordentlicher Qualität [...], der fast zwei Stunden lang spannend und packend blieb.
Die Eröffnung bereits nahm ungemein für sich ein: Johannsen erschien mit einem Blumentopf in der Hand und sang Mozarts berühmtes ›Veilchen‹ nach Goethe, eigentlich das einzige Mozartlied auf einen namhaften Text. Johannsen traf genau den rechten Ton, die Mitte zwischen schlichtem und kunstreichem Ausdruck, gefiel durch seine natürlich und klar klingende Stimme und die kaum merkliche Ironie, die er bisweilen, wenn ein Text dies einem jetzigen Betrachter nahelegt, leicht über sein Singen streute. Solcherart sang er auch die ›Verschweigung‹, ein unterhaltsames Liedchen auf einen im pseudoantikischen Hirtenstil tändelnden Text von Weiße. [...]
Schon in diesen vier Mozartliedern bewiesen Johannsen, Wörner und Baun eine Kompetenz und Harmonie, die keine Wünsche offen ließ. [...]
Es folgten zwölf weitere Vertonungen Schumanns nach Heine, in denen Wörner und Johannsen, Bucher und Baun sich abwechselten und manchmal – es waren stets besonders intensive Momente – zu viert zu hören waren. Insgesamt kann man sagen, daß beide Musikerpaare einander herrlich ergänzten: Zu Johannsens leichtem, schlankem, in der Textausdeutung agilem Tenor, der über herrliche Spitzentöne verfügt, bildete Wörners sonorer, kraftvoller, dramatisch gestaltender Baßbariton einen wirksamen Kontrast, während die kompetente Klavierbegleitung Bauns und Buchers sich nur in interpretatorischen Nuancen zu unterscheiden schien. [...]
Und dann der ›Belsazar‹, ohnehin eine der packendsten Balladen, die es gibt: Mit welcher Sicherheit, mit welchem dramatischen Instinkt, mit welcher Schönheit des Klanges Johannsen das machte, ist nicht zu schildern. In der großen Generalpause stockte dem Publikum der Atem. [...]
Nach den Heineliedern wäre man schon mehr als zufrieden gewesen. Dennoch vermochten auch die spanischen Liebeslieder nach Geibel ebenso wie die vierhändigen, vorzüglich gespielten Ballszenen zu entzücken.«

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Preisträgerkonzert des 9. Internationalen Mozart-Wettbewerbs Salzburg am 16. 8. 2006 im Großen Saal des Mozarteums — als Träger des »Sonderpreises für die beste Liedinterpretation« sang ich, am Klavier begleitet von Elena Larina, zwei Mozart-Lieder

Karl Winkler in der Internet-Kulturzeitung DrehPunktKultur (http://www.drehpunktkultur.at/txt06-8/0887.htm): »Die Sänger-Kür zum Abschluß. Eines ist sicher: Mozartstimmen gibt es nach wie vor, und im glücklichsten Fall wissen sie Ausdrucksfähigkeit, Eleganz und die heute auf der Opernbühne geforderte Kraft aufs Schönste zu verbinden. [...] Zwei Mozart-Lieder, einerseits ein Ruhepunkt, andererseits – überraschend zwischen den Opernszenen und doch auch wieder ganz logisch auf Mozartsche Rezitative vorbereitend – ein Ereignis der leiseren Art. Der Österreicher Daniel Johannsen, noch keine 30 Jahre alt, erwies sich, überaus wortdeutlich, schon als fertiger Liedsänger. In der Tiefe gleicht er einem schlanken Bariton; je höher die Lage, desto runder klingt der elastische Tenor. In ›Das Traumbild‹ KV 530 und der fast schon Schubertschen ›Abendempfindung‹ KV 523 hat er auch Pianissimo-Augenblicke gewagt. Jederzeit ist er aber ebenso zu Forte-Expansionen bereit und fähig, eine kraftvolle Höhe hat er eher angedeutet, aber immerhin so, daß man ihn sich beispielsweise als Don Ottavio sehr gut vorstellen kann. ...«

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Joseph Haydn, Die Jahreszeiten (Lukas) — Abschlußkonzerte der styriarte 2006 am 29. und 30. 7. 2006 im Grazer Stefaniensaal (Ltg.: Jordi Savall)

Kleine Zeitung vom 31. 7. 2006: »In aufklärerischer Gesinnung, geleitet ganz vom deklamierten Wort, dirigierte Jordi Savall Haydns ›Jahreszeiten‹ im Stefaniensaal. [...] So peitschte der Sommersturm durch den exzellenten Chorus sine nomine (Johannes Hiemetsberger), und auch Cornelia Horak (Hanne) und Daniel Johannsen (Lukas) strotzten vor Gestaltungskraft. ...«

