Wer hingegen nicht mitjubelt, ist der große Bruder. Es reicht ihm! All seinen Zorn, seinen Frust über die Ungerechtigkeit, die in diesem Fest mündet, wo dem Prasser zu allem Überfluß auch noch das Mastkalb geschlachtet wird (während es für ihn, den älteren Sohn, oft nicht einmal einen schmächtigen Ziegenbock zum Schmaus mit den Gefährten gab), knallt er dem Vater vor die Füße. Er, der redliche, der gutmütige Trottel, der unterdessen nichts als Plackerei hatte, soll spielen, als wäre nichts gewesen?! Sicher nicht. — Und der jüngere Sohn erkennt, daß er der gerechten Strafe letztlich doch nicht entgeht, daß es für ihn kein happy end geben kann.
© Claudia Prieler

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