Peter Stalder im Standard vom 2. 8. 2006: »Jordi Savall und recreation beschließen die styriarte mit Haydns ›Jahreszeiten‹ […] Von Beginn an läßt der Spanier dieses Kaleidoskop an Wetter-, Wald- und Wiesenskizzen in bunten Farben leuchten. Mal brachial-burschikos, mal sanft und luftig spürt er diesen tonmalerischen Schilderungen nach. Selten vernimmt man das dumpfe Donnergrollen und die losbrechende Gewittermusik des Sommers so bedrohlich. Über die Naturstimmungen hinaus versteht es Savall, in den lyrischen Passagen jeglichem noch so verlockenden luftigen Zuckerwatteklang abzuschwören und einzelne Stimmen mit großer dynamischer Präsenz kontrastreich zu isolieren. […] Mit Cornelia Horak, Daniel Johannsen und Mathias Hausmann waren die solistischen Landleute erstklassig besetzt. Der eigentliche Protagonist dieses Abschlußkonzertes der diesjährigen steirischen Festspiele war aber der von Johannes Hiemetsberger sorgfältig einstudierte chorus sine nomine, der äußerst intonationssicher agierte und selbst in den Tutti-Stellen phonetisch bestens verständlich blieb.«

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José María Sánchez-Verdú, Gramma — Jardines de la escrituraUraufführung eines Musiktheaters im Rahmen der Münchener Biennale (als Co-Produktion mit dem Luzerner Theater) am 18. 5. 2005 in der Muffathalle München; Luzerner Première am 27. 5. 2006. Musikalische Leitung: Rüdiger Bohn, Konzept und Regie: Sabrina Hölzer

Gabriele Luster im Münchner Merkur vom 20. 5. 2006: »... ›Gramma oder Die Gärten der Schrift‹ überraschte als vierte und gelungene Biennale-Uraufführung am Donnerstagabend in der Münchner Muffathalle sogar langjährig Erprobte. […] Aus dem Nichts gesellen sich die Stimmen dazu von vier auf hoher Empore verteilten Ensemblesängern und vier Solisten — Daniel Johannsen, Tenor, Howard Quilla Croft und Tom Sol, Bariton bzw. Sprecher, und von Sopranistin Simone Stock, der der Komponist verzaubernde Ariosi als klagende Venus gönnt. […] Die geniale Umsetzung, die Sánchez-Verdús fragile Musik ebenso schont wie den optisch überreizten Zuschauer, gewährt (Gedanken-)Raum und animiert dazu, dem Komponisten zur philosophischen Auseinandersetzung durch Musik und Sprache hindurch zu folgen: in den Disput um Schrift und Erinnerung, um Vergessen und Bewahren. Ein intensiver, bei aller Gedankenschwere schwebend nachklingender Biennale-Genuß, auf den sich die Luzerner als Koproduzenten freuen dürfen.«

Mirko Weber im Tagesspiegel vom 21. 5. 2006: »Wunder gibt es immer wieder, aber nach zwei Wochen Münchner Musikbiennale war eigentlich nicht mehr damit zu rechnen. Zu sehr hatten sich die Beteiligten in jeweils eigenen Produktionsgängen verirrt, wo hinein sie sich gemäß dem Biennale-Motto ›Labyrinth-Widerstand‹ begeben sollten. […] Dann aber ereignet sich am Schluss der Biennale etwas, was es in dieser Form auf dem Musiktheater noch nicht gegeben hat. Und hingegeben ist man stumm. ›Ich bitte Sie, mir zu folgen‹, steht auf dem weißen Blatt Papier, das auf einem schwarzen Pult liegt. Darunter ein Buch. Jeder der 200 Zuhörer in der Münchner Muffathalle hat dieses Buch, hat ein Pult, hat eine Leselampe. Das Buch ist groß, weiß und gefüllt mit Buchstaben und Bildern. ›Wenn es dunkel wird, hören Sie Klänge, gelesen aus Schrift‹, steht weiterhin auf dem Zettel, und dann noch, dass der Klang am Ende in sein Zeichen zurückkehre und dem Zuhörer ewig bleibe. Zudem dürfe er das Buch (inklusive vorab gefertigtem CD-Mitschnitt der Komposition) mit nach Hause nehmen. […] Thematisch verknüpfen sich eine Ulysses-Episode mit der Geschichte von Venus und Adonis, Sentenzen von Augustinus, Platon, Homer und Ovid. Man blättert Seite um Seite und wünscht schon nach fünf Minuten, es ginge wieder an den Anfang des Buches zurück. Kostbarste Momente vergehen im Nu. Die Biennale entlässt ihr Publikum aus dem Labyrinth in die Freiheit der Selbstbestimmung und José M. Sánchez-Verdú, der gerade an einer neuen Oper für Madrid arbeitet, liefert dazu autonomes Material. Freiheit ist immer die Freiheit der Andershörenden. Eine Offenbarung!«

Hanspeter Renggli im Bund vom 29. 05. 2006: »Bezaubernde Klanginstallation. […] Ein faszinierendes räumliches Aufführungskonzept auf engem Raum bindet das Publikum in die Hörinstallation des Luzerner Theaters ein. Schrift, Bild, Klang und Licht verfliessen zu einer Einheit. […] Das Publikum sitzt inmitten des klanglichen Geschehens. Die achtzehn Musikerinnen und Musiker des Luzerner Sinfonieorchesters, vier Gesangs- resp. Sprechsolisten (Simone Stock, Daniel Johannsen, Howard Quilla Croft, Tom Sol) und ein Vokalensemble realisieren unter der musikalischen Leitung von Rüdiger Bohn in dem einstündigen Stück eine faszinierende Palette an Klängen und Geräuschen. Die Übergänge der vokalen Ausdrucksformen von Atem- und Stimmgeräuschen über Flüstern, Sprechen und mannigfaltige Gesangsvarianten sind fliessend. […] Ein Muss für alle Theaterneugierigen!«

Alfred Zimmerlin in der Neuen Zürcher Zeitung vom 29. 5. 2005: »Es gibt viel zu hören in der Kammeroper ›Gramma — Jardines de la escritura‹ (›Gärten der Schrift‹) des 1968 geborenen spanischen Komponisten José Maria Sánchez-Verdú. Feine, sehr leise Klänge, zerbrechlich, oft an den Rändern dessen, was mit Musikinstrumenten erzeugbar ist. Unaufdringlich schweben sie im Raum, Geräusche mischen sich zu differenzierten Farben, Linien entstehen, Ordnungen. Und dann erscheint Gesang, Bedeutungsfelder öffnen sich, Geschichten werden erzählt. Aber in Sprachen, die man nicht unbedingt versteht: Griechisch, Latein. Die Autoren, welche der Komponist in seinem Libretto versammelt hat, repräsentieren viertausend Jahre Kulturgeschichte: die Thora, Homer, Platon, Ovid, Augustinus, Dante bis James Joyce. Eine lange Sequenz beschäftigt sich mit der Trauer von Venus über Adonis, aus dessen Blut sie – zum Gedächtnis und zwecks ewiger Erinnerung – Blumen spriessen lässt. […] Die musikalische Aufführung ist phantastisch, das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Rüdiger Bohn schafft grosse Intensität. Fabelhaft, wie sich die Solistinnen und Solisten – Simone Stock, Daniel Johannsen, Howard Quilla Croft, Tom Sol – und ein Vokalensemble in die Texturen des Orchesters einfügen. …«

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J. S. Bach, Sie werden aus Saba alle kommen, BWV 65 — Konzert mit dem ensemble frauenkirche (Ltg.: Matthias Grünert) am 14. 1. 2006 in der Frauenkirche zu Dresden

J. Kocourek in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15. 1. 2006: »... Grünert – selbst an Cembalo und Truhenorgel spielend – leitete sein Ensemble zu einer überaus lebendigen und plastischen Interpretation, mit einem klar durchhörbaren, fast etwas zurückhaltenden Chor – zumindest dem Sopran hätte man etwas mehr Leuchtkraft gewünscht – und gut zusammenwirkenden Instrumentalisten, schön die spielfreudig-virtuosen Soloviolinen. Daniel Johannsen überzeugte als Tenorsolist, Olaf Bär gelang eine harmonische Einfügung seiner Baßstimme in das Ensemble. ...«

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G. Fr. Händel, Israel in Egypt — Konzert mit der Wiener Singakademie und dem Barockorchester barucco (Ltg.: Heinz Ferlesch) am 8. 12. 2005 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses

Die Presse vom 10. 12. 2005: »Die Musikstadt Wien findet manchmal ihren Sinn, wo die Scheinwerfer oft gar nicht suchen. An einem Feiertagsabend im Konzerthaus. Kein Neujahrskonzert, keine falschen Mozart-Perücken-Klischees, keine große Operngala. Ein Oratorienkonzert, bestritten von einem Laienchor, besser: dem traditionsreichen Hauschor des Wiener Konzerthauses, der Wiener Singakademie. Ohne Gage, einfach aus Begeisterung für die Sache wird hier Musik aktiv gelebt. Das hört man, das spürt man. […] Mehr als solide die Auswahl der Solisten: der Sopran von Cornelia Horak, Markus Forsters Altus, Daniel Johannsens Tenor, Josef Wagners Bass sowie Katerina Beranova (Sopran) und Klemens Sander (Bass). […]«

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Donaufestwochen im Strudengau 2005 — Wolfgang Amadeus Mozart, Zaide (Sultan Soliman), gemeinsam mit dem L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg

Franz Zamazal in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 8. 8. 2005: »Das Kernstück der Donaufestwochen im Strudengau auf Schloss Greinburg bildet die Oper [...] mit einem engagierten jungen Ensemble aus klangvollen Stimmen. ...«

Rainer Elstner in der Wiener Zeitung vom 9. 8. 2005: »... Eine musikalisch gelungene Produktion auf Schloss Greinburg. [...] Stimmlich [...] ist das junge Ensemble von großer Kompaktheit. [...] Daniel Johannsen setzte als übertrieben tollpatschiger Sultan Soliman komische Akzente. ...«

Der Standard vom 9. 8. 2005: »... Unter den Sängern, die alle aus Österreich und Bayern stammen, lassen vor allem Daniel Johannsen als Sultan Soliman und Dieter Kschwendt-Michel als Osmin aufhorchen.«

Die Presse vom 10. 8. 2005: »... Die jährliche Opernproduktion auf Schloss Greinburg ist das Glanzstück der Donaufestwochen im Strudengau. Zumal, wenn die musikalische Qualität so hervorragend gerät wie bei Mozarts Singspiel ›Zaide‹. [...] Mit mitreißender Verve realisierte Intendantin Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo-Barockorchester die schillernde Partitur und konnte sich auf ein tadelloses Ensemble verlassen: Maximilian Kiener erfüllte die Tenor-Kantilenen des Gomas mit schwärmerisch-frischer Innigkeit und dessen etwas altertümlichen Sprechtext mit glaubwürdig naiver Aufrichtigkeit. Daniel Johannsen als nicht minder klangvoller tenoraler Sultan, der leuchtend klare Sopran von Barbara Kraus (Zaide), Matthias Helms sympathischer Allazim sowie Dieter Kschwendt-Michel als diabolischer Osmin standen ihm kaum nach. ...«

Leopold Kogler in den Niederösterreichischen Nachrichten vom 10. 8. 2005: »Oper einmal anders, freigespielt von überbordenden optischen Beigaben, statt dessen Konzentration auf die lyrischen Arien und zauberhaften Klänge sowie auf Dramatik — das ist das Generalthema. [...] Im Zentrum stehen der stimmlich und darstellerisch hervorragende Daniel Johannsen als wütender Sultan und die sympathische Barbara Kraus in der Titelpartie der Zaide. ...«

Franz Szabo auf http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik117.html: »... Den Instrumentalisten ebenbürtig die Sänger: [...] Der Oratorien-erprobte Bariton Matthias Helm, Bach, Händel und Monteverdi sind ihm ein besonderes Anliegen, interpretierte den großmütigen Allazim mit überzeugender Herzensschlichtheit und sängerischem Elan. Ihm ebenbürtig der junge Wiener Tenor Daniel Johannsen, bereits auf Konzert-, Lied- und Opernbühnen aller Epochen zuhause, mit der Gestaltung des machtgewohnten Sultans als perfekte Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Lebensbedrohung. Und schließlich beeindruckte der Wiener Bariton Dieter Kschwendt-Michel als Verkörperung sadistischer, buckelnder und tretender Gewalt, gleichermaßen sängerisch wie körperlich bedrohend. ...«

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F. Mendelssohn Bartholdy, Lobgesang, op. 52 — Abschlußkonzert der Chorakademie Krems am 16. 7. 2005 in der Alten Reitschule von Schloß Grafenegg gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Kammerorchester und dem Akademiechor (Ltg.: Erwin Ortner)

Walter Dobner in der Presse vom 19. 7. 2004: »... So hörte man neben dem Chor der Teilnehmer der Akademie auch drei Solisten: die bereits mit Mozart souverän reüssierende Ildikó Raimondi, den ab kommender Saison zum Ensemble der Wiener Volksoper zählenden hellklaren Sopran Daniela Fally sowie den Dietrich-Fischer-Dieskau- und Robert-Holl-Schüler Daniel Johannsen, der sich durch klare Artikulation, plastische Gestaltung und weit gespanntes Volumen für größere Aufgaben empfiehlt. Er war die Entdeckung dieses Chorakademie-Finales. ...«

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Konzert im Rahmen von »Musica Juventutis« am 20. 2. 2005 im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses gemeinsam mit Daniel Pilz (Viola da gamba), Ewald Donhoffer (Cembalo) und barocker französischer Kammermusik (Brossard, Campra und Montéclair)

Wilhelm Sinkovicz in der Presse vom 22. 2. 2005: »... Wie breit die Palette österreichischen Musikantentums ist, bewies der jüngste Abend des von Norbert Brunner gegründete, verdienstvollen Konzerthaus-Reigens ›Musica juventutis‹. [...] Der Tenor Daniel Johannsen demonstrierte im Verein mit Daniel Pilz (Gambe) und Ewald Donhoffer (Cembalo), wie sich fein modellierter Gesang von verhaltener Expressivität mit ebensolchem Instrumentalklang zu barocker Kammermusik feinster Prägung verdichten kann. Das Musikland feiert fröhliche Urständ, lernt man da. ...«

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J. Haydn, Die Schöpfung (Uriel) — Konzert im Rahmen der »Concerts de l’Avent« gemeinsam mit dem Ensemble Vocal de Villars-sur-Glâne und dem Wiener Concert-Verein (Ltg.: Philippe Morard) am 17. 12. 2004 in der Pfarrkirche von Villars-sur-Glâne (CH)

Philippe Mottet-Rio in der Freiburger Zeitung La Liberté vom 21. 12. 2004: »Eine triumphale Haydn-Schöpfung. [...] Wie ein Adler. Der Tenor Daniel Johannsen, ein perfekter Evangelist, gestaltete jede Silbe seines Textes ohne Anstrengung, seine Stimme hob sich vom Ensemble ab — mit der Leichtigkeit eines Adlers. ...«

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J. J. Fux, Julo Ascanio, Re d’Alba (Teucro) — halbszenische Aufführung im Rahmen der 29. »Tage Alter Musik« des WDR in Herne, gemeinsam mit dem Ensemble Ars Antiqua Austria (Ltg.: Gunar Letzbor), am 14. 11. 2004 im Kulturzentrum Herne (Direktübertragung auf WDR 3)

Udo-Gustav Kleff in der Zeitschrift theater pur (Heft 1 / 2005): »... Unter der Leitung des Soloviolinisten Gunar Letzbor spielte die ›Ars Antiqua Austria‹ [...] eine strenge, vielfach beschwingte Musik in dem ›vermischten Styl‹, den Fux bevorzugte [...]. Wunderbar der Tenor Daniel Johannsen in der Rolle des Vertrauten Ascanios. ...«


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Mitwirkung an den Operngalas der Kammeroper Schloß Rheinsberg (als Wettbewerbspreis) am 8., 9. und 10. 7. 2004 (begleitet vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt unter der Leitung von Heribert Beissel); auf dem Programm standen Belmontes Arie »Ich baue ganz auf deine Stärke« aus der Entführung sowie die »Romanza« des Nemorino aus Donizettis L’elisir d’amore.

Peter Buske in der Märkischen Oderzeitung vom 10. 7. 2004: »... Als exzellenter Mozart-Stilist offenbart sich Daniel Johannsen, der einzige Vertreter der Tenorgilde an diesem Abend. ...«

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»Ballo.mortale« — Produktion in der Wiener Kammeroper (Première am 19. 2. 2004): Cl. Monteverdi, Il Combattimento di Tancredi e Clorinda (Testo)

Gerhard Kramer in der Presse vom 21. 2. 2004: »... Für die Festivaleröffnung haben es Regisseur Philipp Harnoncourt und Gambist Lorenz Duftschmid als musikalischer Leiter unternommen, drei halbszenische Werke Claudio Monteverdis mit dem ›Lamento d’Arianna‹ zu einem Abend zu amalgamieren. Eine angesichts so viel grandioser Musik sehr verdienstvolle Idee, leider belastet durch das Streben nach allzu großer Vollständigkeit und damit allzu großer Länge. [...] Da hieß es also Geduld haben bis zum in der Tat beeindruckenden Höhepunkt des Abends, dem ›Combattimento di Tancredi e Clorinda‹. Wie bei der Uraufführung anno 1624 im venezianischen Palazzo Mocenigo agierten Held und Heldin in vollem Waffenschmuck; klug ausbalanciert zwischen Realismus, Stilisierung und leiser Verfremdung gelang dem Regisseur der Zweikampf, tief berührend die Erkennungsszene zwischen dem Kreuzritter und seiner Geliebten, Taufe und Tod. [...] Inhomogen leider die Besetzung: Nur der leichte, intelligent geführte Tenor von Daniel Johannsen, der jugendliche Bariton von Matthias Helm und der helle Sopran von Agnes Scheibelreiter waren allen Anforderungen gewachsen. ...«

Brigitte Suchan in der Wiener Zeitung vom 23. 2. 2004: »... Schön und im Gedächtnis bleibend ist der Eindruck des gemeinsamen Musizierens, den Dirigent, Ensemble und Regisseur gleichermaßen enthusiastisch vermitteln und somit den Aufführungstraditionen folgen. Das junge Ensemble widmet sich der alten Musik erfrischend unvoreingenommen und liebt und leidet, dass es Monteverdi wohl gefallen hätte. [...] Besonders erwähnenswert scheinen mir Barbara Jernejcic als Arianna, Camilla Singh als Venus und bei den Herren der junge Tenor Daniel Johannsen und Matthias Helm als Theseus und Tancredi.«

Judith Schmitzberger im Kurier vom 23. 2. 2004: »... Das Schöne an der Produktion sind die Musik Monteverdis und ein hervorragendes Ensemble. [...] Der wiegende Duktus des Orchesters kommt den jungen Sängern zugute, allen voran Tenor Daniel Johannsen, Sopranistin Agnes Scheibelreiter und Bariton Matthias Helm. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Evangelist und Arien) — Konzert mit dem canticum novum Münster und dem Barockorchester L’arco Hannover (Ltg.: Michael Schmutte) am 11. 1. 2004 in der Petrikirche Münster (Westfalen)

Nicolas Hellenkemper in den Westfälischen Nachrichten vom 13. 1. 2004: »Nach drei Stunden Musik fand der Beifall kein Ende. [...] Daniel Johannsen gestaltete die Rezitative kraftvoll und höhensicher. Aber auch die Kantilenen in den Arien lagen ihm. Und in der schnellen Arie ›Frohe Hirten‹ flogen die Koloraturen im Wechsel mit der Flöte nur so durch den Raum. ... «

Stephan Oerter in der Münsterschen Zeitung vom 13. 1. 2004: »... Der junge österreichische Tenor Daniel Johannsen gestaltete seine Rezitative und die koloraturreichen Arien wunderbar transparent und meisterte alle Höhen mühelos. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Evangelist und Arien) — Konzerte mit der Evangelischen Kantorei Linz und deren Instrumental-Collegium (Ltg.: Kristian Schneider) am 20. 12. (Kantaten I – III) und 21. 12. (Kantaten IV – VI) 2003 in der Martin-Luther-Kirche Linz

Oberösterreichische Nachrichten vom 23. 12. 2003: »... Es gelang eine musikalisch ausgezeichnete und bewegende Interpretation. [...] Aus dem hochwertigen Solistenensemble ragte Daniel Johannsen mit hellem Tenor heraus: als Evangelist eindringlich, als Solist für die Arien mühelos. ...«

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Gedenkfeier anläßlich von Franz Schuberts 175. Todestag am 19. 11. 2003 im Steinernen Saal des Bundeskanzleramtes (auf Einladung von Dr. Wolfgang Schüssel)

Werner Beninger in der Presse vom 21. 11. 2003: »... Daniel Johannsen, ein Schüler Robert Holls, begleitet von Margit Fussi, trug mit der richtigen Melancholie Lieder mit zum politischen Grübeln verführenden Titeln vor wie ›Wohin?‹, ›Halt!‹, ›Der Einsame‹, oder ›Im Abendrot‹. Diese romantische Verzauberung genossen Nationalratspräsident Andreas Khol, Kunststaatssekretär Franz Morak [...] sowie viele Erstbesucher im Kanzleramt. ...«

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W. A. Mozart, Requiem — Konzert mit der Bochumer Kantorei und den Bochumer Symphonikern (Ltg.: Arno Hartmann) am 13. 11. 2003 in der Christuskirche Bochum

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 15. 11. 2003: »... die solistischen Glanzleistungen von Elisabeth Kulman (Sopran), Annely Peebo (Alt), Daniel Johannsen (Tenor) und Thomas Laske (Bass), die durch stimmliche Geschmeidigkeit, Expressivität in den Soli und sensible Ausgeglichenheit in den Ensemble-Passagen beeindruckten. ...«

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Konzert mit Werken von J. S. Bach und G. Fr. Händel gemeinsam mit Carlos Mena (Countertenor) sowie dem bach consort wien (Ltg.: Rubén Dubrovsky) am 21. 10. 2003 im Palau de la música catalana in Barcelona

Lluis Trullén in der Revista musical catalana vom November 2003 (Übersetzung von R. Dubrovsky): »... Bei seinem ersten Auftritt auf der Iberischen Halbinsel zeigte der bach consort wien sein gesamtes musikalisches Talent, das ihm, trotz seines kurzen Bestehens von nur vier Jahren, einen vorrangigen Platz in der Welt der Alten Musik eingeräumt hat. [...] Aufschlußreich wurde die Suche nach einem ausbalancierten, aber zugleich kontrastreichen Klangbild in den Versionen der Kantaten von Bach und Händel, die der Tenor Daniel Johannsen sowie der Countertenor Carlos Mena anboten. Es wird sich lohnen, die Karrieren beider Sänger, 1978 und 1971 geboren, weiterhin zu verfolgen. Aufgrund ihres besonderen Timbres und einer zweifelsfreien Technik konzertierten sie bereits mit wichtigen Ensembles und erlangten große internationale Anerkennung. [...] Bei Daniel Johannnsen muß man hervorheben, daß seine Stimme aufgrund der Farbe und der Leichtigkeit, mit der er alle Höhen erreicht, optimal ist, um den komplexesten Rollen des Barockoratoriums gerecht zu werden. [...] Eine der vielversprechendsten (de facto schon verwirklichten) Stimmen für Barockmusik und gewisses klassisches und romantisches Repertoire. ...«

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Operetten-Festspiele Bad Ischl 2003 — Johann Strauß, Die Fledermaus (Dr. Blind); Franz Lehár, Der Graf von Luxemburg (Sergej Mentschikoff)

Balduin Sulzer in der Kronen Zeitung vom 13. 7. 2003: »... Michael Wagner, Thomas E. Bauer, Daniel Johannsen und Lisa Felkel als vortrefflich gestaltende Chargen. ...«

Gerhard Rohde in den Salzburger Nachrichten vom 14. 7. 2003: »... Die Mitspieler springen gern und engagiert auf den komödiantisch-entfesselten ›Zug‹ auf: [...] in einer präzis gezeichneten Rolle Daniel Johannsen als Advokat Dr. Blind. ...«

Oberösterreichische Nachrichten vom 14. 7. 2003: »... Weitere Solisten im hochwertigen Ensemble: [...] Daniel Johannsen mit Komik ohne Übertreibung. ...«

Anton Stiepka in der Bad Ischler Rundschau vom 16. 7. 2003: »... Daniel Johannsen überzeugt als stotternder Advokat Dr. Blind. ...«

Margit Bachler-Rix in der Ischler Woche vom 16. 7. 2003: »... Daniel Johannsen (Wien) verlieh dem aufdringlichen Notar, Dr. Blind, unverkennbare Züge. ...«
Und in der Ausgabe vom 23. 7.: »... Schließlich seien noch die Gesangskünstler Daniel Johannsen, als Notar Sergej Mentschikoff, Dirk Konnerth, als russischer Botschaftsrat, und Kamen Petrov, als Munizipialbeamter Pélégrin, gebührend gewürdigt. Sie bildeten ein profiliertes Dreigespann und sorgten für eine eigene Note. ...«

Wilhelm Sinkovicz in der Presse vom 22. 7. 2003: »... Alles steht im Dienst der gemeinsamen Sache [...], wie die jeweils exakt getimten Auftritte von Michael Heim (Alfred), Thomas Bauer (Falke) und Daniel Johannsen (Blind). ...«

Aus dem »Kulturbericht Oberösterreich«, Folge 8, August 2003: »... In den weiteren größeren und kleineren Rollen liefen im Sinne eines Ensembles ohne Schwachstellen gute, deutlich kontinuierte Figuren: [...] Daniel Johannsen (Dr. Blind). ...«

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Wolfgang Sauseng, Passio Iesu secundum Ioannem (Evangelist) — Konzerte mit dem Chorus sine nomine (Ltg.: Johannes Hiemetsberger ) am 12. 4. (UA, Krems), 15. und 17. 4. 2003 (Wien)

Manfred A. Schmid in der Wiener Zeitung vom 17. 4. 2003: »... Die Aufführung unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger ist schlichtweg mustergültig zu nennen [...], der Tenor Daniel Johannsen ist ein großartiger Evangelist. [...] Ein tief berührendes Kirchenkonzert. ...«

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»Laß, o Welt, o laß mich sein...« — Liederabend mit Elena Larina, Klavier, am 3. 3. 2003 im Kulturzentrum Oberschützen

Oberwarter Zeitung Woche 11/2003: »... Daniel Johannsen und Elena Larina begeisterten das Publikum. [...] Der strahlende Tenor des jungen Daniel Johannsen bewältigte bravourös das schwierige Programm, kongenial und sehr einfühlsam begleitet von der jungen russischen Pianistin Elena Larina. ...«

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Peter Planyavsky (»P. P. Bach«), Der zufriedengestellte Autobus (Evangelist und Fremdenführer) — Konzerte mit dem Kärntner Madrigalchor Klagenfurt unter der Leitung des Komponisten am 27. 2. (Klagenfurt) und 1. 3. 2003 (Spittal an der Drau)

Marianne Fischer in der Kleinen Zeitung vom 1. 3. 2003: »... Ein Autobus samt Touristen (der Madrigalchor narrisch guat in Form) und Fremdenführer (mit wortdeutlichem, schlankem Tenor Daniel Johannsen), ein Polizist (Sepp Strobl) und eine Grüne (Christina Posch) machen sich nach launigen Querelen gemeinsam auf zum Heurigen. ...«

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»Nun schlag die Laut in zwey / Das Spilen ist vorbey...« — Konzert mit dem Ensemble conSequenza. (Ltg.: Thomas Engel) am 15. 11. 2002 in der Feldkircher Pforte

Anna Mika in der Neuen Vorarlberger Tageszeitung vom 17. 11. 2002: »... Und damit sollen auch die SängerInnen dieses Abend gewürdigt werden. Sie alle, Barbara Fink (Sopran), Markus Forster (Altus) und Samuel Zünd (Bariton), machten ihre Sache gut, doch der Tenor Daniel Johannsen war ihnen allen überlegen. Seine Stimme ist hell und leicht timbriert und klingt trotzdem weich, und alles, was er singt, bringt er mit selbstverständlicher Natürlichkeit und umfassender Identifikation. So wurde die Tenorkantate ›O süßer, o freundlicher, o gütiger Herr Jesu Christe‹ von Heinrich Schütz zum Brennpunkt des Programmes. ...«

Vorarlberger Nachrichten am 18. 11. 2002: »... Bemerkenswert gestaltete der Tenor textdeutende musikalische Passagen, die unmittelbar in die prägnanten Artikulationen des Ensembles überführten. ...«

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Hugo Distler, Choralpassion, op. 7 (Evangelist) — Konzerte mit dem Concentus Vocalis Wien (Ltg.: Herbert Böck) am 8. 3. (Salzburg) und 9. 3. 2002 (Rankweil)

Salzburger Nachrichten vom 11. 3. 2002: »... Ein markanter Teil am beeindruckenden Gelingen kam vom Evangelisten Daniel Johannsen, der mit seinem biegsamen Tenor deklamatorische Aussagekraft und sensible Gesangskultur auf persönliche Weise zu verbinden wusste. ...«

Vorarlberger Nachrichten vom 11. 3. 2002: »... Für die großen Partien [...] hatte man dennoch auf erfahrene Solisten wie Daniel Johannsen (Evangelist) und Josef Wagner (Jesus) zurückgegriffen. Ein guter Griff. ...«

Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 12. 3. 2002: »... Zuvorderst ist da Daniel Johannsen als ein unglaublich facettenreicher Evangelist zu nennen. ...«

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Heinrich Schütz, Weihnachts-Historie (Evangelist) — Konzert mit dem Wiener Motettenchor (Ltg.: Claudia Kettenbach) in der Luth. Stadtkirche Wien am 18. 12. 2001

Herbert Müller in der Wiener Zeitung vom 20. 12. 2001: »... Allen voran muss der tüchtige Tenor Daniel Johannsen für seine anstrengende Partie des Evangelisten gelobt werden. ...«

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Joseph Haydn, Die Schöpfung (Uriel) — Konzert mit dem Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner) beim Musikfestival St. Gallen (Stmk.) am 2. 9. 2001

Wolfgang Stern in der Kleinen Zeitung vom 4. 9. 2001: »... Julia Bauer (Sopran), Daniel Johannsen (Tenor) und vor allem Anton Scharinger (Bass) trugen als Solisten zum Erfolg der begeisternden Aufführung bei. ...«

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Joseph Haydn, Die Jahreszeiten (Lukas) — Konzert mit dem Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner) beim Musikfestival St. Gallen (Stmk.) am 26. 8. 2000

Walther Neumann in der Kleinen Zeitung vom 28. 8. 2000: »... mit besten Musikern aus nah und fern [...] und drei gleichwertigen Vokalsolisten: Geradezu ideal harmonierten der renommierte Wiener Bassist Anton Scharinger, der junge burgenländische Tenor Daniel Johannsen (22) und die aus Bayern stammende Sopranistin Julia Bauer. ...«

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J. S. Bach, Weihnachts-Oratorium (Kantaten I – III; Evangelist und Arie) — Konzert mit der Kantorei der Heilandskirche Graz (Ltg.: Matthias Krampe) am 18. 12. 1999 in Graz

Kleine Zeitung vom 20. 12. 1999: »... Unter den Solisten stachen insbesondere die wohlgefällige und deklamationsgenaue Stimme des Nachwuchstenors Daniel Johannsen und der dunkle, voluminöse Alt von Elvira Soukop hervor. ...«